Gedichte sind toll, aber meist schwer verdaulich. Zumindest die Guten. Schlechte sind ganz und gar unverdaulich, sie laufen durch wie Wasser und werden umgehend wieder ausgeschieden.

Ich mag es, wenn Gedichte für sich stehen und nicht von anderen Texten umringt sind. So, dass man sie in Ruhe sacken lassen kann. In Büchern sind sie darum meiner Ansicht nach schlecht aufgehoben, es sei denn um in geselliger Runde rezitiert zu werden.

Romane und Geschichten brauchen Gesellschaft, Gedichte sind Einzelgänger: Solisten gar.

Sie brauchen daher viel Raum und Aufmerksamkeit – ein möglicher Grund, wieso wir uns so selten mit ihnen beschäftigen. Nix mit schnell und nebenbei mal konsumieren. Es braucht Muße.

Ich versuche mir auf Erdbeerfleisch die Zeit zu nehmen und poste nicht aus Fantasie- und Ideenlosigkeit fremde Gedichte, sondern aus Respekt und Anerkennung um mir und anderen etwas Gutes zu tun.

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