Die ersten Wochen des neuen Jahres waren vor allem eines: anstrengend. Darin unterschieden sie sich in keinster Weise von denen des Vorjahrs. Anders war jedoch, dass ich sie intensiver, langsamer und bewusster durchlebt habe. Wie kam es dazu?

Nun zum Einen hatte ich scheinbar nach den Ferien meine Energiereserven wieder so weit aufgeladen, dass ich einfach mehr Kraft hatte als vorher und nicht mehr mit zusammengebissenen Zähnen die letzten Tropfen Lebenssaft aus mir rauspressen musste, um meinen Verpflichtungen mehr schlecht als recht überhaupt nachkommen zu können.

Zum Anderen habe ich quantitativ weniger, qualitativ mehr gemacht. Das heißt ich tat nicht tausend verschiedene Sachen wie vorher, sondern habe mich auf wenige fokussiert. Jede zu ihrer Zeit. Und das tut gut – meinen Nerven und meinem Geist.

Nachdem sich die plötzlich aufgetretene Panik und Überforderung gelegt hatte und ich auch wieder schlafen konnte, habe ich Fortschritte gemacht, gelernt und bin gewachsen. Sollte ich mich nach 4 Jahren endlich an meiner Uni eingelebt haben und mit den dortigen Gepflogenheiten vertraut geworden sein?

In meinen Ohren klingt das fast zu gut, um wahr zu sein und so bin ich geneigt, an der nächsten Ecke schon einen Rückschlag kommen zu sehen. Ich bleibe daher zurückhaltend und skeptisch, während ich mir vornehme in Zukunft andere Stilmittel als die Aneinanderreihung von Hauptsätzen zu gebrauchen. Bloß nicht mehr heute.

Was gab mir das neue Jahr bisher noch? Gemütlichkeit. Beinfreiheit. Und damit einen größeren Bewegungsspielraum. Überall Möglichkeiten zu intervenieren, sodass ich mich Ausbremsen muss, um den Luxus der stärkeren Fokussierung nicht zu verlieren. Einen Schritt nach dem anderen gehen. Weniger machen, dafür intensiver.

Vielleicht sollte ich das Jahr unter dieses Motto stellen. Zum Ziel gestellt, hatte ich mir das eigentlich im Letzten schon. Nur weiß ich jetzt, was das Wesentliche ist. Ich verrate es aber nicht.

Ein Gedanke zu „Die ersten Wochen

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