Aus der Rubrik Warum ich meine Uni liebe

Da gehe ich in der ersten Semesterwoche nichtsahnend in eine Vorlesung in der Hessischen Straße 1/2 und finde mich plötzlich in einem monumentalen altertümlichen Hörsaal wieder. Völlig beeindruckt von diesem Denkmal der Berliner Wissenschaftsgeschichte habe ich nicht gezögert und vor Beginn meiner Vorlesung schnell noch ein paar Fotos mit meinem Handy geschossen.

Warum hat dieser Hörsaal bei mir so einen bleibenden Eindruck hinterlassen? Zunächst einmal ist er riesig, allerdings nicht in der Tiefe, wie man dies von Hörsälen gewöhnt ist, sondern in der Höhe. Er geht über mindestens zwei, wenn nicht sogar 3 Stockwerke.

Dementsprechend ist der Anstieg der treppenförmig angeordneten Sitzreihen nicht langsam und kontinuerlich, sondern super steil. Zwischen zwei Sitzreihen befindet sich meinen Schätzungen zufolge ein Höhenunterschied von mindestens 30 bis 50 Zentimetern. Der ganze Raum ist mit Holz verkleidet und wirkt dadurch imposant und altertümlich. Ein riesiges Periodensystem der Elemente prangt über dem Saal.

Später fand ich heraus, dass der Saal den Namen Emil-Fischer-Hörsaal trägt – der Namenspatron wirkte um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert in Berlin als Chemiker und erhielt 1902 den Nobelpreis für Chemie. Angesichts des riesigen Periodensystems kaum überraschend, gehörte der Saal ehemals zum Chemischen Institut der Humboldt-Universität.

Mittlerweile sitzen die naturwissenschaftlichen Fakultäten der HU ja in Adlershof und so komme nun auch ich als Philosophie-Studentin in den Genuss eine Vorlesung in diesem Hörsaal zu besuchen. Toll!

Die Fotos, die ich geschossen habe, sind qualitativ eher mäßig und werden der Atmosphäre dieses Raumes keinesfalls gerecht. Da aber bisher keine gescheiten Fotos online zu finden sind, kann ich sie nicht einfach für mich behalten. Besser als nichts sind sie allemal.

Emil-Fischer-Hörsaal | Humboldt-Universität zu Berlin

Emil-Fischer-Hörsaal | Humboldt-Universität zu Berlin

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Sachdienliche Hinweise sowie nostalgische Erinnerungen nehme ich gern entgegen.

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