Zum Inhalt

Novembernebel | Freitag, 25. November 2016

Moin, ihr Seiten. Wahnsinn, wie neblig es ist. Man kann keine 10 Meter weit gucken. Alles ist in einen dichten weißen Schleier gehüllt. Die Bäume, die nun ihrer Blätter entledigt sind, stechen wie knorrige alte Skelette daraus hervor. Hier und da ist noch ein Exemplar, das sich noch nicht aller Blätter entledigt hat, aber im großen und ganzen ist die Natur doch bereit für den Winter.

Die Dunkelheit ist zum Glück nur Abends schlimm. Bereits um 16 Uhr fängt es an zu dämmern und wird dann immer schneller dunkel. Um 17 Uhr ist es dann finster und der Tag ist damit vorüber. Schade, dass die Menschen sich von dieser natürlichen Einteilung nicht beeindrucken lassen, sie erleuchten alles weihnachtlich und führen ihr Tagwerk auch weiterhin bis spät in die Abendstunden aus.

Der MagierDadurch dass die Abende schon um 16 Uhr beginnen, scheinen sie besonders lang zu sein. Vielleicht ist es aber auch umgekehrt. Im Sommer, wenn die Tage länger sind, sind auch die Abende länger und was wir jetzt haben ist finsterste Nacht.

Vor einem Jahr war ich noch glücklich über die viele Freizeit, die ich hatte. Ich hatte jede Menge Projekte, an denen ich gearbeitet habe und es hat mir großen Spaß gemacht, mich ihnen voll und ganz hinzugeben. Voll darin aufzugehen. Ich feierte mein neues freieres Leben und freute mich an jedem neuen Tag.

Mittlerweile habe ich all diese Projekte aufgegeben, zumindest aber aufgehoben, und bin chronisch unzufrieden. Unglücklich war ich vorher auch schon ein bisschen. Pech in der Liebe, was soll man da noch sagen? Aber ich habe es immer weit weggeschoben und mich mit den Unmittelbarkeiten des Alltags beschäftigt.

Nun ist mein Alltag aber nicht mehr das, was ich möchte. Es ist schon besser geworden. Aber gut ist es noch lange nicht. Und ich frage mich, was passieren müsste, damit es sich gut anfühlen würde.

Published in2016

Schreibe den ersten Kommentar

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: