Moin, ihr Seiten. Auch diesen Tag habe ich irgendwie überstanden. Ich habe mich zwar wieder nach Kräften dagegen gesträubt in die Uni zu gehen, habe es dann aber natürlich doch gemacht. Jetzt ist es nur noch eine Woche und dann die Klausur. Das werde ich doch wohl noch schaffen.

Auf die Klausur bin ich nicht wirklich gut vorbereitet und ich denke, das wird auch nicht viel besser werden. Ich bin echt nicht sicher, was mich da erwartet und entsprechend unsicher, ob ich bestehen werde oder nicht. Ist aber eigentlich auch egal. Ich werde mein Bestes geben und dann sehen wir halt, was dabei rauskommt.

Nun bin ich zu Hause und werde mich gleich auf die Couch begeben und ein bisschen lesen. Die Katze ist ganz süß und leistet mir Gesellschaft. Sie hat sich auf den Stuhl neben mir gelegt und schlummert dort vor sich hin. Zuerst dachte ich, der Futterneid hätte sie dorthin gelockt, aber das war anscheinend ein Irrtum.

Heute Morgen habe ich darüber nachgedacht, wie es wäre, wenn ich die Zeit zurück drehen könnte. Ob es einen Punkt gibt, zu dem ich zurückkehren könnte, um das ganze Schlamassel, das über mich hereingebrochen ist, zu verhindern, habe ich mich gefragt. Ich bin nicht sicher. Hätte ich mich wirklich auch anders entscheiden können? Vielleicht nicht.

Auf jeden Fall war ich früher ziemlich dumm. Ich habe ernsthaft geglaubt, wenn man etwas Schlechtes beendet, käme automatisch etwas Besseres. Das war ein ziemlicher Trugschluss. Ich habe gelernt, dass es auch noch schlimmer werden kann. Die ganzen Ratgeber, die predigen, man müsste sich von schlechten Einflüssen befreien, damit etwas Besseres kommen kann, haben einfach mal Unrecht. Im Nachhinein ist das, was man zuvor als schlecht beurteilt hat, vielleicht auf einmal gar nicht mehr so schlimm im Vergleich zu dem, was man sich stattdessen eingehandelt hat.

Leider kann ich die Zeit nicht zurück drehen. Darum ist das alles bloß Spekulation und dummes Gelaber. Denn dumm bin ich wahrscheinlich immer noch. Nur anders dumm.

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