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Auf den Zug warten | Sonntag, 30. Juli 2017

Moin, ihr Seiten. Heute scheint ein schicksalhafter Tag zu sein. Vor 3 Jahren war die beste Zeit meines Lebens. Seitdem bewege ich mich wie eine Fliege in Zick-Zack-Mustern auf einer Stelle und komme nicht davon weg. Heute vor einem Jahr wurde ich ins Krankenhaus eingeliefert. Meine Wahrnehmung hatte sich zu weit von der Realität entfernt.

Was heute passieren wird, weiß ich nicht. Vermutlich nichts. Ich habe geträumt, dass die S-Bahn an meiner Haltestelle einfach vorbeigefahren ist. An der nächsten Haltestelle habe ich die Gegenbahn genau verpasst, so dass ich warten musste. Ist das eine Charakterisierung meiner Lebenssituation? Ich bin an der falschen Station ausgestiegen und muss nun auf den nächsten Zug warten?

Um das Gedankenkarussel zu stoppen, habe ich gestern begonnen Harry Potter and the Deathly Hollows zu lesen. Draußen auf der Hollywoodschaukel. So lange bis mir die Nachbarskinder auf die Nerven gegangen sind.

Zuvor habe ich mal wieder Zukunftspläne geschmiedet und alles wieder hinten angestellt. Wollte ich nicht eigentlich Sängerin werden? Wie wäre es denn mein Studienfach zu wechseln und mich ein bisschen mit Theaterwissenschaften zu beschäftigen? Oder sollte ich lieber doch gleich alle Brücken abbrechen und als digitale Nomadin durch die Welt tingeln?

Völlig offensichtlich, dass ich keinen Plan habe, was ich will. Wenigstens das sollte ich doch aber wissen, wenn ich das Leben meiner Träume leben will. Ideen habe ich viele. Bloß entscheiden kann ich mich nicht. Woher soll ich wissen, was das Richtige für mich ist? Was mich wirklich glücklich machen würde?

Werde ich also ALLES ausprobieren müssen. Gesangsunterricht nehmen, ein paar Lehrveranstaltungen in Theaterwissenschaft besuchen (ich hoffe, ich kann mir das anrechnen lassen) und reisen. Ist ja eigentlich gar nicht so viel auf einmal, wenn man es mal auf die wesentlichen Punkte runterbricht.

Published in2017

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