Moin, ihr Seiten. Es ist grau und regnerisch. Angeblich soll es auch stürmen, aber vielleicht nicht bei uns. Hier gibt es jedenfalls keinen Sturm. Trotzdem ist das Wetter keinesfalls gut. Aber es ist auch nicht so schlecht, dass ich mich drinnen verkriechen will. Tatsächlich bin ich heute noch verabredet.

Aber bis dahin habe ich noch ein bisschen Zeit, die ich vergammeln kann. Wie schön. Das tue ich, indem ich mir alberne Videos anschaue, auf der Couch rumhänge, Gameboy spiele und blogge. So viel vor für knappe zwei Stunden. Nebenbei könnte ich Musik hören. Plan!

Ich denke, die niedrigere Medi-Dosis macht einen großen Unterschied. Ich fühle mich wieder stärker den Reizen ausgesetzt, ich fühle mich näher an mir dran, ich bin nervöser als vorher, aber auch energiegeladener und euphorischer. Ich beobachte das weiterhin.

Auf jeden Fall habe ich mich gestern übertrieben gestresst gefühlt und heute hatte ich ein ähnliches Gefühl der starken Konzentration. Grundsätzlich ist das gut. Ich muss nur aufpassen, wie weit ich mich da reinfallen lasse, wie weit ich gehen kann.

Was ist schon noch normal an meiner Wahrnehmung? Vielleicht muss ich das jetzt wieder lernen. Vielleicht ist das genau dasjenige, was durch die Krankheit kaputt gegangen ist. Meine Wahrnehmung. Meine Sicht der Dinge. Meine Perspektive.

Ich möchte frei sei von Medikamenten. Noch viel dringender möchte ich aber von den Selbstzweifeln frei sein. Ich möchte keine Angst haben, meinen Gedanken freien Lauf zu lassen und ich möchte auch keine Angst haben, in einer alternativen Realität zu landen.

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