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Inneren Frieden finden | Dienstag, 11. Juli 2017

Moin, ihr Seiten. Es ist kaum zu glauben, aber ich habe tatsächlich echte Gefühle. Endlich wieder! Gestern habe ich mich einmal ganz dem Selbstmitleid hingegeben und bittere Tränen geweint. Danach ging es mir gleich viel besser und weil der Himmel mit mir geweint hat, gab es sogar einen Regenbogen. Endlich bin ich kein gefühlloser Zombie mehr! Seit über einem Jahr habe ich nicht geweint. Die Medikamente haben mein Inneres betäubt. Nun bin ich endlich wieder ein Mensch.

Nun kann ich also langsam anfangen mein Leben wieder in Ordnung zu bringen. Auch wenn ich nicht weiß, wo ich da anfangen soll. Es gibt so viele offene Baustellen, die mich belasten und ich weiß gar nicht, ob es etwas bringen würde an diesen Zuständen etwas zu ändern. Auf jeden Fall habe ich jetzt erstmal Kraft getankt und das ist gut.

Was der heutige Tag bringen wird, weiß ich nicht. Es steht nichts außergewöhnliches an. Ich werde also brav zur Arbeit gehen und meine Zeit dort absitzen. Anschließend werde ich nach Hause fahren, eklige Spagetti essen und was dann kommt, ist ungewiss.

Werde ich es endlich schaffen, mich an die Arbeit zu machen? Ich habe ja immer noch keine Lust darauf. Aber vielleicht kommt der Appetit beim Essen und ich sollte mich endlich einmal dazu durchringen, es anzugehen, wie ich ja nun schon seit Wochen propagiere.

Ja, aber es ist Sommer und ich habe keine Lust zu arbeiten. Ich habe Lust zu chillen und mich mit den Stimmen in meinem Kopf wieder anzufreunden. Nein, ich höre immer noch keine Stimmen, aber mein innerer Dialog ist definitiv reicher geworden und ich finde das gut. Es macht wieder Spaß, mich mit mir selbst zu beschäftigen. Ich werde nicht mehr von Trübsinnigkeit geplagt und ich versuche wieder zu innerem Frieden und Gleichgewicht zu finden.

Das geht nicht von heute auf morgen und ich muss mich jetzt auch nicht mehr in Beschäftigungstherapien stürzen, um mein Leben zu ertragen. Blinder Aktionismus bringt mich zur Zeit nicht weiter. Ja, ich will an meinen Zielen arbeiten und die Ziele stehen natürlich auch nach wie vor. Ich habe keines davon aufgegeben. Ich will weiterhin selbständig sein. Ich will mich als Web-Developer weiterbilden und ich werde alle diese Dinge tun, aber nicht jetzt.

Jetzt kümmere ich mich um mein Innenleben, dass so lange Zeit schändlich unterdrückt wurde. Ich versuche wieder ins Lot zu kommen. Ich will mit mir selbst wieder im Reinen sein. Und alles andere kann gerade einfach mal warten. Die Welt wird sich auch ohne mich weiterdrehen. Zumindest ein Stückchen.

Published in2017

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