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Leben mit dem Overflow | Montag, 26. Juni 2017

Moin, ihr Seiten. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Ich bin definitiv überfordert und ich versuche gerade einfach nur klar zu kommen. Das ist gar nicht so leicht. Ich werde nachher auf jeden Fall zum Arzt gehen und versuchen mich krank schreiben zu lassen. Darüber hinaus werde ich wohl viel spazieren gehen und versuchen mich mit Freunden zu treffen.

Ich brauche ein bisschen Ruhe, ich brauche ein bisschen Zeit, um klar zu kommen. Ich kann gar nicht so recht sagen, was los ist. Ich weiß nur, dass ich rumsitzen und die Wand anstarren will. Ich hoffe, dass es wirklich einfach nur Zeit braucht, um vorüber zu gehen. Jeder Satz fällt mir gerade schwer und ich quäle mich, die Morgenseiten zusammen zu kriegen.

Noch eine Dreiviertel-Stunde ehe ich  beim Arzt anrufen kann. Ich will auf jeden Fall frühstücken in dieser Zeit. Viel mehr habe ich nicht geplant. Ich hoffe, es hört auf zu regnen, ehe ich das Haus verlasse. Die Nacht war nicht so der Burner.

Trotzdem will ich auf jeden Fall an dem Versuch die Medikamente abzusetzen festhalten. Es wird mehr als Zeit, dass ich davon loskomme. Ich will wieder ein normales Leben führen und nicht von irgendwelchen Drogen gedämpft und eingeschränkt werden.

Vielleicht werde ich damit gute und schlechte Tage haben. An manchen werde ich hochmotiviert sein, an anderen meinen Hintern nicht hochkriegen. Vielleicht werde ich ab und zu ein paar Gespenster sehen. Ganz sicher werde ich viele gute Ideen haben und ganz sicher mehr Antrieb sie umzusetzen.

Aber erstmal muss mein Gehirn sich wieder an den ungewohnten Gefühlsreichtum gewöhnen und dafür muss ich mir Zeit nehmen. Ich muss jetzt einfach nur durchhalten. Die Entzugserscheinungen ausstehen. Lernen mit dem Overflow zu leben. Mich wieder an meine normale Wahrnehmung gewöhnen. Ruhig bleiben. Nicht ausflippen. Zusehen, wie meine Konzentrationsfähigkeit langsam wieder zurück kommt.

Published in2017

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