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Perspektive | Sonntag, 9. April 2017

Moin, ihr Seiten. Hach, wie schön war doch mein Leben, als ich mir noch nicht jeden Tag den Kopf darüber zerbrochen habe, wie meine berufliche Perspektive aussieht. Ich habe einfach gemacht, was mir Spaß gemacht hat und bin davon ausgegangen, dass mir das später irgendwie nutzen wird. Ob es dabei um die Wahl meines Studienfaches ging oder um die Wahl meiner Freizeitbeschäftigungen, war ganz egal. Ich tat einfach, was sich richtig anfühlte.

Nachdem ich mit dieser Vorgehensweise jedoch kräftig gegen die Wand gefahren bin, fällt es mir momentan immer noch schwer ruhig und gelassen zu bleiben und optimistisch in die Zukunft zu blicken. Ich habe Angst davor mich selbständig zu machen. Das hatte ich vorher nie. Ich habe Angst davor mich in die Klauen des Arbeitsamtes zu begeben. Die hatte ich schon immer.

Ich will aber diese Weiterbildung machen und das geht nur mit der Finanzierung vom Amt. Aber werde ich die auch bekommen? Das ist momentan noch nicht klar.

Ich bin sehr froh, dass es mir wieder so weit gut geht, das ich mich nicht mehr von Tag zu Tag quälen muss. Trotzdem denke ich zu viel über meinen Alltag nach. Vielleicht ist das digitale Nomadentum nichts für mich. Vielleicht wäre es aber auch GENAU das Richtige.

Das werde ich niemals herausfinden, wenn ich es nicht versuche. Ich will so gern wegfahren, aber ich traue mich nicht. Die Hürden scheinen so groß. Über Ostern habe ich fünf Tage frei. Die könnte ich doch nutzen, anstatt hier rumzuhängen und nicht zu wissen, was ich tun soll. Raus in die Welt, erkunden und forschen.

Doch da gibt es jemanden, der widerspricht und es verbieten will. Damit meine ich nicht die innere Stimme. Die innere Stimme hat einfach nur Angst. Die innere Stimme hat Angst, dass es zu viel kosten wird, das ich keine Unterkunft finde, dass ich das mit der Anreise nicht gebacken kriege. Dabei kann es doch eigentlich so schwer nicht sein. Und so teuer kann es vor allem nicht sein.

Vielleicht überfordert mich auch einfach gerade die Recherche. Das Internet macht es möglich, dass jeder seinen Scheiß verkaufen kann und die Tourismusbranche ist naturgemäß hart umkämpft. Wenn also jemand einen Tipp für eine über Ostern günstige Unterkunft auf Usedom hat, bin ich euch unendlich dankbar. Das Meer will ich nämlich sehen!

Published in2017

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