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Vertrauen in das Leben | Montag, 17. Juli 2017

Moin, ihr Seiten. Neue Woche, neues Glück oder wie heißt es? Glück brauche ich ja am allermeisten. Ich habe mich jetzt bei meinem alten Job beworben und ich hoffe sehr, dass es klappt und ich dort wieder einsteigen kann. Damit habe ich meinen Ziel- und Zeitplan noch einmal deutlich lockerer gestrickt. Ich nehme mir mindestens die nächsten 2 Jahre Zeit, um wieder mit meinem Leben klarzukommen. Ich denke, ich werde auch zum Wintersemester wieder in die Uni gehen und mein Studium fortsetzen.

Alles ist gut. Ich muss mich nicht unter Druck setzen und ich muss die Selbständigkeit nicht noch in diesem Jahr durchpeitschen. Das wäre nur mit übermäßigem Stress verbunden und ich weiß ja jetzt, wo mich übermäßiger Stress hinführt. Stattdessen nehme ich mir Zeit. Für was? Für nichts spezielles. Ich habe entschieden, dass es vielleicht mal besser für mich ist, ganz ohne Ziele und nur in den Tag hineinzuleben. Das Leben wird mich schon irgendwo hinführen und wie sagte John Lennon so schön?

Life is what happens to you while you are busy making other plans.

Von jetzt an also kein Stress mehr, kein Druck, keine Ambitionen. Ich habe noch circa 50 Jahre auf diesem Planeten und ich muss mich nicht hetzen. Ich konzentriere mich ganz darauf diese Depression zu überwinden und wieder zufrieden mit mir und meinem Leben zu sein. Wenn es mir gut geht, wird auch alles andere viel leichter sein und wer weiß, vielleicht ergeben sich ja auch einfach so Dinge, von denen ich nie zu träumen wagte.

Es ist an der Zeit etwas Neues auszuprobieren. Es ist die perfekte Zeit mir ein neues Hobby zu suchen. Nur weiß ich noch nicht, was das sein könnte. Ich lasse es einfach auf mich zukommen. Irgendwas werde ich schon finden, das mir die Freude am Leben zurück bringt. Bis dahin mache ich weiterhin viele Spaziergänge, fahre ziellos mit dem Bus durch die Gegend und lerne langsam meine Gesellschaft wieder zu genießen.

Ich weiß ja noch, wie schwer es mir fiel meinen ersten Ausflug allein zu machen: ins Pergamonmuseum. Es fiel mir wirklich schwer, das Alleinsein zu genießen, da nur negative Gedanken und Leere in mir hochkamen. Mittlerweile ist es besser geworden. Ich habe mich wieder an mich gewöhnt und ich nehme ja auch keine Medikamente mehr, die diese schlechten Gefühle zu großen Teilen ausgelöst haben.

Ich möchte aufhören, mich im Kreis zu drehen. Ich möchte Schritt für Schritt mein Leben verbessern und ich möchte wieder ganz neu anfangen. Dazu muss ich meine Lebensumstände nicht komplett über den Haufen werfen, sondern viel mehr lernen, mich damit in einer positiven Weise zu arrangieren. Ausziehen werde ich nicht. So viel weiß ich mittlerweile. Was aber sonst noch so ansteht, steht in den Sternen und wird sich mir sicher zur richtigen Zeit offenbaren. Ich versuche wieder Vertrauen in das Leben zu haben und mich darauf zu verlassen, dass alles gut werden wird.

Published in2017

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