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Zeit Geben | Freitag, 17. März 2017

Moin, ihr Seiten. Ich stecke mitten im Gefühlschaos. Ich fühle mich eigentlich gut, stark und selbstsicher. Aber gleichzeitig bin ich verdammt verunsichert. Es ist irgendwie so ungewohnt und fühlt sich komisch an.

Meine Ärztin sagte, das ist meine Persönlichkeit, die jetzt wieder zum Vorschein kommt. Darüber sollte ich mich doch eigentlich freuen, aber irgendwie fühle ich mich so verletzlich und angreifbar. So als wäre das nur ein Traum. Wer bin ich und was ist von mir noch übrig geblieben? Dieser Frage sollte ich vielleicht nachgehen.

Eine Wahrnehmungsstörung zu haben ist ganz und gar nicht lustig. Man stellt auf einmal alles in Frage. Wenn man auf seine Sinne nicht mehr vertrauen kann, worauf denn dann?

Noch verzwickter ist es mit der Selbstwahrnehmung. Was ist normal BEI MIR? Was ist normal FÜR MICH? Wo liegt die Grenze zum Krankhaften?

Wieviel positiven Stress darf ich mir selbst machen? Wieviel Motivation ist schlecht für mich? Wo liegt der Punkt, bei dem das Gleichgewicht der Kräfte kippt? Und mache ich mir nicht vielleicht zu viele Gedanken darüber?

Überfordere ich mich bereits oder laufe ich gerade erst warm? Das ist der grundlegende Konfliktherd, an dem sich mein Geist erstmal scheidet. Es sind so viele Fragen in diesem Post und ich habe keine Antworten. Ich versuche mich an den neuen Gefühlsreichtum zu gewöhnen. Wahrscheinlich muss ich mir einfach nur ein wenig Zeit geben.

Published in2017

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