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Schlagwort: 15. Oktober

Herzensangelegenheiten | Samstag, 15. Oktober 2016

Moin, ihr Seiten. Kaum bin ich aufgestanden, stecke ich auch schon wieder tief im Was-wäre-wenn-Grübelzirkus fest. Konkret denke ich darüber nach, ob es nicht vielleicht doch noch eine Möglichkeit gäbe, meinen Master abzuschließen, den ich vor einem Jahr abgebrochen habe.

Es wäre sicher besser, den Master abzuschließen, als einen neuen zweiten Bachelor zu beginnen. Die Frage ist bloß, geht das überhaupt noch und will ich das überhaupt? Ich habe es schließlich abgebrochen, weil ich es nicht wollte. Jetzt will ich es auf einmal doch wieder? Was soll das hin und her? Kann ich nicht einmal in meinem Leben zu einer schlechten Entscheidung stehen?

Ass der MünzenFakt ist… Ich habe überhaupt keinen Plan wohin mit meinem Leben. Möglichkeit A sieht ebenso sinnlos aus wie Möglichkeit B und wo das alles hinführen soll, weiß ich nicht. Ich fühle mich weder imstande, das selbständig zu entscheiden, noch kann ich irgendeine externe Perspektive erblicken.

Job, Studium, Leben, es ist nach wie vor alles grau und matschig und ich bin mehr oder weniger verzweifelt. Die Ärztin sagte, das sei normal und es würde besser werden. Nun. Hoffen wir es mal.

Eine Masterarbeit zu schreiben, sehe ich mich momentan nicht imstande und das wäre ja das, was mir bevorstünde, wenn ich in mein altes Studium wiedereinsteige. Das neue Studium gibt mir vielleicht andere Möglichkeiten hinsichtlich der Jobwahl. Schlecht war die Idee definitiv nicht. Aber war sie deswegen gut?

Die Tanzerei hat sich wohl erstmal erledigt. Das ist mit ein Hauptgrund für das Vakuum in meinem Leben. Ich habe keine Sache mehr, in die ich mich mit Feuereifer stürzen kann. Das fehlt mir eigentlich am meisten. Kleine Ziele setzen, Pläne schmieden, an etwas arbeiten, das mir am Herzen liegt.

Das Studium lag mir nie so sehr am Herzen. Ich habe es gemacht, weil ich dachte, dass ich es müsste. Jetzt muss ich gar nichts mehr, außer für meinen Lebensunterhalt sorgen und ich reibe mir die Augen. So habe ich mir die Welt nicht vorgestellt und mein Leben schon gar nicht.