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Schlagwort: Arbeit

You better work bitch | Sonntag, 21. Mai 2017

Moin, ihr Seiten. Als ich mir vorgenommen habe, mich nebenbei selbständig zu machen, bin ich naiverweise nicht davon ausgegangen, dass ich ununterbrochen arbeiten würde. Aber da ich aktuell 3 Jobs habe, ist es kein Wunder, dass genau dies nun der Fall ist.

Gestern war irgendwie der Wurm drin, nichts hat so richtig funktioniert. Tatsächlich hat mir sogar ein Plugin das komplette WordPress Dashboard zerschossen, was mich mordsmäßig frustriert hat. Ich kann aber so gesehen wahnsinnig stolz auf mich sein, da es mir in relativ kurzer Zeit gelungen ist, den Fehler wieder zu beheben und nun läuft alles ganz wunderbar.

Daran kann man gut sehen, dass ich schon eine große Erfahrung im Umgang mit WordPress habe und sogar schwerwiegende Probleme gut beheben kann. Andererseits macht mir das Rumklicken in WordPress nicht so wahnsinnig viel Spaß. Bin gespannt, wie das Projekt läuft, mit dem ich heute beginne.

Ja, es ist Sonntag und ich muss arbeiten. Ich muss sogar richtig viel arbeiten. Die Mäßigkeit sagt mir, ich muss meine Kräfte einteilen und da hat sie wohl recht. Ich muss aufpassen, dass ich mich nicht überanstrenge und mich zu sehr stresse. Aber zur Zeit ist alles noch im Rahmen, denke ich.

Es ist ja auch jetzt nur so eine Phase, in der so wahnsinnig viel zu tun ist. Das wird ja bald besser, wenn ich mit Job #2 aufhöre. Job #1 sollte auch besser werden, da ich mir die Stunden anders einteile. Bleibt nur das Problem mit dem fehlenden Wochenende, denn für Job #3 muss ich auf jeden Fall am Wochenende arbeiten.

Kaum zu glauben, dass ich vor nur wenigen Monaten noch völlig lethargisch war und mich zu nichts motivieren konnte, außer auf der Couch zu hängen und Bücher zu lesen bzw. Gameboy zu spielen. Diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei. Aber es ist offenkundig, dass meine Stimmung und Motivation vor allem vom Stand der Sonne abhängig sind.

Kaum ist das Wetter besser und die Sonne geht früh auf, stehe auch ich schon frühmorgens auf der Matte, bereit mich an die Arbeit zu machen. Und eigentlich tut es mir auch gut, so viel zu arbeiten. Dabei komme ich wenigstens nicht auf dumme Gedanken. Ich hoffe nur, dass der Winter nicht wieder so schlimm wird.

Meine Perspektive | Donnerstag, 29. September 2016

Moin, ihr Seiten. Der heutige Tag ist dermaßen perspektivlos, dass ich gar nicht weiß, was ich noch sagen soll. Es ist überdies der 30. Beitrag aus der Rubrik Morgenseiten und ist daher ein kleiner Erfolg, denn ich hatte mir vorgenommen, mindestens 30 Beiträge zu verfassen, eh ich das Handtuch schmeiße.

Nun möchte ich aber eigentlich nach wie vor nicht das Handtuch schmeißen. Schließlich geht es hier um mein Leben und das MUSS irgendwie weitergehen, egal wie grau oder schwarz es hier momentan ausschaut.

Und es sieht momentan ziemlich schlecht aus. Ich bin immer noch verschnupft, voller Schleim und Bazillen – wie ich meinen Tanzunterricht gestern geschafft habe, weiß ich wirklich nicht. Ich hoffe, es wird heute besser.

Darüber hinaus habe ich einen GANZEN Tag vor mir, sogar ein ganzes Wochenende, von dem ich beim besten Willen nicht weiß, wie ich es füllen soll. Ich habe absolut keinen Schimmer, was ich tun könnte. Ich habe auch auf nichts Lust. Ich möchte am liebsten den ganzen Tag lang schlafen.

Weil ich krank bin, könnte ich mir das sogar gönnen. Nur werde ich dadurch gesünder oder füttere ich damit das andere Monster, das noch in meiner Wohnung lebt?

Noch 6 Tage bis zu meinem nächsten Vorstellungsgespräch. Noch 11 Tage bis zu meinem Arzttermin. Das ist doch kein Leben! Bewerbungen habe ich geschrieben. Gestern 5 Stück. Reicht das erstmal oder sollte ich noch auf anderen Plattformen weitersuchen?

Vielleicht wird es Zeit mich meiner Zettelwirtschaft zu widmen. Gestern habe ich schon ein bisschen was davon abgearbeitet, heute könnte ich vielleicht den Rest aufräumen. Wenn ich mich nur dafür motivieren könnte.

Momentan will ich nicht einmal Essen oder Duschen und es ist mir auch peinlich hier darüber zu sprechen. Alle Leute haben Probleme. Es könnte mir so viel schlimmer gehen. Stattdessen sitze ich hier und jammere ununterbrochen. Ich sehe bloß nicht, wie ich aus diesem Zirkel rauskomme und ich weiß nicht, wer mir helfen kann.

Ich habe einen guten Abschluss, einen 1,9-er Bachelor, aber ich weiß nichts damit anzufangen. Ich weiß nicht, wofür mich dieser Abschluss qualifiziert. Stattdessen fühle ich mich wie ein Versager, weil ich meinen Master abgebrochen habe, den ich auch mit einem Einser-Schnitt hätte abschließen können. Schuld daran ist nicht zuletzt mein Umfeld, das mich immer wieder fragt: Kannst du es nicht noch machen?

Will ich nicht. Deswegen habe ich es ja abgebrochen. Ist das so schwer zu kapieren? Und selbst wenn… Dann säße ich jetzt hier auch noch mit einem Master und hätte dieselben Probleme. Das ist doch zum Kotzen. Das Problem ist niemals ein fehlender Abschluss…. Das Problem ist ganz woanders…. Vielleicht existiert es auch gar nicht. Wer weiß das schon heutzutage?

Sechs der Münzen

Moin, ihr Seiten. Ich starte noch einmal neu. Es ist viel zu gutes Wetter, um Trübsal zu blasen. Ich möchte das alles nicht mehr und deswegen habe ich entschieden, nichts mehr von meinem lächerlichen Alltag zu schreiben, sondern von meinem imaginären Leben zu berichten. Die Flucht aus der Realität hat vorher gut funktioniert, also könnte mir das helfen, wieder neue Kraft zu tanken.

Ich habe gestern darüber nachgedacht, wann ich eigentlich mal wirklich zufrieden mit meinem Leben gewesen bin und mir ist eigentlich nichts eingefallen. Es gab immer irgendwelche Probleme, es gab immer irgendwelche Umstände, die mich genervt haben und es gab immer etwas, das ich ändern wollte.

Was ich schon immer und am allermeisten ändern wollte, ist mein Wohnort. Ich würde so gern mal für ein halbes Jahr einfach woanders hin. Ich wusste aber nie so recht, wie ich es anpacken soll. Die finanzielle Situation hat einfach nie gepasst, es gab zu viel, das mich hielt und ich habe nie den Mut aufgebracht, den Schritt wirklich zu gehen.

Was ich mir momentan am allermeisten wünsche, ist es einfach mal ein Wochenende in einer anderen Stadt zu verbringen. Ich möchte in das Leben anderer Leute hineinschnuppern. Wie existieren diese ganzen anderen Menschen überhaupt? Was machen sie so den lieben langen Tag? Warum scheinen alle immer so unendlich beschäftigt zu sein und warum gibt es Menschen, die glücklich sind?

Früher war ich auch immer beschäftigt und immer einigermaßen zufrieden. Es hat mir Spaß gemacht, Herausforderungen anzugehen und neue Sachen auszuprobieren. Ich denke, das würde es immer noch. Ich fühle mich momentan bloß von allem überfordert. Ich muss kleine Schritte gehen. Ich weiß bloß nicht welche. Ich wünsche mir Veränderung.

Der Krankenhausaufenthalt war eine ziemlich große Veränderung und ich habe das Gefühl, ich kann irgendwie nicht zurück in mein altes Leben. Ich brauche ein neues. Nur wie sollte das aussehen? Das ist die entscheidende Frage, die mich quält. Zu Hause halte ich es nicht aus. Aber wo soll ich hin? Wo bin ich willkommen? Wo kann ich etwas bewegen? Wo kann ich einen Beitrag leisten?

Das kleine Künstler-Ego | Samstag, 10. September 2016

Moin, ihr Seiten. Ich bin wieder im Krankenhaus. Aber in einem anderen Krankenhaus. Auf einer Station, die speziell für junge Leute ist. Es ist eigentlich ganz nett da. Alles ist freundlich, hell und die Aussicht ist fantastisch. Es gibt einen sehr schönen Garten.

Mir ging es nämlich wieder schlechter. Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen und auch sonst habe ich mich absolut komisch gefühlt. Nachdem ich mich dann am Morgen übergeben habe, entschied ich, ins Krankenhaus zu fahren. Ich hätte am Dienstag eh einen Termin gehabt. Jetzt bin ich halt schon früher da.

Wie es darüber hinaus weitergeht, weiß ich immer noch nicht so recht. Ich sehe weder eine lang- noch eine kurzfristige Perspektive. Ich muss aber weiter machen. Es hat mir Mut gemacht, mich auf der Station mit ein paar Mädels zu unterhalten, die schon länger mit diesen Themen zu tun haben.

Ich denke jetzt nicht mehr, dass ich mich zusammen reißen muss. Ich denke, dass ich Geduld brauche. So ein Energielevel, wie ich vor dem Krankenhaus hatte, werde ich so schnell wohl nicht wieder erreichen und es ist vielleicht auch besser so. Vielleicht auch nicht. Demut ist die Tugend der Stunde. Mit der Dankbarkeit hapert es noch.

Ich will versuchen, mein Selbstbewusstsein wieder soweit zusammen zu kratzen, dass ich wieder auf die Bühne gehen kann. Beim Classic Open Air habe ich mich so wohl gefühlt. Das ist meine Welt. Ich bin in Theater & Oper groß geworden. Ich fühle mich da zu Hause. Ich bin bloß nicht sicher, wie ich da einen Fuß in die Tür kriegen soll. Schließlich habe ich so gesehen keine professionelle Ausbildung in dem Bereich.

Classic Open Air was absolutely wonderful. Thank you #berlin for being my capital <3

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Eventuell könnte ich das noch nachholen, aber das wird mit viel Arbeit verbunden sein und am allerdringendsten brauche ich momentan einen Job.

Am Dienstag war ich ja beim Improtheater. Da will ich nächste Woche unbedingt wieder hingehen. Ich brauche Training. Ich brauche Erfahrung. Was ich auch probieren will, sind Lesebühnen oder Poetry Slams – aber damit hatte ich bisher gar nichts am Hut. Insofern ist die Hemmschwelle riesig!

Singen will ich unbedingt auch. Gerade weil ich so lange nicht gesungen habe und mich darin jetzt so richtig schlecht fühle, MUSS ich das machen. Alles, was es wert ist, gut getan zu werden, ist es auch wert, schlecht getan zu werden und am Anfang ist es IMMER schlecht, deswegen muss man es TROTZDEM machen, sonst wird es nie was.

Wenn ich in den letzten Jahren etwas über Kunst gelernt habe, dann das. Der einzige Weg, um den Perfektionismus zu überwinden ist, etwas einfach richtig schlecht zu machen, es wird dann irgendwann von allein besser. Sobald man aus dem Training ist, beginnt der Verfall. Und die Konkurrenz schläft nicht.

Es heißt also: Alle Zweifel beiseite schieben und dann Fake it till you make it. Wenn Tanzen keinen Spaß mehr macht, brauche ich etwas anderes, das meine Lebensgeister zurück bringt, damit ich mich wieder dem Ernst des Lebens widmen kann ohne zu kollabieren.

Königin der Kelche

Undank ist der Welten Lohn | Sonntag, 4. September 2016

Moin, ihr Seiten. Diese Woche haben wir fast geschafft. Damit gehen auch die Sommerferien zu Ende und ich gebe nächste Woche endlich wieder regulär Tanzunterricht. Ich freue mich sehr meine Schülerinnen wieder zu sehen. Sechs Wochen sind doch eine lange Zeit und gerade die Kinder sind danach meist völlig verändert.

Momentan fehlt mir irgendwie die Kraft mich wieder in meine Arbeit zu stürzen. Vor allem aber fehlt mir die Hoffnung und die Leidenschaft. Ich habe richtig Angst davor mich wieder voller Energie in eine Sache zu stürzen. Die vergangenen Monate haben einfach zu viele Enttäuschungen hervor gebracht.

Ich muss mich auf mich konzentrieren und auf das, was mir gut tut. Nur bin ich zur Zeit so verunsichert, dass ich gar keinen blassen Schimmer mehr davon habe, was mir gut tun würde. Ich möchte ja auch, dass mir etwas langfristig gut tut. Es ist bloß gerade bei keiner Sache abzusehen, ob sie langfristigen Erfolg bringen würde und so frage ich mich dann wieder, ob es nicht das Beste wäre, mir einen Job zu suchen, mit dem ich wenigstens eine Zeit lang über die Runden käme.

Lust habe ich darauf aber nicht. Hinzu kommt die Angst in einer – zwar anderen – aber genauso unbefriedigenden Lebenssituation festzustecken, wie jetzt. Ich frage mich einfach, ob mein Leben sich dadurch verbessern würde und ich kann darauf leider nicht mit Ja antworten. Die Eventbranche reizt mich momentan gar nicht mehr. Freizeitangebote gibt es wie Sand am Meer und es scheint unmöglich gegen die Konkurrenz anzukommen.

Als freie Künstlerin zu arbeiten, erscheint mir nach allem, was ich erlebt habe, aussichtslos. Hinzu kommt das schlechte Ansehen und die Anfeindungen, denen ich mich ausgesetzt fühle, ich sollte doch etwas „anständiges“ machen. Nun war Anpassung und Anständigkeit jedoch noch nie eine Stärke von mir und ich frage mich, warum ich mir das Leben so unendlich schwer mache. Könnte es nicht alles viel einfacher gehen?

Ich bin immer noch eine junge, intelligente Frau, sagte man mir. Ich könnte alles aus meinem Leben machen. Nur was könnte das sein? Gleichzeitig höre ich immer wieder, dass es mein Leben ist und ICH entscheiden müsste, was ich damit anfangen will. Warum aber muss ich überhaupt etwas anfangen? Ich möchte einfach nur leben. Ich möchte einfach nur tun, was mir Spaß macht.

Morgens gut gelaunt aufwachen, Morgenseiten schreiben und mich dann mit etwas Interessantem beschäftigen. Das war mein Leben bisher und es hat mir gefallen. Ich hatte so viele Ideen und Visionen, was man alles machen könnte und wie man die Welt zu einem besseren Ort machen kann. Nur meine Miete bezahlt sich nicht von allein.

Ich habe diese prekäre Lebensform so satt. Seit wie vielen Jahren bemühe ich mich, mir mit meiner Arbeit als Künstlerin den Lebensunterhalt zu sichern? Es klappt einfach nicht. Gleichzeitig möchte ich nicht anklagen. Ich möchte kein Opfer sein. Weder des Systems, noch des Staats, noch irgendeiner anderen Form von Diskriminierung. Ich habe mich dafür entschieden ein freies und selbstbestimmtes Leben zu führen und ich will auch zukünftig daran festhalten.

Es gefällt mir im Großen und Ganzen. Ich sträube mich dagegen meine Talente jemand anderem zur Verfügung zu stellen. Ich möchte nicht, dass jemand sich auf meine Kosten bereichert. Ich könnte so vieles tun: Schreiben, Webseiten erstellen, Kurse geben, Coaching – das alles und noch viel mehr.

Ich will bloß niemandem hinterherrennen müssen. Weder der Bezahlung, noch den Aufträgen, noch der Aufmerksamkeit und Anerkennung, die ich für meine seelische Gesundheit brauche. Das alles sollten doch Selbstverständlichkeiten sein. Auf Augenhöhe respektvoll miteinander umgehen zu können, das Gegenüber nicht auszunutzen und schließlich & endlich: Dankbar zu sein.

Der Stern

Damsell in Distress | Donnerstag, 1. September 2016

Moin, ihr Seiten. Wir haben einen neuen Monat. Er heißt September. Normalerweise habe ich mich immer über neue Monate, neue Wochen und neue Tage gefreut, bieten sie doch immer eine Chance zur Verbesserung. Aber momentan steht mir der Sinn gar nicht nach Freude. Ich möchte kotzen.

Ich habe irgendwie auf das falsche Pferd gesetzt. In den letzten Monaten ist ausnahmslos ALLES, was ich mir vorgenommen habe, schief gegangen. Ich dachte so oft, ich wäre an einem Punkt angekommen, an dem es schlimmer nicht werden kann und es wurde jedesmal noch schlimmer.

Ich habe immer versucht, positiv zu denken und mich nicht unterkriegen zu lassen, aber es hat alles nicht geholfen. Nun bleibt mir nichts anderes übrig, als das zu tun, gegen das ich mich immer gesträubt habe. Ich schlüpfe in die Rolle der hilfsbedürftigen jungen Frau, die alleine nichts auf die Reihe bekommt. Damsell in Distress. Ist es nicht das, was alle wollen?

Tatsächlich muss ich mir nicht mal mehr Mühe geben, um in diese Rolle zu schlüpfen. Ich stecke bereits mitten drin. Unfreiwillig! Bestimmt habe ich durch mein Verhalten dazu beigetragen, dass ich hier gelandet bin – das will ich gar nicht abstreiten.

Ich bin nach wie vor zu stolz einen Hartz IV-Antrag zu stellen. Das mag vielleicht dumm sein… Vielleicht ist es auch ein heldenhafter Akt zivilen Widerstands. Wer weiß das schon heutzutage?

Ich lebe in einer Welt, in der progressiver gesellschaftlicher und politischer Wandel von Fußballspielern, Musikern, Schauspielern und sonstigen Künstlern ausgelöst wird. Ich reibe mir die Augen und frage mich, ob das schon immer so war oder ob das ein neuer Trend ist, der erforscht werden sollte. Trendforschung ist nämlich eines meiner Lieblingshobbies.

Wo sind die Journalisten in diesem Land abgeblieben? Warum schreiben große Pressehäuser darüber, dass Erdogan und Putin sich gestritten haben als wären sie Kindergartenkinder? Benehmen diese erwachsenen Männer sich wirklich wie Kleinkinder oder werden sie nur so portraitiert und was sagt das alles über die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen aus, in denen ich lebe?

De facto habe ich in meiner Familie nun schon drei Mitglieder, die in Deutschland nicht wählen dürfen, obwohl sie hier leben, arbeiten und Steuern zahlen. Wenn ich mich auf den Straßen in Berlin umschaue, dann frage ich mich, ob die Gruppe der Nichtwähler und die Gruppe der Menschen ohne Wahlrecht (EU-Bürger, Expats, Migranten, Flüchtlinge etc.) nicht vielleicht schon eine große Koalition bilden könnten.

Wär doch toll, wenn sich neuerdings mal jemand mit ein bisschen Arbeitserfahrung in der heutigen Welt die Gesetze und Rahmenbedingungen ausdenken würde. Dann würde es vielleicht auch nicht Jahrzehnte dauern, bis sich mal irgendwas ändert. Durch die große Konkurrenz und das Überangebot an Bildung sind viele von uns nicht nur verdammt gut geworden, sondern auch verdammt schnell. Die berühmten Künstler sind nur die Spitze des Eisbergs einer neuen intellektuellen Elite, die sich nicht länger für dumm verkaufen lässt.

Sind wir schon Weltbürger genug, um ein staatsbürgerschaftlich-gebundenes Wahlrecht zu reformieren? Oder dürfen wir unsere weltverbessernden Visionen weiterhin ausschließlich über unsere Kaufkraft demonstrieren?

Acht der Stäbe

Das Spiel des Lebens

Der Jahresanfang ist eine gute Zeit, um ein bisschen nach vorn zu blicken und Gewohnheiten zu verändern. Und so sortiere ich mal wieder meine Angelegenheiten und Projekte neu. Ein kürzlich von mir neu entdecktes Blog hat mich dabei besonders inspiriert.

Auf Nerdfitness, das den Untertitel „Level up your life“ trägt, bringt Steve Kamb sich und andere Menschen dazu ihr Leben zu verbessern. Wie er das macht, erklärt er in diesem Video.

Das neue Jahr

Feuerwerk 5

Hatte ich es schon erwähnt? Ich freue mich ganz ganz doll auf dieses Jahr. Das kann nur großartig werden. Und obwohl das letzte Jahr sehr arbeitsintensiv war, ist es mir doch gelungen meine Vorsätze in die Tat umzusetzen und mein Leben weitestgehend zu entschleunigen, mir weniger Stress zu machen und mir selbst mehr Freiräume zu geben.

Dadurch bin ich wesentlich produktiver und gleichzeitig glücklicher geworden. Ich schätze das Eine geht nicht ohne das Andere. Man kann nicht unglücklich und gestresst sein und auf Knopfdruck Berge von guten Leistungen erbringen. Es geht so einfach nicht.

„Menschen sind auch nur nasse Säcke.“

Kurznachrichten KW 28

Kurznachrichten – KW 14

  • Das sollten sich alle hinter die Ohren schreiben: Arbeit, die Spaß macht, ist auch mehr wert!
  • Tag 3 der Installationsbemühungen – Langsam reicht’s!
  • Ich musste gleichzeitig niesen und husten. Davon bekam ich Schluckauf.
  • Ferien. Das heißt endlich mal Zeit Liegengebliebenes abzuarbeiten und mich vernachlässigten Projekten zu widmen. Und. Vielleicht. Ein klein wenig. Zu Chillen. Wär ja mal ganz nett.
  • Liebe Sonne, wir vermissen dich. Komm bald wieder!
  • Eine kurze Geschichte vom Kopieren und Kapieren.
  • Gute Nachrichten von Frau Zypries: Das Leistungsschutzrecht wird in dieser Legislaturperiode nichts mehr werden.
  • Zu alten Männern, die seltsam verschwurbelte Kommentare zur Weltpolitik publizieren und damit einen Riesenwirbel auslösen, habe ich nichts zu sagen. Manche Debatten sind so hanebüchen, dass man sich besser nicht darauf einlässt.
  • Tanzverbot? Aber doch nicht in Berlin! Überhaupt das erste Mal in meinem Leben, das ich davon gehört habe. Zum Glück!
  • Was sagt man dazu?
  • Meistgelesener Artikel: Im Hamsterrad
  • Suchbegriff der Woche: warum kann ich nicht auf twitter

Frühstücksgast - Karl der Käfer