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Schlagwort: August 2017

Sommerblues | Donnerstag, 31. August 2017

Moin, ihr Seiten. Heute ist der letzte Tag im August und der letzte warme Tag in diesem Jahr. Behaupte ich einfach mal so, nachdem ich mir die Voraussage für die Woche angeschaut habe. Deswegen werde ich heute mein schönes Kleid tragen. Oh, ja!

Meinen neuen Arbeitsvertrag habe ich unterschrieben. Die kommenden zwei Jahre sind also in Sack und Tüten. Früher aussteigen kann man ja immer, falls sich etwas dramatisch an meiner Lebenssituation verändern sollte. Natürlich hoffe und spekuliere ich darauf, dass dies der Fall sein wird. Aber ich erwarte es nicht.

Ich erwarte eigentlich auch nicht, dass sich bei mir so schnell der Alltag wieder einstellen wird. Schließlich ist immer noch vieles in der Schwebe, ich bin voller Motivation und habe mir  ja auch vorgenommen mein Leben zukünftig abwechslungsreicher zu gestalten.

Heute sehe ich auch endlich meine Therapeutin wieder. 3 Wochen haben wir ausgesetzt und ich platze fast vor lauter Veränderungen und Neuerungen, über die ich reden möchte. Aber nur unter 4 Augen. Nicht öffentlich im Blog.

Die Zeit in der Sommerresidenz ist nun endgültig vorbei, ich bin wieder zu Hause und die Schulferien sind auch zu Ende. Das kümmert mich aber nicht, da ich ja keinen Unterricht mehr gebe. Leider habe ich bislang versäumt, mir den Tanzraum anzusehen, der eine neue Tapete bekommen hat. Das muss ich unbedingt nachholen!

Viel mehr gibt es nicht zu berichten. Ich bin immer noch damit beschäftigt, anzukommen und mich neu zu sortieren. Die Euphorie von der Reise wirkt noch nach und ich hoffe wirklich sehr, dass sie mir noch eine Weile erhalten bleibt. Trübsal geblasen habe ich wohl lange genug.

Ins Leben stürzen | Mittwoch, 30. August 2017

Moin, ihr Seiten. Der August ist fast zu Ende. Sommerlich ist es zum Glück noch einigermaßen. Auf den Herbst freue ich mich so gar nicht. Ich könnte mich an dauerhaft sommerliches Wetter echt gewöhnen und hoffe, dass ich irgendwann mal die Gelegenheit bekomme, dem deutschen Klima dauerhaft zu entkommen. Noch ist es aber nicht so weit.

Meine Kündigung habe ich gestern abgegeben. Heute unterschreibe ich den neuen Arbeitsvertrag. So bin ich dann für weitere 2 Jahre erstmal in Sack und Tüten und habe genug Zeit, mich meiner Bildung zu widmen. Ich will so viel lernen, ich weiß gar nicht, wo mir der Kopf steht. Auch künstlerisch möchte ich mich weiterbilden. Jetzt, wo ich frei vom Unterrichten bin, habe ich die Möglichkeit neue Sachen zu beginnen.

Ich werde es, denke ich, mit Artistik versuchen. Etwas mit Tüchern oder so. Luftakrobatik. Unbedingt will ich auch Kontorsion machen. Und dann hatte ich mir ja diesen Clowns-Workshop rausgesucht. Der ist im September und ich muss mich noch dazu anmelden. Sobald ich wieder zu Hause bin.

Auch Auftritte will ich wieder machen. Tanz-Auftritte. Ich werde mir also mal meine Webseite vorknöpfen. Alles, was mit Unterricht zu tun hat, rausschmeißen und Adwords reaktivieren. Ich denke, wir könnten auch wieder mit unserer Tanzgruppe proben. Was ich auch unbedingt lernen will, ist Dabke. Obwohl ich nicht sicher bin, dass das etwas für mich ist, weil da viel gehüpft wird und ich bin nicht so ein Fan von Hüpfen.

Aber immer eins nach dem Anderen. Mein Stundenplan für das neue Semester wird wohl ziemlich voll werden. Ich denke aber, ich kann es mittlerweile schaffen, das zu stemmen, da ich gesundheitlich wieder voll auf der Höhe bin. Früher war ich auch viel aktiver als jetzt. Das wird mir gut tun, vor allem, wenn es Sachen sind, die mir gefallen.

Es ist wichtig, mich beschäftigt zu halten, damit ich nicht auf dumme Gedanken komme. Das Leben ist so schön und es gibt viel zu erleben. Zu lange habe ich mich zu Hause eingesperrt. Das wird sich jetzt ändern. Web-Development will ich immer noch lernen und das werde ich. Aber ich werde mir viel mehr Zeit dafür geben, als ursprünglich geplant, bevor ich wirklich anfange, mich der Selbständigkeit zu widmen.

Jetzt und Hier | Dienstag, 29. August 2017

Moin, ihr Seiten. Heute werde ich also meine Kündigung schreiben. Es ist das erste Mal, dass ich einen Job von mir aus kündige, sonst sind die Verträge immer einfach so ausgelaufen und ich habe ein bisschen Bammel. Klar ist es mein Recht jederzeit zu kündigen, aber trotzdem bange ich vor den Reaktionen. Ich möchte niemanden vor den Kopf stoßen und es wird sicherlich eine Überraschung sein, dass ich gehe.

Ich muss aber diesen Schritt machen. Ich will schließlich voran kommen und ich will Veränderungen sehen. Vor allem aber will ich jetzt mein Leben genießen. Jeden einzelnen Tag. Und nicht mehr in Vergangenheit oder Zukunft leben. Pläne schmieden ist ja schön und gut, aber es kommt sowieso immer anders als gedacht. Manchmal sogar besser als erwartet 😉

Voller Inbrunst lerne ich jetzt Spanisch. Nach dem ganzen Arabisch ist es so schön mal eine Sprache zu lernen, die richtig EINFACH ist. Ich denke, in ein paar Monaten werde ich schon einigermaßen fließend sprechen können. Es ist wirklich leicht und es macht großen Spaß. Natürlich lerne ich auch weiterhin Arabisch, habe aber meinen Lernplan stark abgewandelt. Ich will diese Sprache wirklich beherrschen und ich gebe niemals auf!

Meine Zukunft ist total ungewiss, deswegen konzentriere ich mich jetzt auf die Gegenwart. Es gibt so vieles, das ich möchte, bin aber gleichzeitig auch nicht sicher, ob ich es wirklich möchte. Wie könnte ich wissen, ob etwas das Richtige für mich ist, bevor ich es ausprobiert habe? Und bei manchen Dingen gibt es ja auch kein Zurück. Insofern warte ich damit, bis ich mir wirklich sicher bin.

Also probiere ich, teste und hangel mich so durch. Nichts ist für die Ewigkeit. Alles ist vergänglich. Schlechte Zeiten gehen vorbei, gute aber auch. Das durfte ich in diesem Jahr fest stellen. Nun kommt es nur darauf an, zu lernen, das zu akzeptieren. Auch wenn es schwer fällt.

Was zählt | Montag, 28. August 2017

Moin, ihr Seiten. Der Alltag hat mich wieder. Heute geht es zurück an die Arbeit. Ich bin gespannt wie viele hundert Mails sich in zwei Wochen wohl angesammelt haben und wie viele Aufgaben auf mich warten. In dieser Woche gibt es viel zu erledigen. Mein Leben wird sich nun grundlegend ändern.

Ich beginne damit jede Woche zu den Arabisch-Lerntreffen zu gehen und ab sofort Spanisch zu lernen. Außerdem werde ich meinen Job wechseln. Mit Web-Development geht es weiter, wenn ich wieder zu Hause bin, zur Zeit chille ich mit meiner Katze. Aber leider nur für ein paar Tage.

Ich möchte viel rausgehen, viele Menschen treffen, aber auch Zeit für mich und meine Weiterbildung haben. Denn das ist das wichtigste für mich: Wachsen und Gedeihen. Abschlüsse brauche ich nicht, alles was zählt, ist das, was ich zwischen den Ohren habe und das ist eine ganze Menge!

Trotzdem möchte ich einen Einstufungstest machen, um mein Hocharabisch weiter zu verbessern. Außerdem habe ich mir einen Kurs zu Dramaturgie rausgesucht. Ich werde also wieder in die Uni gehen.

Karrierepläne schiebe ich erst einmal ganz weit weg. Wen kümmert es schon, ob ich mir mein Business mit 28 oder 32 aufbaue? Vielleicht wird es auch niemals klappen mit der Selbständigkeit. Wer weiß das schon? Zur Zeit habe ich eher Lust Sachen auf Hobbyniveau zu machen: Tanzen, Webseiten bauen und viel, viel Lernen.

Viel wichtiger als die Frage, was wir machen, ist doch der Punkt, wie und mit wem wir es machen und ich stelle fest, dass Karriere nicht mein primäres Lebensziel ist, sondern …

Leben in Frieden | Sonntag, 27. August 2017

Moin, ihr Seiten. Nach zwei Wochen ohne Computer fällt es schwer, die Gewohnheit der Morgenseiten wieder aufzunehmen. Während meines Urlaubs hatte ich wenig Zeit zu reflektieren, was wirklich gut war. Ich hoffe, dass ich jetzt nicht wieder in alte Gewohnheiten verfalle, sondern es schaffe, mich beschäftigt zu halten. Wenig Zeit am Computer zu verbringen und stattdessen das Leben zu genießen, tut gut.

Entsprechend viel habe ich mir auch vorgenommen. Auf jeden Fall werde ich ab sofort jede Woche zu den Arabischlerntreffen gehen. Ich will die richtige Sprache lernen, um mit Menschen kommunizieren zu können und die Hochsprache nicht unbedingt. Die kann ich an der Uni weiter verfolgen. Dafür werde ich einen Einstufungstest machen lassen und dann wirklich hingehen.

Außerdem beginne ich Spanisch zu lernen. Da ich bereits einigermaßen Französisch spreche, sollte das nicht so schwer sein. Ich denke, in einem halben Jahr kann ich damit ganz gute Fortschritte erzielen. Das wird viel einfacher als Arabisch, das ich nun schon seit 3 Jahren lerne und immer noch nicht fließend beherrsche.

Ich denke aber auch, dass ich den Fokus falsch gesetzt habe. Wenn ich mich nun primär auf den Dialekt konzentriere, werde ich mich auch hier schon in wenigen Monaten gut ausdrücken können. Wenn ich noch länger in Palästina geblieben wäre, hätte ich bestimmt in kurzer Zeit große Fortschritte gemacht. Nun zum Glück gibt es auch genug Muttersprachler in Berlin mit denen ich üben kann, nicht zuletzt in meinem Haushalt.

A propos Haushalt. Nach meiner Reise bei der ich zunächst mit 5 Personen eine Wohnung geteilt habe und dann eine winzig kleine, in der wir zu dritt waren, kommt mir meine Einzimmer-Wohnung nun auf einmal unfassbar groß vor. Eine weitere große Erleichterung war es, in Berlin am Flughafen Polizisten zu sehen, die keine riesigen Waffen mit sich herum tragen.

Wir sind hier in Europa und Krieg, Gewalt und Terror sind unendlich weit weg. Das sollten wir niemals vergessen. Bei uns werden keine 13-jährigen Jungs erschossen, weil sie ein medizinisches Gerät tragen, das versehentlich für eine Waffe gehalten werden könnte. Bei uns gibt es keine Checkpoints mit bewaffneten Soldaten, die nach Lust und Laune Leute aus dem Verkehr ziehen, verhören und durchsuchen. Bei uns herrscht kein Militärrecht, wie in der Shuhada-Straße und es kommen auch nicht mitten in der Nacht Soldaten in dein Haus. Zu Übungszwecken.

Israel & Palästina – Meine Eindrücke | Samstag, 26. August 2017

Moin, ihr Seiten. Ich bin wieder da und seit 3 Stunden schon drücke ich mich davor diesen Beitrag zu verfassen. Wie sollte ich in Worte fassen, was ich erlebt habe? Stattdessen habe ich alle 500 Emails gelesen, meinen Koffer ausgepackt und die Waschmaschine angeschmissen. Heute Nachmittag werde ich meine Familie besuchen und am Montag geht es wieder zurück an die Arbeit.

Aber zurück zu meiner Reise. Eine Woche Hebron, Palästina – eine Woche Jerusalem, Israel. Zwei Länder in einem, die unterschiedlicher nicht sein könnten und die mich zutiefst getroffen haben. Ich ringe nach Worten. Es ist wirklich alles so eine Riesentragödie! Die politische Situation ist zwar recht stabil zur Zeit, trotzdem geschehen schreckliche Dinge, die für die Betroffenen zur Normalität geworden sind.

Stacheldraht, Soldaten, Mauern, riesige Knarren und viele, viele Steine überall. Die Wüste, das tote Meer, die unzähligen heiligen Stätten, so viel Lebensfreude, kulturelle Angebote, seltsam gekleidete Menschen. Es könnte alles so schön sein und doch teilt ein unüberwindbarer Graben die beiden Seiten voneinander. Rassismus ist überall. Gewaltandrohung allgegenwärtig. Man ignoriert sich so gut es geht. Aber so richtig gut geht es nicht.

Es bricht einem das Herz diese Traumatisierungen anzusehen. Eine Lösung des Konflikts scheint so utopisch und doch leben die Menschen irgendwie. So viel Stärke! Unerschütterlicher Glaube. Und doch sieht man keine Verbitterung. Aber Waffen, Waffen, Waffen. Es ist nicht richtig, was Israel tut und es ist beschämend, dass die Welt die Augen vor den anhaltenden Problemen verschließt.

Eine Lösung kann natürlich nur von innen kommen und ich bin sicherlich die letzte, die Antworten auf die vielen Fragen hat, die ungestellt im Raum schweben. Leben und leben lassen. Die Endlichkeit des Seins wird einem nirgendwo bewusster als an diesem Ort, an dem sich jahrtausendealte Reliquien befinden. Denkmäler der Zivilisation. Die Wiege der Menschheit und ihr heißester Konfliktherd. Gegenwart und Vergangenheit verdichten sich zu einem unauflöslichen Knoten von gekränkten Egos, die doch eigentlich dasselbe wollen, wie alle: Ein friedliches zufriedenes Leben führen.

Ein Herzenswunsch wird wahr | Donnerstag, 10. August 2017

Moin, ihr Seiten. Es ist soweit. In 2 Stunden werde ich am Flughafen stehen und mein Abenteuer beginnen. Eine Woche Palästina. Eine Woche Israel. Ich kann es immer noch nicht glauben, doch die Realität wird mich einholen! Schlafen konnte ich natürlich kaum. Schnupfen habe ich auch immer noch. Aber das alles ist jetzt vollkommen unwichtig!

Meine Sachen sind gepackt. Ich bin bereit. Hoffentlich habe ich nichts wichtiges vergessen. Was bin ich froh, dass ich mich für diese Reise entschieden habe. Endlich labere ich mal nicht dumm rum, sondern tue das, was ich wirklich möchte. Ein Herzenswunsch wird wahr!

Bis nach Hebron muss ich es ganz allein schaffen und das werde ich. Es geht von Berlin nach Tel Aviv mit dem Flugzeug, dann mit dem Sammeltaxi nach Jerusalem und vor dort aus mit dem Bus nach Hebron. Ich werde vermutlich den ganzen Tag unterwegs sein. Der Flug dauert nur 3 Stunden, aber man muss auch 3 Stunden vorher am Flughafen sein.

Ich bin gar nicht aufgeregt und freue mich einfach nur irrsinnig! Ich bin gespannt auf die vielen Unterschiede und neuen Eindrücke. Ich möchte sehen, was anders ist. Ob ich mich fühlen werde, als wäre ich in einer anderen Welt? Oder werde ich mich schnell heimisch und willkommen fühlen?

Was auch geschieht, ihr werdet von mir erst einmal nicht hören. Der Läppi bleibt zu Hause und ich bin weg. Urlaub! Mein erster Urlaub seit 4 Jahren.

Tschühüß! Shalömchen euch allen!

Neugier und Abenteuergeist | Mittwoch, 09. August 2017

Moin, ihr Seiten. Morgen ist es soweit. Morgen beginnt meine Reise. Ich weiß, ich rede schon seit Wochen von nichts anderem mehr, aber das liegt in der Natur der Sache. Ein kleiner Schritt für die Menschheit, ein großer Schritt für mich. Leider hat sich die dämliche Erkältung bislang nicht verkrümelt. Mein Koffer ist aber immerhin gepackt. Sogar ein neues Buch habe ich von Amazon geschickt bekommen, nachdem das erste bei irgendeinem Nachbarn verschollen ist.

Ich bin also bereit, stehe in den Startlöchern und kann es kaum erwarten. Heute noch arbeiten, morgen bin ich in einer anderen Welt. Tel Aviv heißt mein erstes Ziel. Von dort aus geht es über Jerusalem nach Hebron, wo ich eine Woche verbringen werde. In dieser Zeit werden wir auch viele andere Orte besuchen: Ramallah, Bethlehem, das tote Meer. Darauf freue ich mich ganz besonders!

Die zweite Woche verbringe ich in Jerusalem und Nazareth, also Israel, während ich zuvor in Palästina gewesen sein werde. Zwei Länder in zwei Wochen. Ein ziemlich volles Programm wenn ihr mich fragt.

Überall heilige Orte. Religion ist ja eigentlich gar nicht mein Thema, aber dort werde ich wohl nicht drum rum kommen. So viele Religionen (und heilige Orte) auf kleinem Raum. Dazu kommen politische Probleme, soweit das Auge reicht. So sehen jedenfalls meine Vorurteile aus. Ich bin gespannt, inwieweit mir die Realität die Augen öffnen wird.

Ich bin froh, dass ich mir so ein schweres, exotisches, konfliktreiches Urlaubsziel ausgesucht habe, anstatt einfach nach Mallorca zu fahren und am Strand zu liegen. Es zeigt immerhin, dass ich noch nicht vollständig verblödet bin und noch über ein gewisses Maß an Neugier und Abenteuergeist verfüge.

Morgen hört ihr noch einmal von mir, dann bin ich für zwei Wochen weg. Auf dass es die besten zwei Wochen meines Lebens werden mögen.

Der Countdown läuft | Dienstag, 08. August 2017

Moin, ihr Seiten. Ich könnte kotzen. Noch 2 Tage bis zu meiner Reise und bei mir hat sich eine fette Erkältung eingenistet. Was soll das denn bitte schön? Ich kann das jetzt gar nicht gebrauchen. Noch keinen Tag in diesem Jahr war ich erkältet und ausgerechnet jetzt, wo mein Abenteuer vor der Tür steht, musste es mich natürlich erwischen. Ich hoffe sehr, dass es nichts schlimmes ist.

Gestern habe ich die letzten Einkäufe erledigt, heute beginne ich meinen Koffer zu packen. Morgen werde ich noch mal meine Eltern besuchen und übermorgen geht es los! Ich werde so viel sehen, so viel erleben, so viel lernen! Hach, wenn es doch schon Donnerstag wäre (und diese dämliche Erkältung sich bloß verkrümelt hätte).

Bis dahin halte ich die Ohren steif und versuche mich nicht allzu sehr aus der Ruhe bringen zu lassen. Schließlich muss ich heute und morgen noch arbeiten. Weit weg scheinen die Tage, an denen alles schlimm war und ich nur gejammert habe. Jetzt muss einfach alles gut werden!

Ich bin wirklich, wirklich froh, dass ich mich für diese Reise entschieden habe. Auch wenn ich es zwischenzeitlich ein bisschen bereut habe und mir Sorgen machte, dass irgendetwas schief gehen würde, bin ich mittlerweile nur noch zuversichtlich und hocherfreut. Es wird schon alles klappen, andere Leute haben es vor mir geschafft und es wird sicher keine großen Komplikationen geben.

Gut ist auch, dass ich mich gesundheitlich wieder auf der Höhe fühle (zumindestens was meinen Geist betrifft) und ich nicht mehr von Stimmungsschwankungen, Launen und ähnlichem geplagt werde.

Auf ins Abenteuer | Montag, 07. August 2017

Moin, ihr Seiten. Noch 3 Tage und ich bin weg hey! Ich kann es echt kaum glauben. Ich bin so glücklich, dass ich mich für diese Reise entschieden habe. Endlich traue ich mich mal etwas zu machen, was ich wirklich von ganzem Herzen möchte. Ich bin unendlich gespannt, wie ich mit dem Nahen Osten klarkomme und wie es mir gefällt.

Davon zu träumen ist ja die eine Sache. Aber wirklich dort zu stehen und die Atmosphäre mit eigenen Augen aufzusaugen, ist doch noch mal etwas ganz anderes. Hoffentlich werden mir nicht alle Illusionen aus dem Kopf geprügelt. Ich habe in den letzten Jahren schon so viele von ihnen auf gewaltsame Weise verloren. Es wird Zeit für ein bisschen positive Erfahrungen.

Gestern habe ich im Treppenhaus einen Zettel aufgehängt bezüglich des Verbleibs meines Päckchens. Ich hoffe, es findet den Weg zu mir. Ich wollte das Buch doch im Urlaub lesen. Von Amazon habe ich bisher keine hilfreiche Auskunft bekommen.

Die Tage steht also Reisevorbereitung an. Letzte Kleinigkeiten einkaufen, vorbereiten, Koffer packen. Formulare muss ich auch wieder einmal ausfüllen und darüber bin ich ganz und gar nicht froh.

Aber das macht alles gar nichts, denn es sind nur 3 Tage und dann beginnt mein Abenteuer.