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Schlagwort: Bube der Stäbe

Jeder Tag ein Abenteuer | Mittwoch, 28. Juni 2017

Moin, ihr Seiten. Heute ist der 12. Tag ohne Medikamente und an Stabilität ist gar nicht zu denken. Wer hätte gedacht, dass der Juni zum Ende hin noch einmal so aufregend wird? Ich lasse mich davon nicht aufhalten und ziehe weiter durch. Ich will medikamentfrei sein und werde das auch schaffen.

Gestern habe ich fast den kompletten Tag verschlafen. Ich habe mich auch leicht fiebrig gefühlt. Heute habe ich scheinbar mehr Energie. Ob ich mich jedoch dazu aufraffen kann, etwas sinnvolles zu tun, z. B. das Geschirr abzuwaschen, kann ich noch nicht versprechen.

Leider ist heute morgen mein Theme kaputt gegangen. Nach dem Update ging die Seite nicht mehr, so dass ich es runternehmen musste. Das ist wirklich sau schade, denn ich mochte das Theme sehr. Jetzt sieht es hier also wieder weniger stylisch aus.

Heute fühle ich mich zumindest deutlich energiereicher als gestern. Ich werde wahrscheinlich gleich als erstes rausgehen und einen Spaziergang machen. Gestern Abend habe ich einen ziemlich langen Spaziergang gemacht. So lang, dass mir direkt die Füße weh taten.

Außerdem habe ich gestern Sushi gegessen. Da ich es nicht über mich bringen konnte, etwas zuzubereiten, habe ich mir etwas bestellt. Oh Wunder der Technik! Verrückte, wie ich, müssen nicht mehr hungern, wenn sie nicht kochen wollen. Das ist so super.

Gestern schon habe ich festgestellt, dass mein innerer Dialog reicher geworden ist. Ich bin gespannt, welche wundersamen Neuerungen ich heute bemerken werde. Krankheitssymptome sind bisher keine aufgetreten. Abgesehen von der Reizüberflutung und der Antriebslosigkeit geht es mir eigentlich ziemlich gut.

Zumindest sind das die Sachen, die ich benennen kann. Darüber hinaus kann ich gar nichts sagen, außer dass alles neu und aufregend ist. Ich bin so froh, dass ich endlich von den Medis wegkomme. Mein Körper freut sich auch. Er hat große Lust sich gesund zu ernähren und bewegt zu werden. Ich denke mal, dass jetzt auch das Tanzen wieder deutlich mehr Spaß machen wird.

Vielleicht schaffe ich es mich wieder auf eine Paleo-Ernährung umzustellen. Das wäre so super. Ich bin aber momentan noch weit weg davon. Vor allem habe ich keine Lust jeden Morgen Eier zu essen. Da muss es doch etwas anderes geben, was man sich gutes tun kann. Habe gestern ein bisschen recherchiert aber nichts gescheites gefunden.

Obwohl es draußen ziemlich warm ist, wie ich gestern bei meinem Spaziergang feststellen durfte, ist es hier oben in meiner Himmelsresidenz recht frisch. Es weht ein laues Lüftchen. Das könnte ganz angenehm sein, wenn ich nicht aktuell so leicht frieren würde. Meine Temperatur ist zum Glück wieder runter gegangen auf 37° Gestern Abend war sie leicht erhöht.

Ich will keine Schokolade | Mittwoch, 18. Januar 2017

Moin, ihr Seiten. Ich bin ein bisschen grummelig und griesgrämig drauf und ich kann gar nicht recht sagen, wieso. Ich hab einfach mal schlechte Laune und punkt. Vielleicht war es einfach zu viel Gegammel in den letzten Tagen, vielleicht ist es auch PMS, vielleicht auch sonstwas.

Schade, dass es keinen Knopf gibt, mit dem man sich auf Anhieb gute Laune verschaffen kann. Selbst Schokolade kommt gegen diese Trübsinnigkeit nicht an.

Gestern war ich in der Bibliothek und habe mir neue Bücher geholt. Bin gespannt, wie die wohl sein werden. Das eine habe ich schon zu lesen begonnen und es ist so naja. Ganz nett. Aber kein großes Kino. Wobei es nach den Büchern von Brandon Sanderson wahrscheinlich schwer ist, einen zu beeindrucken. Die sind nämlich extrem gut. Andererseits hatte ich danach schon ein anderes Buch gelesen und das hatte mir auch gefallen.

Ich weiß, Rezensionen schreiben ist meine Sache nicht. Twitter ist meine Sache auch nicht. Auf meinem Profil ist einfach nix los und das antimotiviert mich irgendwie. Vielleicht ist das auch nur die schlechte Laune heute.

Katzenvideos. Ich brauche Katzenvideos. Wo sind die denn, wenn man sie braucht?

Wunschkonzert | Mittwoch, 14. September 2016

Moin, ihr Seiten. Die Sonne steht schon hoch am Himmel. Als ich aufgewacht bin, war sie ganz rot. Der Tag sieht freundlich aus, wie auch schon die Tage zuvor. Anderthalb Stunden habe ich noch zu Hause. Dann muss ich wieder ins Krankenhaus.

Ich daddle so vor mich hin und versuche etwas zu finden, was mir Freude bereiten könnte, finde aber nichts. Nach wie vor denke ich darüber nach, wie ich mein Leben ändern könnte, da ich aber absolut kein Geld habe, fallen die meisten Sachen flach.

Ich sollte wirklich öfter ausgehen. Für die nächste Zeit habe ich mir vorgenommen einmal pro Woche Schwimmen zu gehen, zum Improtheater, Tanzunterricht 3x pro Woche und dann kommen ja ab Oktober noch so ein paar Vorlesungen etc. dazu. Außerdem brauche ich nach wie vor einen Job.

Früher habe ich es sehr genossen, allein zu sein und ich konnte mich immer selbst beschäftigen. Zur Zeit fällt mir das sehr schwer. Am Computer zu sitzen macht mir gar keinen Spaß. Ich kann mich auch nicht dazu aufraffen über einen längeren Zeitraum konzentriert zu arbeiten. Dabei brauche ich eigentlich nichts dringender als ein Projekt, das mich voll in Beschlag nimmt.

Mit den Mitmenschen läuft es auch alles andere als gut. Ich sehe mich irgendwie nicht in der Lage den Kontakt aufrecht zu erhalten. Vor einem Monat noch habe ich jeden Tag allen möglichen Leuten geschrieben. Mittlerweile fällt es mir sogar schwer auf Nachrichten zu antworten. Ich bin irgendwie völlig lethargisch. Wenn ich allein bin, bin ich unzufrieden. Wenn jemand anderes da ist, gehen mir diejenigen allzu schnell auf die Nerven.

Einerseits nutzt es gar nichts im Krankenhaus rumzuhängen. Andererseits nutzt es gar nichts zu Hause rumzuhängen. Noch nie in meinem Leben habe ich in so einem Loch gesteckt und ich weiß gar nicht, wie ich rauskommen soll. An wen soll ich mich bloß wenden? Wie kriege ich nur das Gefühl von Bedeutung wieder in mein Leben?

Mein Humor ist weg. Meine Freude an Musik ist weg. An Geduld mangelt es mir am meisten. Aber davon hatte ich eh nie besonders viel. Mein Selbstverständnis ist zerstört. Ich bin jetzt nichts besonderes mehr. Ich bin nur eine von Milliarden Menschen, die alle auf die ein oder andere Weise leiden und dieselben Probleme haben.

Kurz: Ich bin so, wie ich nie sein wollte. Und ich kann es mir nicht schön reden. Die wundersame Reise zu meinem Ego endete in einem Spiegelkabinett, das ich mutwillig zerstört habe und so sitze ich nun in einem Scherbenhaufen und sehe weit und breit nichts als gähnende Leere.

Mir ging es immer nur darum, dazu zu lernen, mich selbst zu verbessern, meine Ziele zu verfolgen, um die Welt ein bisschen schöner zu machen. Die Ziele sind weg. Die Welt macht, was sie will. Ende der Geschichte.

Leider nicht. Leider geht die Geschichte weiter und ich bin immer noch nicht gut genug, um eine Hauptrolle zu bekommen. Dabei ist das doch mein Film… Aber kann man gleichzeitig Regisseur und Schauspieler sein? Vor allem wenn man eigentlich Sängerin sein möchte und Tänzerin?

Bube der Stäbe