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Schlagwort: Die Gerechtigkeit

Für die Ewigkeit | Sonntag, 03. September 2017

Moin, ihr Seiten. Ich habe es tatsächlich geschafft, mich nicht in die Tiefen des Jammertals hinabziehen zu lassen und bin dem Elend erfolgreich entkommen. Ich hatte gestern einen wirklich schönen Tag und hoffe, dass heute ähnlich nett wird. Ich habe mir zwei Jacken gekauft und blicke dem Herbst nun nicht mehr feindselig entgegen.

Heute habe ich ziemlich viel zu tun. So im Haushalt. Sonntag ist ja offizieller Tag des Abwasches und viele weitere Dinge sind noch zu erledigen. Ich weiß nicht, ob ich alles schaffen werde, denn heute Abend gehe ich zum Arabisch Lerntreffen und vorher besuche ich meine Familie.

Jetzt gerade bin ich ziemlich müde und unmotiviert irgendetwas anzugehen, obwohl es natürlich das Beste wäre, sofort mit allem durchzustarten. Aber ich sehe nicht, dass ich das tun werde. Vielleicht ein bisschen Vokabeln lernen, obwohl ich das auch unterwegs im Zug machen könnte.

Mein Liebesleben ist chaotisch wie immer. Aber es hat sich auch drastisch verbessert in der letzten Zeit und so bin ich zuversichtlich, dass sich alles schon irgendwie fügen wird. Auf jeden Fall ist mein Leben durch den vielen Mist, den ich gebaut habe, doch deutlich bunter und tiefgründiger geworden.

Von einem 08/15-Lifestyle bin ich mittlerweile meilenweit entfernt und auch wenn das alles deutlich schwieriger macht als einfach dem festgetrampelten Pfad der Anderen zu folgen, so entspricht es doch eher dem, was ich eigentlich wollte. Alles hat Vor- und Nachteile. Nichts ist für die Ewigkeit.

Urlaub in der Komfort-Zone | Sonntag, 25. Juni 2017

Moin, ihr Seiten. Gestern früh war ich hochmotiviert mich an meine Arbeit zu machen, gekommen ist es dazu nicht. Es ist wohl an der Zeit mir einzugestehen, dass ich gerade nicht so kann, wie ich möchte und dass Erholung angesagt ist. Ich kann gar nicht so recht sagen, was mit mir los ist. Ich weiß nur, dass ich mich nicht motivieren kann, dass ich Reize stärker wahrnehme und dass ich mich nicht dagegen abschirmen kann.

Vor allem die Geräusche sind belastend. Schlimm sind aber auch die Gerüche. Ich fühle mich von den kleinsten Sachen belästigt. Gestern hatte ich zwischenzeitlich das Gefühl unter Herzrasen zu leiden, als wir jedoch den Puls gemessen haben, war alles normal. Ich verspürte auch Agitiertheit und den Drang mich sinnlos zu bewegen. Wie so ein Psycho, der in der Ecke sitzt und die ganze Zeit auf seinem Stuhl schaukelt.

Sowieso scheint mir Schaukeln die beste Beschäftigung momentan zu sein. Neben Spazierengehen. Ich sollte wahrscheinlich auch weniger Kaffee trinken, aber dazu kriege ich mich nun gar nicht bewogen. Zu tief verankert ist die Gewohnheit.

Ich akzeptiere also das Bedürfnis Urlaub in meiner Komfortzone machen zu müssen und werde morgen auf jeden Fall zum Arzt gehen. Wie ich mir bis dahin die Zeit vertreiben werde, weiß ich noch nicht. Arbeiten oder Lernen ist aber auf jeden Fall nicht angesagt.

Vielleicht werde ich meine Eltern besuchen und dort ein bisschen auf der Hollywoodschaukel sitzen. Zu Hause ertrage ich es nur schlecht. Vielleicht wäre es aber auch mal ganz gut, die Wohnung ein bisschen aufzuräumen. Das werde ich wohl noch hinkriegen. Körperliche Betätigung tut mir auf jeden Fall besser, als vorm PC zu hocken, zumal meine Konzentrationsfähigkeit nicht besonders gut ist aktuell.

Genug zu tun | Montag, 27. Februar 2017

Moin, ihr Seiten. Es ist schon 21 Uhr und ich habe heute noch keine Praline gegessen. Das muss ich gleich nachholen, denn ich habe sehr leckere Pralinen im Haus.

Heute war ein langer Arbeitstag. Deswegen konnte ich das gute Wetter gar nicht richtig genießen. Nur kurz auf dem Weg zur Arbeit und in der Mittagspause. Auf dem Nachhauseweg habe ich getestet, wie gut sich im Bus Pokemon Go spielen lässt und ich muss sagen, das funktioniert ganz gut.

Ich bin also nach wie vor im Pokemon Fieber. Besonders erfreulich, dass meine Silber-Edition heute schon gekommen ist. Da weiß ich ja auch schon, was ich morgen mache.

Sonstige Aktivitäten sind erstmal nicht geplant. Ich bin ganz in meinem Alltag eingespannt. Mit Arbeit, Tanzen und Therapie habe ich aber auch genug zu tun. Den freien Tag gönne ich mir gern.

Bin mal gespannt, wie mein Stundenplan nächstes Semester aussieht. Ich hoffe, ich schaffe es alles unter einen Hut zu kriegen. Noch spannender wird es übernächstes Semester. Da will ich den Arabisch-Kurs besuchen, der 4x die Woche stattfindet. Das wird dann wirklich viel mit 20 Stunden Arbeit und Tanzunterricht.

Heute lass ich es mir gut gehen und klinge den Tag ruhig aus. Die Couch ruft schon nach mir.

Es ist kalt | Mittwoch, 8. Februar 2017

Moin, ihr Seiten. Es ist verdammt kalt draußen. So kalt, dass ich zu Hause angekommen, die Jacke gar nicht ausziehen wollte, um erstmal ein bisschen aufzutauen. Das Thermometer sagt -4 Grad und so bleibt es auch die ganze Woche. Was fürn Mist.

Wenn wenigstens Schnee liegen würde, dann wäre das ja ganz schön, aber es ist absolut grau-braun draußen. Schnee ist hier nur für Samstag aufgeführt und da in Kombination mit Regen, das heißt, es bleibt eklig.

Meine Stimmung ist auch leicht eklig, aber nur leicht. Vielleicht liegt es auch an der leichten Erkältung, die sich hier eingenistet hat. So langsam wird es mir lästig. Halsschmerzen habe ich nicht mehr, aber der Schnupfen kommt so langsam aus seinem Loch gekrochen. Aber irgendwie auch nicht so richtig konsequent. Ich weiß auch nicht.

Heute war ich auf Arbeit, anschließend zu Hause, anschließend beim Tanzen. Der Unterricht war gut, wir sind mit der Choreo weitergekommen, alle hatten Spaß und wir haben sogar eine Neue im Team. Passt soweit alles. Auf Arbeit war es heute eigentlich auch ganz lustig, sodass es wirklich keinen Grund gibt Trübsal zu blasen, aber irgendwie tue ich es trotzdem.

Vor ein paar Monaten habe ich noch eifrig nach Veranstaltungen gesucht, die ich besuchen kann, zur Zeit steht mir der Sinn überhaupt nicht danach rauszugehen. Ich vermute es liegt größtenteils am Wetter. Es ist einfach kalt und ich möchte eigentlich gar nicht rausgehen. Ich hoffe, dass ich mich im Frühling / Sommer wieder ein bisschen mehr motivieren kann unter Leute zu gehen, denn aktuell mache ich das fast gar nicht. Und das ist schlecht.

Das Lotterleben | Montag, 21. November 2016

Moin, ihr Seiten. Das Lotterleben ist also wieder da. Gestern habe ich ein paar Bewerbungen rausgeschickt. Jetzt warte ich auf Rückmeldungen. Noch dazu bin ich wieder erkältet. Genau wie beim letzten Mal als ich Bewerbungen verschickt habe.

Ich habe bisher größtenteils Jobs im Kundensupport rausgesucht. Damit habe ich Erfahrung, das kann eigentlich nicht schiefgehen. Ich hoffe, der Job, den ich jetzt kriege, wird besser sein, als der, den ich verloren habe. Aber man hofft ja immer, dass es besser wird.

GerechtigkeitFalls sich daraus erst mal nichts ergibt, habe ich noch ein paar weitere Jobausschreibungen gespeichert. Irgendetwas davon wird mir wohl den Durchbruch bringen. Ich hoffe es sehr.

Darüber hinaus will ich heute in die Bibliothek fahren, denn meine Lektüre ist alle und irgendwie muss ich meine Zeit ja totschlagen.

Hach, das Lotterleben. Morgen habe ich wenigstens Uni und gegen Ende der Woche dann meinen ersten Therapeuten Termin. Darauf bin ich schon sehr gespannt. Ich frage mich, wie das wohl werden wird.

Das Murmeltier | Samstag, 24. September 2016

Moin, ihr Seiten. Ich glaube, ich brauche keine Eingliederungshilfen, denn ich habe für nächste Woche schon 2 Vorstellungsgespräche. Darüber freue ich mich ein bisschen, aber ich habe auch Angst davor. Gestern ging es mir verhältnismäßig gut, zumindest gegen Abend ist meine Stimmung etwas aufgeklart. Was das Wochenende bringen wird, weiß ich noch nicht.

Ich habe mir ein paar Sachen vorgenommen, unter anderem will ich zu einer Gospel A Capella Session gehen. Danach gibt es noch ein interessantes Konzert. Ob ich zu dem gehen will, habe ich aber noch nicht entschieden. Beides ist am Sonntag. Heute habe ich ein paar lockere Verabredungen.

Heute ist außerdem das Palästinensische Kulturfest, aber da werde ich wohl nicht hingehen. Das wird wahrscheinlich ein ziemlich großes Event und große Events mag ich nicht so gerne. Ich bin eher eine Freundin von kleineren Veranstaltungen.

Darüber hinaus warte ich weiterhin auf ein Wunder und arbeite an meiner Liste mit 150 stilvollen Beleidigungen für alle Lebenslagen. Mehr oder weniger.

Ich bin eigentlich wieder an genau dem selben Punkt, an dem ich vor einem Jahr schon einmal war. Eine großartige Chance alles besser zu machen, möchte man meinen und ich hoffe auch, dass mir das gelingen wird. Tiefer als ich jetzt bin, geht es nicht, so habe ich mir im letzten Jahr schon oft gesagt, aber diesmal ist der ultimative Tiefpunkt erreicht und ich muss auf die ein oder andere Weise umkehren.

Ich orientiere mich neu, versuche langsam wieder in der Realität anzukommen und nicht jeden Tag dasselbe zu erzählen. Ich gehe mir damit selbst auf die Nerven. Grüßt mir das Murmeltier.

Gerechtigkeit

Widersprüche & Hindernisse | Freitag, 16. September 2016

Moin, ihr Seiten. Ich habe die ganze Nacht durchgeschlafen und mein Appetit ist auch wieder zurück. Ich habe tatsächlich Hunger verspürt und auch gekocht und gegessen. Behandelt habe ich mich mit dem Saft einer Zitrone. Wenn das die Lebensgeister nicht zurück holt, was dann?

Ich habe sogar geträumt. Gestern war ich recht viel unterwegs und habe versucht mit möglichst vielen Menschen zu kommunizieren. Damit will ich fortfahren. Ich brauche nach wie vor ein möglichst stabiles soziales Umfeld, das mich hält.

Ich freue mich schon sehr auf die Theatergruppe am Dienstag. Schade, dass ich letzte Woche nicht hingegangen bin, wobei ich mich auch nicht danach gefühlt hatte. Es ärgert mich auch, dass ich den Arzttermin nicht wahrgenommen habe. Jetzt habe ich erst wieder in 4 Wochen einen.

Fürs Wochenende habe ich ein paar Verabredungen, auf die ich mich freue. Darüber hinaus werde ich wohl viel Spazieren gehen, kochen und mich um den Haushalt kümmern. Beschäftigungstherapie halt. Außerdem ist da ja noch die Wahl. Da werde ich wohl auch mal vorbei schauen.

In meinem kleinen Paralleluniversum spielt diese Wahl irgendwie keine große Rolle. Wenn nicht überall Plakate hängen würden, hätte ich davon wohl nicht wirklich viel mitbekommen. Den Plakaten nach zu urteilen geht es bei der Wahl um Kita-Plätze, Wohnungen und Rassismus.

Ich werde wohl hingehen, da es scheinbar mittlerweile ein Privileg ist, wählen zu dürfen. Viele Menschen in meinem Umfeld dürfen es nicht. Meine Stimme jemand Anderem zu geben, ist dieses Mal keine Option. Ich weiß, was ich wählen will und ich werde es auch tun.

Bei anderen Dingen fällt mir die Wahl nicht so leicht. Aber darüber habe ich ja schon mehr als genug geschrieben. Ich freue mich auf mein neues Studium, das im Oktober beginnt. Ich bin gespannt, wie es wird. Andererseits bin ich auch unsicher, ob es die richtige Entscheidung war… Wir werden sehen.

Ich recherchiere nach wie vor eifrig nach Veranstaltungen, die ich besuchen kann. Eventuell sollte ich zu einer Open Stage gehen. Aber nach Auftreten steht mir zur Zeit gar nicht der Sinn. Aber vielleicht einfach mal gucken, was andere Leute so machen.

Ich wünsche mir so sehr, mich einfach an irgendeine bestehende Gruppe dranhängen zu können. Nur woher nehmen, wenn nicht stehlen? Ein Künstlerkollektiv, eine Kommune, irgendein Projekt… Gleichzeitig fürchte ich mich davor, als Neueinsteiger dabei zu sein.

Diese Widersprüche… Mir stehen alle Möglichkeiten offen und nur ich selbst stehe mir im Weg. Es fehlt nach wie vor die Orientierung. Die Perspektive. Wie gehen andere Leute mit dieser Unsicherheit um, frage ich mich immer wieder… Die ultimative Lösung gibt es wohl nicht, obwohl ich mir nichts sehnlicher wünsche.

Gerechtigkeit