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Schlagwort: Fünf der Münzen

Israel & Palästina – Meine Eindrücke | Samstag, 26. August 2017

Moin, ihr Seiten. Ich bin wieder da und seit 3 Stunden schon drücke ich mich davor diesen Beitrag zu verfassen. Wie sollte ich in Worte fassen, was ich erlebt habe? Stattdessen habe ich alle 500 Emails gelesen, meinen Koffer ausgepackt und die Waschmaschine angeschmissen. Heute Nachmittag werde ich meine Familie besuchen und am Montag geht es wieder zurück an die Arbeit.

Aber zurück zu meiner Reise. Eine Woche Hebron, Palästina – eine Woche Jerusalem, Israel. Zwei Länder in einem, die unterschiedlicher nicht sein könnten und die mich zutiefst getroffen haben. Ich ringe nach Worten. Es ist wirklich alles so eine Riesentragödie! Die politische Situation ist zwar recht stabil zur Zeit, trotzdem geschehen schreckliche Dinge, die für die Betroffenen zur Normalität geworden sind.

Stacheldraht, Soldaten, Mauern, riesige Knarren und viele, viele Steine überall. Die Wüste, das tote Meer, die unzähligen heiligen Stätten, so viel Lebensfreude, kulturelle Angebote, seltsam gekleidete Menschen. Es könnte alles so schön sein und doch teilt ein unüberwindbarer Graben die beiden Seiten voneinander. Rassismus ist überall. Gewaltandrohung allgegenwärtig. Man ignoriert sich so gut es geht. Aber so richtig gut geht es nicht.

Es bricht einem das Herz diese Traumatisierungen anzusehen. Eine Lösung des Konflikts scheint so utopisch und doch leben die Menschen irgendwie. So viel Stärke! Unerschütterlicher Glaube. Und doch sieht man keine Verbitterung. Aber Waffen, Waffen, Waffen. Es ist nicht richtig, was Israel tut und es ist beschämend, dass die Welt die Augen vor den anhaltenden Problemen verschließt.

Eine Lösung kann natürlich nur von innen kommen und ich bin sicherlich die letzte, die Antworten auf die vielen Fragen hat, die ungestellt im Raum schweben. Leben und leben lassen. Die Endlichkeit des Seins wird einem nirgendwo bewusster als an diesem Ort, an dem sich jahrtausendealte Reliquien befinden. Denkmäler der Zivilisation. Die Wiege der Menschheit und ihr heißester Konfliktherd. Gegenwart und Vergangenheit verdichten sich zu einem unauflöslichen Knoten von gekränkten Egos, die doch eigentlich dasselbe wollen, wie alle: Ein friedliches zufriedenes Leben führen.

Ein Tag für mich | Samstag, 13. Mai 2017

Moin, ihr Seiten. Ich bin heute um halb 7 mit dem Gefühl aufgewacht: Ja, endlich mal einen Tag für mich! Das heißt, heute habe ich Zeit mich um meine Sachen zu kümmern. Ich will jetzt ReactJS lernen, denn ich habe einen Auftrag bei dem ich das brauchen kann. Zum Glück gibt es dazu Kurse bei CodeCademy, die werde ich mir für den Anfang vorknöpfen. Wir tauchen jetzt also richtig in die alltagstaugliche Programmierung ein. Spannend!

Andererseits ist der Javascript-Teil bei freeCodeCamp auch ziemlich verlockend, da ziemlich umfangreich. Wo fange ich da bloß an? Ich muss wahrscheinlich aufpassen, dass ich meine Erwartungen an den heutigen Tag nicht zu hoch schraube, ansonsten folgt die Ernüchterung auf dem Fuß. Ich kann ja gar nicht alles auf einmal schaffen und ich weiß gerade kaum, wo ich anfangen soll.

Der Trello Klon steht auch noch auf dem Plan, schließlich habe ich mir das als Ziel für das Erfolgsteam gesetzt und mein Kunde möchte auch, dass ich heute für ihn arbeite. Außerdem muss ich auch noch Einkaufen gehen und Essen machen und so etwas.

Dennoch denke ich, dass ich jetzt erstmal mit ReactJS anfangen werde und dann weitersehe. Dazu esse ich Mandeln und Rosinen und trinke Kaffee. Die letzte Tasse Kaffee, denn die Milch ist alle.

Gestern beim Sprachtreffen bin ich ziemlich schnell an meine Grenzen gestoßen. Ich habe zwar ziemlich viel verstanden, aber ich hatte auch das Gefühl, dass ich gar keine syntaktisch korrekten Sätze bilde, sondern nur einzelne Wörter aneinander reihe und das Ganze so gar keinen Sinn macht.

Trotzdem wurde ich verstanden, was gut ist und ich werde auf jeden Fall auch wieder zu so einem Treffen gehen, weiß aber nicht, ob es gleich nächste Woche schon sein wird. Es ist aber auf jeden Fall für den Lernprozess sehr förderlich, eine Gruppe zu haben, mit der man sich austauschen kann. Vielleicht steigert das auch meine Motivation mich wieder mehr um diese Sache zu kümmern. Ich will einfach mehr ausdrücken können und mir fehlen noch so viele Wörter.

Fakt ist: Ich mache Fortschritte. Fakt ist: Ich komme voran. Ich muss einfach Geduld mit mir haben und mir die Zeit geben, die ich brauche. Dann wird das alles schon irgendwie gehen. Ich habe mit dem Web-Developer Kurs gerade mal vor zwei Wochen angefangen und mit dem Arabisch lernen vor anderthalb Monaten. Wenn man das mal in diesem Kontext betrachtet, dann sieht es doch so aus, als ob ich ziemlich viel dazugelernt hätte. Ich brauche mir also keine Sorgen zu machen, festzustecken. Ich sollte viel eher aufhören, ständig Meta-Dialoge darüber zu führen und alles reflektieren und hinterfragen zu müssen.

Fragwürdige Inhalte | Donnerstag, 26. Januar 2017

Moin, ihr Seiten. Vielleicht sollte ich doch erst Eis essen und dann bloggen. Eigentlich hatte ich mich für das umgekehrte Verfahren entschieden: Erst Kunst und dann Nusseis. Getreu meinem Motto. Aber irgendwie will mir nichts rechtes einfallen, was ich schreiben kann.

Aber das Gute ist ja, sobald die Finger erst einmal in Bewegung sind, kommen auch die Worte geflossen und auch wenn der Inhalt dessen, bestenfalls fragwürdig ist, so bringt man auf diese Weise doch immerhin etwas auf Papier und kann im Idealfall seinen Schreibstil verbessern. Zack. Zwei Absätze.

Ich bin wieder einmal recht müde. Ich schlafe in letzter Zeit schlecht. Oder besser, ich wache zu früh auf und kann dann nicht mehr schlafen. Wenn ich schon den Luxus des um 8 Aufstehens habe, dann brauche ich doch um 6 nicht schon wach sein. Was soll das denn?

Es ist aber auch verfluxt dunkel. Muss an diesem Neumond liegen. Bewölkt ist der Himmel definitiv nicht. Tagsüber war es ziemlich hell, die Sonne hat auch wundervoll geschienen. Mal ganz was neues nach dem trüben Grau der letzten Wochen.

Leider leider funktioniert der Fahrstuhl in meinem Haus nach fast einer Woche immer noch nicht. Das ist mehr als ärgerlich, denn ich wohne ziemlich weit oben in einem 7-stöckigen Haus. Morgen muss ich wieder arbeiten und dann tanzen. Mein Handy fragt mich jetzt jeden Abend, wie mein Tag war. Dank der Tagebuch-App, die ich installiert habe.

Zufälle & Beats | Dienstag, 4. Oktober 2016

Moin, ihr Seiten. Die heutigen Morgenseiten wollte ich gern unter ein zufälliges Motto setzen, habe aber keinen geeigneten deutschen Zufallswortgenerator gefunden. Englische gibt es wie Sand am Meer, aber die meisten der deutschen generieren nur Fantasiewörter.

Was ich stattdessen gefunden habe, ist ein Tool, das sich rapscript nennt und alle 2-12 Sekunden neue Wörter ausgibt, die man für einen Freestyle Rap verwenden kann. Ziemlich coole Sache. Dazu werden noch ein paar Beats angeboten, die man drunterlegen kann und fertig ist der Rap.

Ein ziemlich cooles und anspruchsvolles Kreativitätstool auf jeden Fall. Nix für mich, aber vielleicht ja für den/die Eine/n oder Andere/n genau das, was sie gebraucht haben. Wer weiß das schon heutzutage?

Brauche ich jetzt noch ein Motto für diese Morgenseiten oder soll ich etwas aus meinem Privatleben erzählen? Die Dusche ist immer noch kaputt. Der Vermieter ist nicht zu erreichen. Der Kühlschrank ist leer. Ich bin erkältet. Das FU Campusmanagement ist auch nicht zu erreichen, wahrscheinlich überlastet.

Ich habe übertrieben viele Vorstellungsgespräche diese Woche und dann grätscht mir da noch diese kaputte Dusche dazwischen. Das ist doch einfach nur nervig. Und sollte ich wirklich darüber schreiben? Ist es das, woran ich mich in 5 Jahren noch erinnern möchte? Dass die Dusche kaputt war? Ernsthaft?

Ich möchte mich auch nicht daran erinnern, dass das Konto im Minus war. Ich hoffe, dass auch diese Zustände bald der Vergangenheit angehören…  Ich würde gern aufregende Beiträge über abenteuerliche Erlebnisse verfassen, aber es gibt außer dem täglichen Kleinkrieg einfach gar nichts zu berichten.

Fünf der Münzen