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Schlagwort: Fünf der Schwerter

Der Countdown läuft | Dienstag, 08. August 2017

Moin, ihr Seiten. Ich könnte kotzen. Noch 2 Tage bis zu meiner Reise und bei mir hat sich eine fette Erkältung eingenistet. Was soll das denn bitte schön? Ich kann das jetzt gar nicht gebrauchen. Noch keinen Tag in diesem Jahr war ich erkältet und ausgerechnet jetzt, wo mein Abenteuer vor der Tür steht, musste es mich natürlich erwischen. Ich hoffe sehr, dass es nichts schlimmes ist.

Gestern habe ich die letzten Einkäufe erledigt, heute beginne ich meinen Koffer zu packen. Morgen werde ich noch mal meine Eltern besuchen und übermorgen geht es los! Ich werde so viel sehen, so viel erleben, so viel lernen! Hach, wenn es doch schon Donnerstag wäre (und diese dämliche Erkältung sich bloß verkrümelt hätte).

Bis dahin halte ich die Ohren steif und versuche mich nicht allzu sehr aus der Ruhe bringen zu lassen. Schließlich muss ich heute und morgen noch arbeiten. Weit weg scheinen die Tage, an denen alles schlimm war und ich nur gejammert habe. Jetzt muss einfach alles gut werden!

Ich bin wirklich, wirklich froh, dass ich mich für diese Reise entschieden habe. Auch wenn ich es zwischenzeitlich ein bisschen bereut habe und mir Sorgen machte, dass irgendetwas schief gehen würde, bin ich mittlerweile nur noch zuversichtlich und hocherfreut. Es wird schon alles klappen, andere Leute haben es vor mir geschafft und es wird sicher keine großen Komplikationen geben.

Gut ist auch, dass ich mich gesundheitlich wieder auf der Höhe fühle (zumindestens was meinen Geist betrifft) und ich nicht mehr von Stimmungsschwankungen, Launen und ähnlichem geplagt werde.

Zeit Geben | Freitag, 17. März 2017

Moin, ihr Seiten. Ich stecke mitten im Gefühlschaos. Ich fühle mich eigentlich gut, stark und selbstsicher. Aber gleichzeitig bin ich verdammt verunsichert. Es ist irgendwie so ungewohnt und fühlt sich komisch an.

Meine Ärztin sagte, das ist meine Persönlichkeit, die jetzt wieder zum Vorschein kommt. Darüber sollte ich mich doch eigentlich freuen, aber irgendwie fühle ich mich so verletzlich und angreifbar. So als wäre das nur ein Traum. Wer bin ich und was ist von mir noch übrig geblieben? Dieser Frage sollte ich vielleicht nachgehen.

Eine Wahrnehmungsstörung zu haben ist ganz und gar nicht lustig. Man stellt auf einmal alles in Frage. Wenn man auf seine Sinne nicht mehr vertrauen kann, worauf denn dann?

Noch verzwickter ist es mit der Selbstwahrnehmung. Was ist normal BEI MIR? Was ist normal FÜR MICH? Wo liegt die Grenze zum Krankhaften?

Wieviel positiven Stress darf ich mir selbst machen? Wieviel Motivation ist schlecht für mich? Wo liegt der Punkt, bei dem das Gleichgewicht der Kräfte kippt? Und mache ich mir nicht vielleicht zu viele Gedanken darüber?

Überfordere ich mich bereits oder laufe ich gerade erst warm? Das ist der grundlegende Konfliktherd, an dem sich mein Geist erstmal scheidet. Es sind so viele Fragen in diesem Post und ich habe keine Antworten. Ich versuche mich an den neuen Gefühlsreichtum zu gewöhnen. Wahrscheinlich muss ich mir einfach nur ein wenig Zeit geben.