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Schlagwort: Juli 2017

Hickhack | Montag, 31. Juli 2017

Moin, ihr Seiten. Mein Wecker hat um 6 geklingelt, weil ich vergessen hatte ihn auszustellen. So was aber auch. Jetzt habe ich noch ein paar Stunden Zeit ehe ich zur Arbeit muss. Erst mal werde ich meine ganzen Nachrichten auf Couchsurfing beantworten, da hat sich in letzter Zeit einiges angesammelt.

So, Fanpost beantwortet. Kommen wir nun zum Tagesprogramm. Ich werde heute gar nichts tun. Zur Arbeit muss ich. Aber darüber hinaus? Ich denke darüber nach, was für Geschenke ich meinen Gastfamilien mitbringen kann. Viele weitere Dinge müssen bis zu meiner Abreise geplant werden. Ich wollte auch noch ein paar T-Shirts kaufen… usw

Immerhin ist das Wetter endlich gut geworden. Was nun natürlich heißt, dass ich den Garten gießen muss. Heute ist der letzte Tag im Juli. Ab morgen haben wir August. Nur noch 10 Tage bis zu meiner Reise und ich bin leicht am Ausflippen. Aber nur leicht.

Es ist krass, wie lange meine letzte Reise her ist. Ich sollte so etwas echt öfter tun. Leider hatte ich in der letzten Zeit nicht die Gelegenheit dazu. Aber jetzt wird ja bekanntermaßen alles anders und so werde ich zukünftig auch hoffentlich mehr reisen können.

Vielleicht werde ich es irgendwann auch einmal schaffen auszuwandern. Davon träume ich mittlerweile nun schon echt lange. Ich bin jung, ich bin talentiert, die Welt steht mir offen. So weit die Theorie. Mit der Praxis hapert es noch, aber das ist ja immer das Problem.

Ein Schritt nach dem Anderen und irgendwann werde auch ich das Leben meiner Träume führen. Zur Zeit tue ich das nicht. Aber ich wollte mir ja noch mindestens zwei Jahre Zeit geben. Andererseits will ich auch keine Zeit vergeuden. Wie immer bin ich hin und hergerissen. Eigentlich muss ich keine Entscheidungen treffen, andererseits möchte ich mich auf etwas festlegen und daran festhalten, komme, was wolle.

Das Problem ist nur, dass ich meine Entscheidungen meist kurze Zeit später schon wieder bereue und alles am liebsten rückgängig machen würde. Für ein Studium habe ich mich entschieden, aber bevor es begann, hatte ich schon keine Lust mehr darauf. Die Reise nach Israel würde ich jetzt wo sie kurz bevor steht am liebsten einfach absagen und der neue Job, für den ich mich beworben habe, bindet mich für weitere zwei Jahre an diese Stadt. (Nicht nur der Job)

Ich sollte also wirklich einfach aufhören Entscheidungen zu treffen. Momentan sehe ich mich nicht in der Lage dazu irgendetwas durchzuziehen. Ich tue es trotzdem, aber Gefallen finde ich daran nicht. So kann ich aber einfach kein neues Leben beginnen. Ich schätze ein radikaler Umbruch ist nicht drin. Ich muss alles langsam angehen und mich Stück für Stück an eine bessere Zukunft annähern. Der Schweinehund lässt sich nicht so einfach überwinden.

 

Auf den Zug warten | Sonntag, 30. Juli 2017

Moin, ihr Seiten. Heute scheint ein schicksalhafter Tag zu sein. Vor 3 Jahren war die beste Zeit meines Lebens. Seitdem bewege ich mich wie eine Fliege in Zick-Zack-Mustern auf einer Stelle und komme nicht davon weg. Heute vor einem Jahr wurde ich ins Krankenhaus eingeliefert. Meine Wahrnehmung hatte sich zu weit von der Realität entfernt.

Was heute passieren wird, weiß ich nicht. Vermutlich nichts. Ich habe geträumt, dass die S-Bahn an meiner Haltestelle einfach vorbeigefahren ist. An der nächsten Haltestelle habe ich die Gegenbahn genau verpasst, so dass ich warten musste. Ist das eine Charakterisierung meiner Lebenssituation? Ich bin an der falschen Station ausgestiegen und muss nun auf den nächsten Zug warten?

Um das Gedankenkarussel zu stoppen, habe ich gestern begonnen Harry Potter and the Deathly Hollows zu lesen. Draußen auf der Hollywoodschaukel. So lange bis mir die Nachbarskinder auf die Nerven gegangen sind.

Zuvor habe ich mal wieder Zukunftspläne geschmiedet und alles wieder hinten angestellt. Wollte ich nicht eigentlich Sängerin werden? Wie wäre es denn mein Studienfach zu wechseln und mich ein bisschen mit Theaterwissenschaften zu beschäftigen? Oder sollte ich lieber doch gleich alle Brücken abbrechen und als digitale Nomadin durch die Welt tingeln?

Völlig offensichtlich, dass ich keinen Plan habe, was ich will. Wenigstens das sollte ich doch aber wissen, wenn ich das Leben meiner Träume leben will. Ideen habe ich viele. Bloß entscheiden kann ich mich nicht. Woher soll ich wissen, was das Richtige für mich ist? Was mich wirklich glücklich machen würde?

Werde ich also ALLES ausprobieren müssen. Gesangsunterricht nehmen, ein paar Lehrveranstaltungen in Theaterwissenschaft besuchen (ich hoffe, ich kann mir das anrechnen lassen) und reisen. Ist ja eigentlich gar nicht so viel auf einmal, wenn man es mal auf die wesentlichen Punkte runterbricht.

Gönn dir, Brudi | Samstag, 29. Juli 2017

Moin, ihr Seiten. Ich bin mal wieder viel zu früh wach geworden und denke über den Sinn des Lebens nach. Nebenbei höre ich ein Interview mit dem erfolgreichsten deutschen Pokerspieler und lasse mir mal wieder meine Bedeutungslosigkeit vor Augen führen. Ich denke nach wie vor darüber nach, welchen Beitrag ich leisten kann, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen, tappe aber immer noch absolut im Dunkeln.

Ich fühle mich sinnlos und überflüssig. Ich habe versucht, meine Ansprüche runterzuschrauben und nicht mehr so viel von mir zu verlangen, aber es gelingt mir nicht recht. Ich bin nun 28 Jahre alt und habe immer noch keine 25 Millionen Euro verdient. Ich muss ein Versager sein.

Jetzt muss ich mir überlegen, wie mein Versager-Leben weiter gehen soll. Ich will auch endlich mal auf die Überholspur. Man kriegt leicht das Gefühl, das allen Anderen der Erfolg nur so zufliegt, während man selbst nichts vom Kuchen abkriegt. Natürlich ist es der Sache keineswegs dienlich, sein Leben mit 24-jährigen Poker-Millionären zu vergleichen. Warum bloß werden einem solche Geschichten andauernd unter die Nase gerieben?

Mich inspiriert das nur dazu, den Kopf in den Sand zu stecken und zu resignieren. Ich möchte doch dankbar sein und zufrieden mit dem, was ich habe. Das ist doch nicht nichts. Heute zum Beispiel steht mir der ganze Tag zur freien Verfügung. Allein der Gedanke daran deprimiert mich unendlich.

Ich sollte froh und glücklich sein, dass ich endlich Zeit habe, das zu machen, was ich möchte. Bin ich aber nicht, denn es gibt nichts, was ich wirklich möchte. Ich will mich aber auch nicht dazu zwingen müssen irgendetwas Spaßiges zu tun. Wo bleibt denn da der Spaß?

Nun ja. Ich gönne mir heute mal die schlechten Gefühle und tauche ganz tief in das Tal des Jammerns. Gute Laune wird völlig überbewertet. Der Mensch ist nicht dazu geschaffen, ewig gut gelaunt durch die Gegend zu hüpfen. Mit guter Laune würde ich mich auch viel zu weit aus meiner Komfortzone rausbewegen, wo ich es mir doch mit der Negativität so heimelig gemacht habe.

In drei Jahren werde ich mich an den heutigen Tag sowieso nicht mehr erinnern, also kann ich ihn auch gleich vergessen. Bis zu meiner Reise halte ich einfach die Zehen still und lasse mich nicht aus der Ruhe bringen. Die schlechten Angewohnheiten werde ich so schnell nicht los, also muss ich mich wohl oder übel mit ihnen arrangieren. Irgendwann werden sie von allein weggehen.

Das macht die Katze froh | Freitag, 28. Juli 2017

Moin, ihr Seiten. Ich chille jetzt also mit meiner Katze. Davon abgesehen bin ich viel zu früh aufgestanden. Um 6. Ich hätte noch locker weiterschlafen können, aber der Wecker war erbarmungslos. Mir stehen nun also zwei Wochen der Erholung bevor. Erholung von den Zuständen zu Hause. Hoffentlich wird mir das helfen Klarheit darüber zu finden, was ich WIRKLICH möchte.

Anschließend stehen mir noch zwei weitere Wochen der Erholung bevor. Viele neue Eindrücke werden auf mich einprasseln. In Jerusalem ist die Lage momentan nicht besonders gut. Ich hoffe, dass sich alles etwas beruhigen wird, bevor ich da hinkomme. Ansonsten wird das ein echter Abenteuerurlaub und ich weiß nicht, ob es die Art von Abenteuer ist, die man gebrauchen kann.

Wir haben ja den großen Luxus in friedlichen Verhältnissen leben zu dürfen. Was für ein Geschenk das ist, sollte man eigentlich niemals vergessen. Tatsächlich denkt man aber selten daran. Eigentlich sollte es auch kein Luxus sein. Eigentlich sollten alle Menschen in friedlichen Verhältnissen leben können. Leider ist es aber nicht so.

Ich könnte mich jetzt über die Schlechtigkeit der Welt auslassen, aber nach Schlechtigkeit steht mir der Sinn eigentlich nicht. Die schlechte Laune bin ich nämlich endlich los und ich werde den Teufel tun und sie mir freiwillig zurückholen. Stattdessen konzentriere ich mich auf positive Dinge und Sachen, die schön sind.

Schön ist zum Beispiel, dass morgen schon wieder Wochenende ist. Echt unfassbar, wie die Zeit momentan rast! Gehaltvolleres ist von mir momentan nicht zu erwarten. Ich genieße das Leben, versuche mir nicht so viele Gedanken zu machen und alles so anzunehmen, wie es kommt.

Mittelpunkt | Donnerstag, 27. Juli 2017

Moin, ihr Seiten. Heute ist der erste Tag seit langem, an dem ich mal mit halbwegs guter Laune aufgewacht bin. Das lässt doch hoffen. Bis zu meinem Urlaub sind es nur noch 14 Tage und es gibt noch viel vorzubereiten. Erst einmal mache ich es mir aber auf meinem Landsitz gemütlich. Dort werde ich jetzt die nächste Zeit meiner Katze Gesellschaft leisten. Mal sehen, ob mir die Zeit allein gut tun wird. Arbeiten gehen muss ich leider trotzdem. Schön ist aber, dass ich jetzt endlich mehr Freizeit habe, da der Tanzunterricht weggefallen ist.

Gestern Abend hat mich die Muse geküsst. Oder ich habe die Muse geküsst, je nachdem, wie man es sehen will. Auf jeden Fall habe ich mich mit interessanten Dingen beschäftigt und mich künstlerisch weitergebildet / mir Inspiration geholt. Es gibt ja so unfassbar viele Möglichkeiten sich künstlerisch auszudrücken und ich habe noch nicht herausgefunden, welche die richtige für mich ist. Ausprobieren ist also angesagt.

Weiterhin unklar ist auch, wo mein Leben mit mir hinwill. Ich habe mich jetzt mit der momentanen Situation abgefunden und werde nicht mehr darüber klagen. Eigentlich ist ja alles gut, so wie es ist, auch wenn es eher ungewöhnliche Umstände sind, in denen ich mich befinde. Aber wer will schon eine langweilige mittelmäßige Existenz? Das ist jetzt mein Totschlag-Argument für alles.

Wenn auch alles scheiße sein mag, so ist es doch wenigstens nicht langweilig. Leider ist es das die meiste Zeit zwar doch, aber 1) muss das ja keiner wissen und 2) liegt es an mir das zu ändern. Und ich werde es ändern, ich werde mein Leben in den Griff kriegen und ich werde wieder glücklich, zufrieden und zuversichtlich sein. Soweit der Plan.

Die Realität wird mir sicher hin und wieder einen Strich durch die Rechnung machen. Das kann sie schließlich am besten. Aber ich werde mich davon nicht länger verrückt machen. Shit happens. Das Leben geht weiter. Ich bin zwar der Mittelpunkt meines Universums, aber deswegen dreht sich noch lange nicht alles um mich.

Wer zuletzt lacht | Mittwoch, 26. Juli 2017

Moin, ihr Seiten. Tatsächlich habe ich gestern alles geschafft, was ich mir vorgenommen hatte, bis auf eine Sache: Ich konnte meine Daten nicht auf meinen neuen Rechner übertragen, weil die Festplatte zu klein ist. Das ist natürlich überaus ärgerlich und ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll.

Nur noch einmal schlafen, dann ziehe ich wieder auf meinem Landsitz ein. Draußen ist es regnerisch. Ich frage mich echt, ob das Wetter noch mal besser wird dieses Jahr. Meine Wetter-App sagt, dass es nächste Woche warm wird. Nun, dann wollen wir das doch mal glauben.

Gerade habe ich mir noch die lustigen Sprüche angeschaut, die ich während meiner Psychose auf facebook gepostet habe. Ich kann nach wie vor darüber lachen und finde, ich habe wirklich viele richtig lustige Sachen produziert. Leider bin ich die Einzige, die das witzig fand, allen anderen hat es eher Angst gemacht. Humorlose Welt.

Es ist völlig offenkundig, dass ich MEIN Publikum einfach noch nicht gefunden habe. Es muss doch Leute geben, die mit meinem verqueren Humor etwas anfangen können. Bis ich die gefunden habe, werde ich mich einfach selbst unterhalten. Ich versuche mittlerweile mein Leben mit Humor zu sehen und in jeder Situation etwas witziges zu finden. Aber das ist nicht so leicht.

In den allermeisten Fällen kann ich nur über meine eigene Dummheit lachen und das wiederum findet mein Ego nicht so schmeichelhaft. Es fängt dann an zu schmollen und versucht mich runterzuziehen, was ihm auch immer gelingt. Ich muss mir also echt mehr Mühe geben mit meinen Witzen.

Genie und Wahnsinn | Dienstag, 25. Juli 2017

Moin, ihr Seiten. Der Sommer zeigt sich mal wieder von seiner besten Seite: Es regnet. Ich habe mir für heute vorgenommen zum Friseur zu gehen, den Datentransfer zu meinem neuen Rechner abzuschließen und ein lästiges Formular auszufüllen. Damit könnte ich diesen Blogpost eigentlich beenden bzw. in den interessanten Teil desselben übergehen. Schließlich sind die alltäglichen Belanglosigkeiten das, was die meiste Energie raubt, aber eigentlich niemand hören will, während die komplexen Gedanken, die ich im Anschluss entwickele, der Grundstein für meinen Erfolg sind.

Heute vor einem Jahr begann die Hochzeit meiner Psychose. Drei Tage und drei Nächte habe ich nicht geschlafen und nichts gegessen und mich ganz dem Senden und Empfangen von kryptischen Botschaften gewidmet. Ich war in einem übermenschlich kreativen Modus und habe unentwegt neue Verknüpfungen gebildet. Alles Wissen dieser Welt stand mir zur Verfügung und hat sich in meinem Kopf zu neuen Geschichten verstrickt, deren Protagonistin ich teilweise war, aber nicht nur.

Es war absolut fantastisch und ich bin froh, dass ich das erleben durfte. Ich war Teil eines großen Ganzen, alles war miteinander verbunden und alles hat so viel Sinn gemacht! Es war völlig logisch! Für mich.

Seit diesem grandiosen Höhenflug befindet sich meine Kreativität im Schlummermodus. Ob sie sich davon erholen muss oder ob sie einfach dem Vergleich mit dieser Ur-Kreativität nicht standhält, vermag ich nicht zu sagen. Ich habe definitiv das Gefühl nichts gehaltvolles zustande zu bringen. Der Sturz von der Genialität in die Bedeutungslosigkeit war kein kleiner.

Geblieben ist nur der Größenwahn und mit ihm die Minderwertigkeitskomplexe. Eine fatale Union. Ich weiß nun zu was ich fähig bin, zu was mein Gehirn fähig ist und im Vergleich dazu sind die alltäglichen Belanglosigkeiten mehr als nur quälend. Dennoch muss ich mich mit ihnen abgeben und kann mich keinen neuerlichen Höhenflügen hingeben, auch wenn das mehr als verlockend scheint.

Wie auf der nebenstehenden Tarotkarte sind meine Augen und Arme verbunden. Ich kann nicht mehr aus dem Vollen schöpfen. Ich kann mich nicht mehr mit dieser Urkraft, die in mir steckt, verbinden. Ich bin nur noch ein Schatten von dem, was ich war. Negativsymptome nennt man das. Resignation, Lustlosigkeit, die Weigerung sich mit der entzauberten Welt wieder anzufreunden.

Die Revolution im Inneren | Montag, 24. Juli 2017

Moin, ihr Seiten. Nur noch 3 Tage dann ziehe ich auf meinem Landsitz ein. Das wird mir hoffentlich helfen ein wenig zur Ruhe zu kommen. Und dann steht auch schon mein Urlaub vor der Tür, auf den ich mehr als gespannt bin. Ich habe immer noch ein wenig Angst davor, bin aber mittlerweile zuversichtlicher, dass ich alles auf die Reihe kriegen werde. Ich bin sehr gespannt, was diese Woche an wunderbaren Neuerungen bringen wird.

Die letzten zwei Wochen hatten es ziemlich in sich und haben mich mental ziemlich herausgefordert. Ich hoffe, dass sich das wieder einpegelt und ich wieder zur Klarheit des Herzens finde. Der rosa Elefant hat mich ziemlich aus der Bahn geworfen, das war aber absolut absehbar und hat mich auch nicht wirklich überrascht. Wesentlich mehr überrascht hat mich der Fakt, wie wenig sich doch in 3 Jahren geändert hat.

Meine komplette Welt wurde aus den Fugen gehoben, ich habe Erfahrungen gemacht, die mich an die Grenzen meiner Existenz geführt haben, ich wurde durch unzählige Misserfolge gestählt. Der rosa Elefant hingegen hat sich kein Stück verändert. Die Art, wie ich ihn sehe, hat sich aber verändert und das vor allem in den letzten paar Tagen.

Ein Teil von mir wünscht sich immer noch ein Elefantenleben. Dieser Teil ist ausgesprochen hartnäckig und widerstandsfähig. Ein echter Revolutionär, der für eine bessere Welt sein Leben geben würde.

Die anderen Parlamentsmitglieder haben diesen Teil aber mittlerweile als Regierungschef abgewählt und sind nicht mehr bereit ihm blindlings zu folgen. Zu viele andere Faktoren sind zu beachten, wenn man einen Staat erfolgreich führen will. Das Volk will Reformen und keinen Bürgerkrieg.

Wenn es gelingen soll, dieses totalitäre Regime in eine freiheitliche Grundordnung umzuwandeln, muss es Eckpfeiler geben, an denen niemand rütteln darf. Zeit also dem Staat eine Verfassung zu geben und den Stimmen die grundlegendsten Menschenrechte zu gewähren. Das Wohl der Bürger muss über allem stehen. Und das nicht nur im Staate Israel.

Stur wie ein Esel | 17. bis 23. Juli 2017 » KW 29

Was habe ich erreicht?

  • Ich habe mich für einen neuen alten Job beworben.
  • Meine Zeit als Tanzlehrerin ist beendet.
  • Ich habe einen neuen Laptop.
  • Ich habe mir 2 Hosen gekauft.

Was war besonders gut?

  • Ich habe viele intensive Spaziergänge gemacht.

Was will ich?

  • Ich möchte aufhören, mich im Kreis zu drehen. Ich möchte Schritt für Schritt mein Leben verbessern und ich möchte wieder ganz neu anfangen.
  • Ich möchte mich nicht als Opfer fühlen und die Verantwortung für mein Glück und Wohlbefinden auf Andere abwälzen.
  • Ich möchte mir nicht eingestehen, eine schlechte Wahl getroffen zu haben. Ich möchte die vergangenen 3 Jahre nicht als einen einzigen riesengroßen Fehler sehen. Ich möchte mir nicht eingestehen, wie sehr ich in allem, was mir wichtig war, gescheitert bin.
  • Ich habe keine Lust mehr mir Gedanken darüber zu machen, warum es mir schlecht geht.
  • Es wird Zeit für einen neuen Lebensinhalt. Einen, der mein Leben besser macht, mich herausfordert und an meine Grenzen bringt.
  • Ich strebe nicht nach Glück. Ich strebe nicht nach guten Gefühlen. Ich strebe danach eins mit mir selbst zu sein und mir das Beste abzuverlangen, dessen ich in der Lage bin.
  • Ich möchte über mich und meine Probleme lachen können, anstatt immer alles so bierernst nehmen zu müssen.

Was habe ich mir vorgenommen?

  • Ich nehme mir mindestens 2 Jahre Zeit, um mit meinem Leben klarzukommen.
  • Ich will mein Studium fortführen.
  • Ich habe entschieden, dass es vielleicht mal besser für mich ist, ganz ohne Ziele und nur in den Tag hineinzuleben.
  • Ich versuche wieder Vertrauen in das Leben zu haben und mich darauf zu verlassen, dass alles gut werden wird.
  • Ich will nicht mehr krampfhaft versuchen die Situation unter Kontrolle zu bekommen, sondern mich zurücklehnen und beobachten, wie sich mein Leben von alleine wieder sortiert.

Wofür bin ich dankbar?

  • Ich bin dankbar, dass ich es immer noch schaffe aufrecht zu gehen.
  • Ich bin dankbar, dass ich so hartnäckig, stur und widerstandsfähig bin.
  • Ich bin dankbar, dass es mir gelingt, mich immer wieder neu zu orientieren.
  • Ich bin dankbar, dass ich flexibel bin.
  • Ich bin dankbar, dass ich soooo stark bin und so viel aushalten kann.
  • Ich bin dankbar, dass ich aus Fehlern lernen kann.
  • Ich bin dankbar, dass ich optimistisch in die Zukunft blicken kann und die Hoffnung habe, dass alles gut wird.
  • Ich bin dankbar, dass ich nach wie vor die Kraft habe an meinen Zielen festzuhalten.
  • Ich bin dankbar, dass ich mir Ruhe und Erholung gönne.
  • Ich bin dankbar, dass ich niemals aufgebe.

Alle Zeit der Welt | Sonntag, 23. Juli 2017

Moin, ihr Seiten. Eine überaus nervenaufreibende Woche neigt sich dem Ende zu. Dabei sind auch viele erfreuliche Dinge passiert. Gestern zum Beispiel habe ich mir zwei neue Hosen gekauft. Außerdem habe ich einen neuen Laptop bekommen, meinen Tanzunterricht beendet und mich für einen neuen Job beworben. Fantastisch war auch der Regen gestern, Wolkenbruch sollte man es vielleicht nennen, ein ordentliches Gewitter auf jeden Fall.

Trotzdem überwogen in dieser Woche die negativen Gefühle, denn sie waren deutlich stärker als die negativen Gefühle, die ich vorher so hatte. Das liegt daran, dass es diesmal tatsächlich einen äußeren Auslöser gibt, der mich emotional stark herausfordert, während ich mich vorher einfach grundlos schlecht gefühlt habe. Insgesamt bewerte ich das aber positiv. Ich lerne alte Gewohnheiten abzulegen und mich (zum Besseren) zu verändern. Das ist nie einfach!

Ich bin überaus gespannt, wie es weitergeht mit meinem Leben. Tatsächlich ist endlich einmal Bewegung in die Dinge gekommen und es sieht so aus, als könnte sich das Blatt nun zum Besseren wenden.

Zu große Hoffnungen will ich mir aber auch nicht machen. Es wird sicher eine Weile dauern, ehe sich alles neu sortiert hat. Der Jobwechsel geht nicht von heute auf morgen und auch die künstlerische Neuorientierung, auf die ich mich in dieser Woche endlich einmal einlassen konnte, wird nicht über Nacht von statten gehen. Alles braucht Zeit.

Gut, dass ich alle Zeit der Welt habe! Was mir dazu bloß noch fehlt, ist Geduld. Aber die lässt sich ja vielleicht erlernen.