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Schlagwort: Königin der Kelche

Naturwunder | Samstag, 09. September 2017

Moin, ihr Seiten. Heute beginne ich damit meinen Hocharabisch Kurs zu wiederholen. Außerdem möchte ich etwas schönes kochen, ich weiß aber noch nicht was. Ein schöner Wirsingkohleintopf würde mir zusagen. Sowieso ist der Herbst kulinarisch definitiv die beste Jahreszeit. Ein Grund sich darauf zu freuen, auch wenn das schlechte Wetter mir jetzt schon auf die Nerven geht. Es ist kalt, grau und regnet.

Gestern habe ich wie eine Bekloppte irreguläre spanische Verben gelernt. In meinem Duolingo Kurs geht es nun um Verben im Präteritum, aber das ist mir ein bisschen zu früh, da ich mich mit dem Präsens noch nicht sicher fühle. Sowieso lerne ich gerade einmal seit zwei Wochen Spanisch und es ist wirklich beeindruckend auf welchem Niveau ich mich bereits befinde.

Zwei Wochen sind ja nix. Vor allem wenn ich das mit meinen 3 Jahren Arabisch vergleiche. Es macht auf jeden Fall richtig Spaß Spanisch zu lernen und auch wenn ich mich wiederhole: Es ist so einfach!

Viel mehr habe ich für heute nicht geplant. Eventuell werde ich abends ausgehen, aber nur wenn ich Lust habe. Wenn ich mir das Wetter so ansehe, habe ich zwar keine, aber vielleicht ändert sich das noch im Laufe des Tages.

Über das Wetter mag ich mich auch eigentlich nicht beschweren. Es ist zwar ein bisschen kalt und nass, aber wir haben keine Erdbeben, keine Hurricanes und keine Sonnenstürme. Ja, vielleicht ist Deutschland doch gar nicht so schlecht. Auf solche Naturwunder kann ich jedenfalls gut verzichten.

Gönn dir, Brudi | Samstag, 29. Juli 2017

Moin, ihr Seiten. Ich bin mal wieder viel zu früh wach geworden und denke über den Sinn des Lebens nach. Nebenbei höre ich ein Interview mit dem erfolgreichsten deutschen Pokerspieler und lasse mir mal wieder meine Bedeutungslosigkeit vor Augen führen. Ich denke nach wie vor darüber nach, welchen Beitrag ich leisten kann, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen, tappe aber immer noch absolut im Dunkeln.

Ich fühle mich sinnlos und überflüssig. Ich habe versucht, meine Ansprüche runterzuschrauben und nicht mehr so viel von mir zu verlangen, aber es gelingt mir nicht recht. Ich bin nun 28 Jahre alt und habe immer noch keine 25 Millionen Euro verdient. Ich muss ein Versager sein.

Jetzt muss ich mir überlegen, wie mein Versager-Leben weiter gehen soll. Ich will auch endlich mal auf die Überholspur. Man kriegt leicht das Gefühl, das allen Anderen der Erfolg nur so zufliegt, während man selbst nichts vom Kuchen abkriegt. Natürlich ist es der Sache keineswegs dienlich, sein Leben mit 24-jährigen Poker-Millionären zu vergleichen. Warum bloß werden einem solche Geschichten andauernd unter die Nase gerieben?

Mich inspiriert das nur dazu, den Kopf in den Sand zu stecken und zu resignieren. Ich möchte doch dankbar sein und zufrieden mit dem, was ich habe. Das ist doch nicht nichts. Heute zum Beispiel steht mir der ganze Tag zur freien Verfügung. Allein der Gedanke daran deprimiert mich unendlich.

Ich sollte froh und glücklich sein, dass ich endlich Zeit habe, das zu machen, was ich möchte. Bin ich aber nicht, denn es gibt nichts, was ich wirklich möchte. Ich will mich aber auch nicht dazu zwingen müssen irgendetwas Spaßiges zu tun. Wo bleibt denn da der Spaß?

Nun ja. Ich gönne mir heute mal die schlechten Gefühle und tauche ganz tief in das Tal des Jammerns. Gute Laune wird völlig überbewertet. Der Mensch ist nicht dazu geschaffen, ewig gut gelaunt durch die Gegend zu hüpfen. Mit guter Laune würde ich mich auch viel zu weit aus meiner Komfortzone rausbewegen, wo ich es mir doch mit der Negativität so heimelig gemacht habe.

In drei Jahren werde ich mich an den heutigen Tag sowieso nicht mehr erinnern, also kann ich ihn auch gleich vergessen. Bis zu meiner Reise halte ich einfach die Zehen still und lasse mich nicht aus der Ruhe bringen. Die schlechten Angewohnheiten werde ich so schnell nicht los, also muss ich mich wohl oder übel mit ihnen arrangieren. Irgendwann werden sie von allein weggehen.

Das macht die Katze froh | Freitag, 28. Juli 2017

Moin, ihr Seiten. Ich chille jetzt also mit meiner Katze. Davon abgesehen bin ich viel zu früh aufgestanden. Um 6. Ich hätte noch locker weiterschlafen können, aber der Wecker war erbarmungslos. Mir stehen nun also zwei Wochen der Erholung bevor. Erholung von den Zuständen zu Hause. Hoffentlich wird mir das helfen Klarheit darüber zu finden, was ich WIRKLICH möchte.

Anschließend stehen mir noch zwei weitere Wochen der Erholung bevor. Viele neue Eindrücke werden auf mich einprasseln. In Jerusalem ist die Lage momentan nicht besonders gut. Ich hoffe, dass sich alles etwas beruhigen wird, bevor ich da hinkomme. Ansonsten wird das ein echter Abenteuerurlaub und ich weiß nicht, ob es die Art von Abenteuer ist, die man gebrauchen kann.

Wir haben ja den großen Luxus in friedlichen Verhältnissen leben zu dürfen. Was für ein Geschenk das ist, sollte man eigentlich niemals vergessen. Tatsächlich denkt man aber selten daran. Eigentlich sollte es auch kein Luxus sein. Eigentlich sollten alle Menschen in friedlichen Verhältnissen leben können. Leider ist es aber nicht so.

Ich könnte mich jetzt über die Schlechtigkeit der Welt auslassen, aber nach Schlechtigkeit steht mir der Sinn eigentlich nicht. Die schlechte Laune bin ich nämlich endlich los und ich werde den Teufel tun und sie mir freiwillig zurückholen. Stattdessen konzentriere ich mich auf positive Dinge und Sachen, die schön sind.

Schön ist zum Beispiel, dass morgen schon wieder Wochenende ist. Echt unfassbar, wie die Zeit momentan rast! Gehaltvolleres ist von mir momentan nicht zu erwarten. Ich genieße das Leben, versuche mir nicht so viele Gedanken zu machen und alles so anzunehmen, wie es kommt.

Wie ein Mäuschen | Freitag, 30. Juni 2017

Moin, ihr Seiten. Heute geht es mir wesentlich besser und das obwohl ich gestern den Abwasch nicht fertig gemacht habe. Ich habe immerhin ein bisschen was gemacht und das sollte doch etwas wert sein. Heute steht ein Auftritt an. Mein letzter Auftritt ist schon lange lange her und ich weiß gar nicht so recht, wie das werden soll. Aber da muss ich jetzt durch.

Es heißt also duschen, Auftritt vorbereiten, schick machen und dann ran an den Speck. Draußen regnet es schon seit 24 Stunden durchgängig und es ist kein Ende in Sicht. Ich finde das beruhigend und entspannend und bin froh, dass ich bis auf Weiteres nicht raus muss. Nervös bin ich wohl. Ich versuche nicht zu sehr in mein Inneres hineinzulauschen und mich abzulenken.

Schließlich möchte ich mir durch meine eigenen Gedanken nicht noch zusätzlichen Stress machen. Ich sollte wirklich weniger Kaffee trinken, das ist wahrscheinlich der Hauptverursacher meiner inneren Unruhe. Trotzdem kann ich es nicht lassen.

Obwohl ich heute morgen total motiviert und energiegeladen aufgewacht bin, fühle ich mich jetzt schon wieder ängstlich und unsicher. Ich sehe nicht, wie ich es schaffen soll meinen Alltag zu bewältigen und möchte mich am liebsten wieder ins Bett flüchten.

Ich denke, das werde ich auch tun. Es ist erst halb 9 und ich habe noch locker viel Zeit bis zu meinem Auftritt. Da kann ein bisschen Erholung doch eigentlich nicht schaden. Ich wünschte, ich könnte hier aufregendere Sachen berichten. Zur Zeit ist aber einfach nichts los.

Ich quäle mich von Tag zu Tag und hoffe, dass es mir schon bald wieder besser gehen wird. So langsam kann ich es irgendwie auch nicht mehr auf die Tabletten schieben. Ich glaube, ich habe einfach so schlechte Laune und fühle mich instabil. Vielleicht wird es aber auch einfach noch eine Weile dauern, ehe mein Hirn wieder auf der Höhe ist und ich mich wieder voller Elan und Begeisterung meinen Zielen widmen kann.

Es kann doch nicht so schwer sein | Mittwoch, 7. Juni 2017

Moin, ihr Seiten. Gestern war ein langer Tag, wie abzusehen, es war aber auch sehr schön. Das Erfolgsteam-Treffen war dieses Mal zwar kurz, aber dafür super effektiv. Wir arbeiten alle fleißig weiter an unseren Zielen. Lustig war, dass es genau dann anfing heftig zu regnen, als wir alle angekommen waren, so dass niemand wirklich nass wurde.

Mit der Fotografen-Seite bin ich gestern nicht fertig geworden und ich werde auch noch einmal von vorn anfangen, da ich mit dem Resultat nicht wirklich zufrieden bin. Es kann doch nicht so schwer sein, ein vernünftiges jQuery Gallery PlugIn zu finden, das die Funktionalitäten bietet, die ich mir wünsche.

Heute muss ich wieder arbeiten und tanzen. Ob ich zwischendurch die Zeit finde an meinen Projekten zu arbeiten, ist fraglich. Ich habe ja nicht nur #30Days30Sites vor mir, sondern will eigentlich auch noch an meinem PHP-Projekt weitermachen. Das ist der neue Stoff, auf den ich super gespannt bin.

So ärgerlich, dass ich heute nicht in Ruhe an meinen Projekten arbeiten kann. In einer Stunde muss ich schon los zur Arbeit. Da werde ich es wohl kaum schaffen, meine Fotografen-Seite fertig zu bauen. Sehr ärgerlich auch, dass ich daran so hänge. Ich war gestern so frustriert, dass ich gar keine Lust mehr hatte weiterzumachen. Heute ist zwar ein neuer Tag, aber davon genervt bin ich immer noch.

Immerhin ist heute das Wetter besser. Jedenfalls scheint es wärmer zu sein und auch weniger bewölkt. Den Termin beim Jobcenter hätte ich mir gestern klemmen können, aber mich fragt ja wieder keiner. Nun gut, zum Glück war es das letzte Mal, dass ich dort hinmusste, noch mal werde ich sicher nicht auf die Idee kommen, die könnten mir eine Weiterbildung finanzieren.

Gut, dass ich mich von dem Gedanken schon lange verabschiedet habe und ich bereits mittendrin stecke, meine eigene Weiterbildung zu machen. Schade nur, dass ich noch so viele andere Sachen zu tun habe und mich gar nicht richtig darauf konzentrieren kann.

Networking-Neuland | Dienstag, 16. Mai 2017

Moin, ihr Seiten. Der kleine Exkurs zu ReactJS war ja ganz interessant, aber ich glaube, ich bin noch nicht soweit. Ich will lieber diesen Monat wirklich erst einmal Javascript machen. Deswegen habe ich mir gestern noch einen Kurs auf Udemy geholt in Advanced Javascript. Es gab ein Angebot für 10 Euro, da musste ich zuschlagen.

Vorher mache ich aber noch die Code Cademy Web Projects und die Free Code Camp Intermediate Front End Development Projects. Dann bin ich auch bereit für den fortgeschrittenen Stuff. Soweit der Plan, den ich gestern gemacht habe. Heute steht erstmal noch mein Kundenprojekt an und dann muss ich zum BaFöG-Amt. Zack, ist auch dieser Tag wieder verbraten.

Ich kann es kaum glauben, aber ich habe mich gerade für ein Studententicket beim Ada Lovelace Festival 2017 angemeldet. Eigentlich stehe ich ja solchen großen Veranstaltungen eher skeptisch gegenüber, andererseits habe ich es aber auch noch nie probiert bei so einem Event dabei zu sein. Vielleicht ist es ja ganz toll. Das werden wir herausfinden. Frauen und Technik ist auf jeden Fall neuerdings meine Sparte und deswegen schadet es nicht, dort einmal reinzuschnuppern.

Theoretisch steht bei mir für nächste Woche auch ein WordPress-Meetup an. Ich weiß aber noch nicht, ob ich da hingehe. Ich ziere mich noch. Schließlich weiß ich nicht, was ich dort sagen soll. Da werden sicherlich viele Leute mit viel mehr Ahnung als ich sein. Das schüchtert mich ein. Womit wir wieder bei den Problemen von Frauen und Technik wären.

Vielleicht ist es keine schlechte Idee, die anderen Teilnehmer vorher zu stalken, um zu sehen, dass das auch nur Menschen sind. Es könnte sich dabei allerdings auch herausstellen, dass sie keine Menschen sind. Hahaha. Mhmhja. Vielleicht sollte ich da wirklich mal hingehen und mir anschauen, wie so ein Networking Event abläuft. Das ist ja alles totales Neuland für mich und vermutlich ein Riesenschritt raus aus der Komfortzone.

 

Will nicht drüber reden | Samstag, 15. April 2017

Moin, ihr Seiten. Ich werde euch nicht erzählen, dass sich bei mir wieder einmal hardcore Liebeskummer eingestellt hat. Dies ist schließlich ein öffentliches Blog und da möchte ich nicht von schlaflosen Nächten und verheulten Nachmittagen berichten.

Stattdessen erzähle ich euch lieber von dem Ausflugsziel, das ich mir ausgesucht habe: Das Pergamonmuseum will ich besichtigen. Das letzte Mal, dass ich da war, war ich noch in der Grundschule und erinnere mich entsprechend an nichts. Spätestens am Dienstag werde ich dort hingehen.

Mir ist aufgefallen, dass ich seit der Krankheit Angst habe, Dinge allein zu unternehmen. Deswegen fällt es mir auch so schwer den Trip an die Ostsee in Angriff zu nehmen. Ich fürchte mich davor, ganz auf mich gestellt zu sein. Zuvor habe ich es geliebt allein rauszugehen und die Welt zu erkunden, mittlerweile kriegen mich keine zehn Pferde mehr von meiner Couch.

Ich muss es also langsam angehen und da ist das Pergamonmuseum, in Anbetracht des schlechten Wetters, eine gute Wahl. Langweilen werde ich mich da sicher nicht, denn es gibt viel zu sehen. Wenn das Wetter wieder besser ist, möchte ich den Gutspark Neukladow erkunden. Da wollte ich schon lange mal hin.

Immer schön langsam, einen Schritt nach dem Anderen. Die große Reise steht ja wahrscheinlich auch noch im August an und bis dahin muss ich mein Selbstbewusstsein wieder auf Vordermann gebracht haben, sonst wird das ein Alptraum. Bis dahin quälen mich noch ganz andere Geister, aber ich hatte ja gesagt, ich will nicht darüber reden.

Luft nach oben | Samstag, 18. März 2017

Moin, ihr Seiten. Das Gefühlschaos hat sich zum Glück gelegt. Ich hatte heute aber auch echt einen entspannten Tag und das obwohl ich das Bad geputzt habe. Wahnsinn, dass es schon so spät ist. Bald ist Schlafenszeit.

Ich war echt die meiste Zeit frohen Mutes und hatte gar keine Gelegenheit mich zu grämen. Selbst das Bad putzen habe ich fröhlich fluchend hinter mich gebracht. Ich freue mich sehr auf den morgigen Tag. Morgen werde ich noch ein weiteres Buch lesen, zum Thema Wie wird man Virtuelle Assistentin.

Denn das ist aktuell das, was ich mir am besten vorstellen kann. Ich denke auch, dass mir dabei meine Fähigkeiten am ehesten zugute kommen werden. Ich kann WordPress. Ich kann Social Media. Ich kann Emails beantworten und Termine planen. Also alles nicht der Hit sollte man meinen.

Ich erträume mir, dass ich durch einen Job als Virtuelle Assistentin mehr Geld verdienen kann, als ich es aktuell tue. Denn momentan habe ich ja nur einen Studentenjob mit dem ich so 800 Euro im Monat verdiene. Mit einer Selbständigkeit muss es möglich sein mehr als das zu machen.

Es wäre so schön ein bisschen mehr Geld zur Verfügung zu haben. Dabei fühle ich mich eigentlich jetzt schon relativ reich. Schließlich hatte ich vorher immer nur 400 Euro Jobs. Da sind 800 Euro einfach mal das doppelte.

Natürlich liege ich damit immer noch am absoluten Existenzminimum, aber etwas anderes kenne ich auch gar nicht. Nie stand mir mehr Geld zur Verfügung. Ich weiß noch, wie reich ich mich gefühlt habe, als ich erstmals BaFöG bezogen habe. Aber auch da musste ich einen Großteil meines Geldes für Miete & Co ausgeben.

Nachdem ich nun einige Monate sprichwörtlich von der Hand in den Mund gelebt habe, kann ich eins mit Sicherheit sagen: Geld kann mir gar nix.

Ganz ohne geht es aber nicht. Wie es wohl mit zweitausend Euro im Monat wäre, kann ich mir kaum ausmalen. Das scheint mir so unerreichbar viel. Und doch ist das die Zahl, die ich bei einer selbständigen Tätigkeit anstreben würde. Das scheint mir das Minimum für ein gutes Leben zu sein.

Denn so wie ich momentan lebe, lebe ich zwar, aber das ist auch alles. Leisten kann ich mir fast nichts. Aber ich brauche auch fast nichts. Ich kaufe mir kaum etwas. So an Gebrauchsgegenständen jedenfalls. Essen muss ich natürlich. Aber sonst? Klamotten hab ich, Möbel hab ich, Bücher hole ich mir aus der Bibliothek oder lese gleich online. Sprich Blogs.

Ich brauche wirklich nicht viel. Gerade heute habe ich gelesen, dass für Berlin ein Reisebudget von monatlich 2000€ empfohlen wird. Nunja. In meinem Leben gibt es offensichtlich Luft nach oben.

Zu Hause schlafen | Dienstag, 13. September 2016

Moin, ihr Seiten. Heute darf ich zu Hause schlafen. Testweise. Um zu sehen, wie ich damit klar komme. Bin eigentlich gerade erst zur Tür rein und zack sitze ich schon am Computer und schreibe an meinen Seiten.

Morgenseiten sind es zur Zeit ja eigentlich nicht, weil es gar nicht morgens ist. Es ist schon gleich 19 Uhr. Zur Zeit geht es aber nicht anders, wegen Krankenhaus und allem.

Laut Statistik ist der beliebteste Beitrag auf diesem Blog der Kokos-Himbeer-Smoothie. Wird wohl eine Weile dauern, eh die neuen Beiträge auch irgendwie gut ranken.

Es stimmt schon, dass die negativen Gedanken irgendwie stark mit dem Zuhause verbunden sind. Auf jeden Fall kann ich ihnen hier nicht entkommen. Anderswo fällt es mir leichter mich zu distanzieren. Hier trifft mich immer wieder die Hoffnungslosigkeit. Wenn ich hier bin, will ich nichts anderes außer Schlafen. Das war nicht immer so.

Ich denke, dass das aber auch an der Hitze liegt. Ich sage es ja nur ungern, aber dieser Sommer ist für mich einfach ruiniert und da braucht der sich jetzt auch nicht mehr solche Mühe geben. Wenn ich die Fenster aufmache, ist es unglaublich laut in meiner Wohnung und ich ertrage das zur Zeit ganz schlecht.

Ich habe ein paar Stellenangebote gefunden, die mich interessieren könnten, aber beworben habe ich mich noch nirgendwo. Einen Schritt nach dem Anderen. Zunächst will der Lebenslauf überarbeitet werden und das geht irgendwie nicht so zwischen Tür & Angel bzw. Krankenhaus & Zuhause.

Die Theatergruppe schwänze ich heute. Wollte meinen Abend zu Hause genießen. Aber meinen Tanzunterricht werde ich diese Woche auf jeden Fall geben.

Ich habe mich in der letzten Zeit oft gefragt, ob mir das viele Schreiben überhaupt gut tut oder ob ich nicht davon eine Pause machen sollte. Nun ist es aber doof, dass ich gerade einen neuen Blog gestartet habe und so gesehen schon jetzt die Schnauze voll davon habe.

Vielleicht sollte ich die Morgenseiten auch wirklich nur morgens schreiben. Vielleicht sollte ich auch einfach aufhören zu Jammern und die 30 Posts durchziehen, die ich mir vorgenommen habe. Dann kann ich ja weiter sehen. Dieser Beitrag ist die Nummer 13. Bleiben also noch mindestens 17.

Ich werde mal ein bisschen abwaschen, ein bisschen Spazieren gehen, versuchen Kraft und Motivation zu tanken und melde mich dann morgen (und diesmal wirklich) früh zurück. Heute bin ich doch arg müde!

Königin der Kelche

Das kleine Künstler-Ego | Samstag, 10. September 2016

Moin, ihr Seiten. Ich bin wieder im Krankenhaus. Aber in einem anderen Krankenhaus. Auf einer Station, die speziell für junge Leute ist. Es ist eigentlich ganz nett da. Alles ist freundlich, hell und die Aussicht ist fantastisch. Es gibt einen sehr schönen Garten.

Mir ging es nämlich wieder schlechter. Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen und auch sonst habe ich mich absolut komisch gefühlt. Nachdem ich mich dann am Morgen übergeben habe, entschied ich, ins Krankenhaus zu fahren. Ich hätte am Dienstag eh einen Termin gehabt. Jetzt bin ich halt schon früher da.

Wie es darüber hinaus weitergeht, weiß ich immer noch nicht so recht. Ich sehe weder eine lang- noch eine kurzfristige Perspektive. Ich muss aber weiter machen. Es hat mir Mut gemacht, mich auf der Station mit ein paar Mädels zu unterhalten, die schon länger mit diesen Themen zu tun haben.

Ich denke jetzt nicht mehr, dass ich mich zusammen reißen muss. Ich denke, dass ich Geduld brauche. So ein Energielevel, wie ich vor dem Krankenhaus hatte, werde ich so schnell wohl nicht wieder erreichen und es ist vielleicht auch besser so. Vielleicht auch nicht. Demut ist die Tugend der Stunde. Mit der Dankbarkeit hapert es noch.

Ich will versuchen, mein Selbstbewusstsein wieder soweit zusammen zu kratzen, dass ich wieder auf die Bühne gehen kann. Beim Classic Open Air habe ich mich so wohl gefühlt. Das ist meine Welt. Ich bin in Theater & Oper groß geworden. Ich fühle mich da zu Hause. Ich bin bloß nicht sicher, wie ich da einen Fuß in die Tür kriegen soll. Schließlich habe ich so gesehen keine professionelle Ausbildung in dem Bereich.

Classic Open Air was absolutely wonderful. Thank you #berlin for being my capital <3

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Eventuell könnte ich das noch nachholen, aber das wird mit viel Arbeit verbunden sein und am allerdringendsten brauche ich momentan einen Job.

Am Dienstag war ich ja beim Improtheater. Da will ich nächste Woche unbedingt wieder hingehen. Ich brauche Training. Ich brauche Erfahrung. Was ich auch probieren will, sind Lesebühnen oder Poetry Slams – aber damit hatte ich bisher gar nichts am Hut. Insofern ist die Hemmschwelle riesig!

Singen will ich unbedingt auch. Gerade weil ich so lange nicht gesungen habe und mich darin jetzt so richtig schlecht fühle, MUSS ich das machen. Alles, was es wert ist, gut getan zu werden, ist es auch wert, schlecht getan zu werden und am Anfang ist es IMMER schlecht, deswegen muss man es TROTZDEM machen, sonst wird es nie was.

Wenn ich in den letzten Jahren etwas über Kunst gelernt habe, dann das. Der einzige Weg, um den Perfektionismus zu überwinden ist, etwas einfach richtig schlecht zu machen, es wird dann irgendwann von allein besser. Sobald man aus dem Training ist, beginnt der Verfall. Und die Konkurrenz schläft nicht.

Es heißt also: Alle Zweifel beiseite schieben und dann Fake it till you make it. Wenn Tanzen keinen Spaß mehr macht, brauche ich etwas anderes, das meine Lebensgeister zurück bringt, damit ich mich wieder dem Ernst des Lebens widmen kann ohne zu kollabieren.

Königin der Kelche