Zum Inhalt

Schlagwort: lernen

Online Arabisch Lernen – So gelingt’s

Arabisch ist eine der bedeutendsten Sprachen der Welt und dazu noch wunderschön. Ich kann jedem nur empfehlen sich damit zu beschäftigen. Obwohl ich auch einen Kurs an der Uni gemacht habe, habe ich doch das meiste übers Internet gelernt. Die heutigen Möglichkeiten erlauben uns in kurzer Zeit große Fortschritte im Erlernen einer Sprache zu machen und das nur mit einigen Minuten Zeitaufwand täglich.

Nachdem ich 3 Jahre lang Arabisch gelernt habe und es immer noch mit großer Freude tue, möchte ich heute meine Erfahrungen teilen und die Seiten und Kurse vorstellen, mit denen ich gelernt habe bzw. immer noch lerne. Nachmachen erwünscht!

Schrift

Bevor es richtig losgeht, solltest du die Schrift erlernen. Die arabische Schrift ist nicht ganz einfach, da es nicht nur mehr Buchstaben als bei uns gibt, sondern diese je nach Vorkommen im Wort anders geschrieben werden. Also ein Buchstabe sieht anders aus, wenn er am Anfang oder am Ende eines Wortes auftaucht. Noch dazu wird von rechts nach links geschrieben, aber das weißt du sicherlich schon.

Um die Buchstaben zu erlernen habe ich mit großem Erfolg diesen Memrise Kurs genutzt.

Die arabische Schrift zu lernen, ist die größte Hürde, die es zu bewältigen gilt und es dauert eine ganze Weile ehe man wirklich flüssig lesen kann. Wenn man das jedoch erst einmal gemeistert hat, ist das Arabische aber plötzlich nur noch eine Sprache wie jede Andere. Die Grammatik ist nämlich gar nicht so schwer, wie man vielleicht erwarten würde und noch dazu sehr logisch.

Grammatik

Einen richtigen Arabisch Sprachkurs kann man auf busuu machen. Ich empfehle die Premium-Mitgliedschaft, denn nur so habt ihr Zugang zu allen Grammatikübungen. Testen könnt ihr es aber natürlich kostenlos.

Vokabeln

Für Vokabeln ist Memrise unschlagbar. Ich empfehle diesen Kurs mit den 5000 wichtigsten Arabischen Wörtern für jene, die keine Probleme damit haben in Englisch zu lernen. Alle Anderen sollten es mit diesem Kurs in Modernem Hocharabisch versuchen. Damit lernt ihr die richtigen Vokabeln, um euch gewählt auszudrücken.

Sprachpartner

Nichts ist leichter, als Konversationspartner zum Arabisch Lernen zu finden. Sie lauern quasi an jeder Ecke, wenn man ein bisschen offen durchs Leben geht. Die Araber sind nämlich viel gesprächiger und offener als die Deutschen und wenn man ihnen (am Besten auf Arabisch) vermitteln kann, dass man ihre Sprache lernt, sind sie meist begeistert und bieten ihre Hilfe an.

Wer noch keine arabischen Freunde hat, der findet zumindest auf facebook garantiert welche. Ein guter Anlaufpunkt sind die Gruppen Deutsch und Arabisch Lernen oder Tandem Deutsch Arabisch Lernen. Aber auch auf busuu oder Meetup kann man leicht Lernpartner kennenlernen.

Chatfreundschaften sind die Brieffreundschaften des 21. Jahrhunderts und sind ein super Weg, um eine Sprache zu vertiefen. Noch besser ist es natürlich sich eine/n Tandempartner/in zu suchen und sich regelmäßig zu treffen.

Medien

Am einfachsten lernt sich eine Sprache mit Kinderbüchern oder Kinderfilmen. In dieser Youtube Playlist finden sich sage und schreibe 104 arabische Cartoons für Kinder. Viel Spaß beim Gucken!

Für die Fortgeschrittenen unter uns ist die Lernplattform von Al Jazeera empfehlenswert. Dort findet man Texte und Videos auf Arabisch und kann so sein Verständnis der Sprache auf ein neues Level bringen.

Fazit

Arabisch lernen ist heute leichter denn je und macht dank spielerischer Apps mehr Spaß als je zuvor. Eine Sprache zu lernen ist natürlich ein Langzeitprojekt und erfordert kontinuierlichen Einsatz, die Möglichkeit sich mit fremden Menschen verständigen zu können, birgt jedoch bereits die Belohnung in sich. Ich hoffe, ich konnte dir mit meinem Artikel ein paar Anregungen geben, das Projekt Arabisch lernen in Angriff zu nehmen und freue mich über Fragen und Ergänzungen.

Kennst du weitere tolle Gruppen, Webseiten und Apps mit denen das Arabisch lernen Spaß macht? Dann ab damit in die Kommentare, ich teste gern alles aus. Wenn du noch Fragen hast oder eine/n Lernpartner/in suchst, kannst du mir auch gern jederzeit schreiben. Ich freue mich, wenn ich helfen oder vermitteln kann.

Exzessives Lernen | Donnerstag, 13. April 2017

Moin, ihr Seiten. Ich bin richtig knülle. Das war ein anstrengender Tag. Ich war viel unterwegs und habe viel erlebt. Sogar ein paar Tränchen habe ich vergossen. Deswegen bin ich jetzt auch völlig leer und habe eigentlich nicht mehr viel beizutragen. Ich freue mich auf mein Bettchen.

Ich freue mich auch auf die bevorstehenden Feiertage. Sage und schreibe 5 Tage am Stück habe ich frei. Das ist doch fast schon ein kleiner Urlaub. Viel vorgenommen habe ich mir nicht. Mir fallen auch so sicherlich genug Dinge ein, die ich erledigen kann. Heute habe ich mit Codewars begonnen. Das ist eigentlich ganz witzig. Man muss kleine Programmier-aufgaben lösen, um Punkte zu sammeln und im Level aufzusteigen.

So lerne ich nun nicht nur Arabisch, sondern auch noch Programmieren. Arabisch lerne ich ziemlich exzessiv. Ich habe jetzt parallel noch einen zweiten Kurs mit den 5000 am häufigsten verwendeten Vokabeln begonnen und zwar auf Memrise. Es ist sicherlich sinnvoll alle wichtigsten Wörter zu kennen und es ist praktisch, dass diese nicht nach Themen geordnet sind, sondern eben nach der Häufigkeit ihres Auftretens.

Meinen busuu Kurs mache ich weiterhin für die Grammatik und das Hör- und Textverständnis. Einzelne Vokabeln mögen ja nützlich sein, aber man muss auch lernen Sätze zu bilden. Wenn ich noch weiter fortgeschritten bin, werde ich auch Texte lesen und Videos anschauen können. Dafür soll die Lernplattform von Al Jazeera sehr gut sein. Davon bin ich aber noch meilenweit entfernt.

Denke ich mir zumindest, vielleicht sollte ich es aber auch einfach mal probieren. Schadet ja nicht.

Auf dieses eine Jahr kommt es wohl auch nicht an | Mittwoch, 12. April 2017

Moin, ihr Seiten. Der heutige Tag begann damit, dass ich mich vollgekotzt habe und er wurde auch nicht viel besser. Es war kalt, hat geregnet und ich musste zum Zahnarzt. Es war nicht schlimm und ich bin froh, dass ich es hinter mich gebracht habe. Meine Zähne sehen jetzt viel schöner aus, aber ich hätte den Nachmittag sicherlich auch netter verbringen können.

Jetzt bin ich nur noch müde. Einen Termin mit dem Jobcenter habe ich auch nicht gemacht. So wird das wahrscheinlich nächste Woche nichts werden. Und die Woche darauf habe ich am Dienstag schon viel vor. Also müssen wir das wahrscheinlich in den Mai vertagen. Das kommt meinem inneren Schweinehund natürlich sehr gelegen. Aber es nützt ja nichts. Da müssen wir durch.

Gut. Ich werde also am Dienstag da anrufen und einen Termin vereinbaren. Vorher wird das nix wegen der Feiertage und morgen habe ich keine Zeit. Ich habe Therapie und gehe zur Selbsthilfegruppe. Was ich da soll, weiß ich selbst nicht. Aber vielleicht wird es ja besser als beim letzten Mal.

Ich bin wirklich müde. Das Arabisch Lernen frustriert mich. Ich habe das Gefühl, dass ich so mini mini kleine Fortschritte mache. Ich möchte so viel ausdrücken und ich kann es einfach noch nicht. Das ärgert mich. Ich lerne die Sprache jetzt schon seit 3 Jahren und ich bin immer noch nicht gut darin.

Das Einzige, was da hilft, ist Arschbacken zusammenkneifen und weitermachen. Denn im Sachen durchziehen, bin ich Weltmeister. Das möchte man vielleicht nicht glauben, nachdem ich mein Studium abgebrochen habe, aber das Studium habe ich ja auch nur 3-4 Jahre gemacht. Andere Dinge betreibe ich seit mehr als zehn Jahren und auch wenn es nicht immer Spaß macht, bin ich doch stets dabei.

Auch mein Bauchtanzblog beispielsweise hat mir nie richtig Spaß gemacht, trotzdem habe ich es mehr als 3 Jahre mit Volldampf durchgezogen. Dann habe ich kapituliert. Auf jeden Fall kann ich stolz auf mich sein, denn ich weiß, wie man Sachen zu Ende bringt, auch wenn ich es vielleicht nicht immer tue. Ich habe eine mündliche Prüfung in Technischer Informatik bestanden. Das heißt, ich kann alles schaffen, auch wenn es schwer ist.

Und dieses Arabisch werde ich irgendwann auch noch meistern. Vielleicht schon in diesem Jahr.  Wenn ich in diesem Tempo weiterlerne, ist das gar nicht mal so unrealistisch. Vielleicht aber auch erst im nächsten. Auf dieses eine Jahr kommt es wohl auch nicht an.

Wie und Was und Wo? | Montag, 27. März 2017

Moin, ihr Seiten. Ich habe es getan: Ich habe mir die Premium-Mitgliedschaft von busuu geholt. Damit bin ich jetzt wieder aktiv am Arabisch Lernen. Mit der App macht es großen Spaß. Nachdem ich mich für den Trip nach Palestine angemeldet hatte, musste ich diesen Schritt einfach gehen, denn Arabisch zu lernen, ist doch die perfekte Vorbereitung für diesen Urlaub und wird dazu beitragen, das meiste aus der Reise herauszuholen.

Damit habe ich mich auch dagegen entschieden, in der Uni Arabisch zu lernen. Ich weiß genau, dass mir das keinen Spaß machen würde. Uni-Sprachkurse sind zu trocken und zu theoretisch. Ich will lieber auf praktischer Ebene in die Sprache eintauchen. Dafür ist die App perfekt. Wenn ich dann noch einen Tandempartner finde, bin ich perfekt gewappnet.

Wie man sehen kann, ist meine Stimmung heute besser. Das liegt nicht zuletzt an dem guten Wetter. Da wir unser Team-Meeting im Freien abgehalten haben, habe ich sogar ein bisschen Frischluft und Sonne tanken können. Außerdem habe ich nach der Arbeit einen kleinen Spaziergang gemacht.

Solche Sachen sind viel besser für mich, als mir immer und immer wieder den Kopf darüber zu zerbrechen, was ich für berufliche Perspektiven habe. Momentan geht es mir doch gut. Mein Job ist okay und ich müsste mich gar nicht so verrückt machen.

Klar wäre auf lange Sicht ein ortsunabhängiger Job toll, meinetwegen als Virtuelle Assistentin. Aber deswegen muss ich mich doch jetzt nicht so stressen. Klar, wenn ich das durchziehen will, steht mir harte Arbeit bevor und ich sollte die Sache von vornherein ernst nehmen. Da ich im Kopf alles schon ausgiebig beleuchtet habe, muss es jetzt aber an die Umsetzung gehen. Das Was und Warum ist quasi geklärt. Jetzt geht es um das Wie.

Beating myself up | Sonntag, 26. März 2017

Moin, ihr Seiten. Ich bin immer noch im Zweifel-und-Grübel-Modus. Obwohl die Sonne scheint und ich keinen Grund zu schlechter Laune habe, bin ich geknickt. Vor allem bin ich wütend auf mich selbst und fühle mich unzulänglich.

Nachdem ich Wishcraft gelesen habe, möchte ich mir eigentlich einen tollen Masterplan zur Erreichung all meiner Ziele erstellen. Nur scheitere ich dabei an dem ersten Punkt. Der Auswahl der Ziele. Ich verzettel mich. Ich kann mich nicht entscheiden. Ich weiß nicht, was es ist, das mich wirklich glücklich machen würde. Ich will heute dies und morgen das. Ich mag mich nicht festlegen.

So wie es ist, gefällt es mir nicht. Andererseits ist es aber auch irgendwie okay und könnte ja eigentlich auch so viel schlimmer sein. Ich bin mir zum Beispiel sicher, dass ich Arabisch lernen möchte. Gleichzeitig bin ich mir aber sicher, dass ich dafür nicht 4x die Woche um 6 aufstehen will.

Dann denke ich wieder, meine Priorität sollte darauf liegen, einen Job zu finden, der mich erfüllt. Was aber, wenn es diesen Job nicht gibt? Vielleicht sollte ich doch lieber außerhalb der Uni Arabisch lernen. Das würde mir wenigstens Spaß machen. Ich weiß, dass die Sprachkurse in der Uni alles andere als spaßig sind. Ich würde es wahrscheinlich keine 3 Tage aushalten.

Vielleicht sollte ich weniger planen und mehr machen. Aber das Planen macht mir so einen Spaß. Wenn ich doch bloß nicht immer alles selber ausführen müsste. Ich würde gern für jemand Anderen etwas planen. Nur was? Und wofür?

Ich habe heute meine Bewerbung für den Trip nach Palestine abgeschickt. Deswegen denke ich wahrscheinlich die ganze Zeit an Arabisch lernen. Fakt ist aber auch, dass ich mit dem was ich mir außerhalb der Uni beigebracht habe (Memrise, Arabisch singen lernen) mehr gelernt habe, als in der Uni. Klar die Grammatik ist wichtig, aber die könnte ich vielleicht auch mit busuu lernen. Darum denke ich über eine Premium-Mitgliedschaft nach. Die aber wiederum Geld kostet.

Arbeit, Arbeit, Geld, Geld, Selbständigkeit, Job – was tue ich bloß? Erstmal Bloggen und Erdnüsse essen. Hach, wenn ich nur mit meinem Blog Geld verdienen könnte… Aber dazu müsste den erstmal irgendjemand lesen… Wenn man den ganzen selbsternannten Blogexperten Glauben schenken darf, dann will aber niemand Tagebuch-Blogs lesen. Das sehe ich ja auch an meinen Besucherzahlen. Ein Bedürfnis muss man erfüllen.

Ich wünschte, mich würde jemand dafür bezahlen, Online-Kurse zu machen. Stattdessen muss man dafür immer Geld hinblättern. Wenn man nicht gerade kostenlose Kurse macht, von denen es etliche gibt, die aber immer in irgendeiner Form eingeschränkt sind.

Wahrscheinlich sollte ich nicht so streng mit mir sein und vor allem aufhören, mich mit Anderen zu vergleichen. Ich habe ein hartes Jahr hinter mir, ich habe eine längere Krankheitsphase hinter mir und ich muss meine Wünsche nicht innerhalb von 2 Wochen in die Tat umsetzen. Die Reise nach Palästina ist schon ein großer Schritt. Über einen Jobwechsel nachzudenken ist ein großer Schritt. Mich selbständig machen zu wollen ist ein riesengroßer Schritt, der mich wieder in den Ruin treiben könnte.

Also kein Wunder, dass ich Panik habe, führt mich doch all dies raus aus meiner Komfortzone. Ich weiß allerdings auch nicht, wie meine Komfortzone aussieht. Ich würde mir so gerne meinen idealen Tag ausmalen, nur komme ich damit kein Stück voran. Wer weiß schon, was ideal ist, was perfekt wäre? Ich jedenfalls nicht, offensichtlich.

Leider gibt es im Deutschen keine Redewendung mit der man es so schön sagen könnte, wie im Englischen: Beating myself up! Das tue ich pausenlos und damit muss ich aufhören. Es muss in dieser Welt Raum geben für meine Selbstverwirklichung, auch wenn ich nicht weiß, wie diese aussehen soll. Ganz oben auf meiner Liste steht jedenfalls Gesangsunterricht und Arabisch lernen. Wenn man mal von den beruflichen Quereleien absieht.

Wunschkonzert | Mittwoch, 14. September 2016

Moin, ihr Seiten. Die Sonne steht schon hoch am Himmel. Als ich aufgewacht bin, war sie ganz rot. Der Tag sieht freundlich aus, wie auch schon die Tage zuvor. Anderthalb Stunden habe ich noch zu Hause. Dann muss ich wieder ins Krankenhaus.

Ich daddle so vor mich hin und versuche etwas zu finden, was mir Freude bereiten könnte, finde aber nichts. Nach wie vor denke ich darüber nach, wie ich mein Leben ändern könnte, da ich aber absolut kein Geld habe, fallen die meisten Sachen flach.

Ich sollte wirklich öfter ausgehen. Für die nächste Zeit habe ich mir vorgenommen einmal pro Woche Schwimmen zu gehen, zum Improtheater, Tanzunterricht 3x pro Woche und dann kommen ja ab Oktober noch so ein paar Vorlesungen etc. dazu. Außerdem brauche ich nach wie vor einen Job.

Früher habe ich es sehr genossen, allein zu sein und ich konnte mich immer selbst beschäftigen. Zur Zeit fällt mir das sehr schwer. Am Computer zu sitzen macht mir gar keinen Spaß. Ich kann mich auch nicht dazu aufraffen über einen längeren Zeitraum konzentriert zu arbeiten. Dabei brauche ich eigentlich nichts dringender als ein Projekt, das mich voll in Beschlag nimmt.

Mit den Mitmenschen läuft es auch alles andere als gut. Ich sehe mich irgendwie nicht in der Lage den Kontakt aufrecht zu erhalten. Vor einem Monat noch habe ich jeden Tag allen möglichen Leuten geschrieben. Mittlerweile fällt es mir sogar schwer auf Nachrichten zu antworten. Ich bin irgendwie völlig lethargisch. Wenn ich allein bin, bin ich unzufrieden. Wenn jemand anderes da ist, gehen mir diejenigen allzu schnell auf die Nerven.

Einerseits nutzt es gar nichts im Krankenhaus rumzuhängen. Andererseits nutzt es gar nichts zu Hause rumzuhängen. Noch nie in meinem Leben habe ich in so einem Loch gesteckt und ich weiß gar nicht, wie ich rauskommen soll. An wen soll ich mich bloß wenden? Wie kriege ich nur das Gefühl von Bedeutung wieder in mein Leben?

Mein Humor ist weg. Meine Freude an Musik ist weg. An Geduld mangelt es mir am meisten. Aber davon hatte ich eh nie besonders viel. Mein Selbstverständnis ist zerstört. Ich bin jetzt nichts besonderes mehr. Ich bin nur eine von Milliarden Menschen, die alle auf die ein oder andere Weise leiden und dieselben Probleme haben.

Kurz: Ich bin so, wie ich nie sein wollte. Und ich kann es mir nicht schön reden. Die wundersame Reise zu meinem Ego endete in einem Spiegelkabinett, das ich mutwillig zerstört habe und so sitze ich nun in einem Scherbenhaufen und sehe weit und breit nichts als gähnende Leere.

Mir ging es immer nur darum, dazu zu lernen, mich selbst zu verbessern, meine Ziele zu verfolgen, um die Welt ein bisschen schöner zu machen. Die Ziele sind weg. Die Welt macht, was sie will. Ende der Geschichte.

Leider nicht. Leider geht die Geschichte weiter und ich bin immer noch nicht gut genug, um eine Hauptrolle zu bekommen. Dabei ist das doch mein Film… Aber kann man gleichzeitig Regisseur und Schauspieler sein? Vor allem wenn man eigentlich Sängerin sein möchte und Tänzerin?

Bube der Stäbe