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Schlagwort: Morgenseiten

Organisationstalent| Samstag, 22. April 2017

Moin, ihr Seiten. Ich habe mich entschieden, meine Morgenseiten wieder morgens zu verfassen. Ich bin gespannt, wie es läuft. Unter der Woche könnte es etwas stressig werden, aber ich habe eigentlich genug Zeit, um es morgens zu machen. Wir werden sehen.

Heute habe ich erstmal frei. Das bedeutet, dass ich mich um meine Projekte kümmere. Das Formular muss noch bearbeitet werden, die Steuererklärung wartet noch auf mich, bei Couchsurfing und den Django Girls wollte ich mich anmelden und Einkaufen steht auf dem Plan. Außerdem ein Spaziergang zur Bank, denn mein Bargeld ist alle.

Nachdem ich gestern Abend eigentlich schlechte Laune hatte und dann nach meinen Morgenseiten aber auf einmal hochmotiviert war und kaum schlafen konnte, habe ich beschlossen, dass ich diese Motivation am Morgen brauche und nicht am Abend und so habe ich entschieden zu versuchen, die Morgenseiten wieder in meine Morgenroutine einzubauen.

Ich habe außerdem entschieden, eine Liste zu erstellen mit 9 Zielen, die ich bis zu meinem 30. Geburtstag erreicht haben will. Es sind noch 18 Monate und so hätte ich für jedes Ziel genau 2 Monate Zeit. Das sollte doch zu machen sein.

Ich nutze dafür Trello, werde die Liste vielleicht aber auch hier veröffentlichen, wenn sie fertig ist. Ich bin sowieso ein großer Fan von Trello. Auch wenn ich dort aktuell viele, viele Boards offen habe, in die ich gar nicht mehr reingucke. Lauter alte Projekte, an denen ich nicht mehr weiterarbeite, die zumindest pausiert sind, vielleicht aber auch ganz aufgegeben werden.

Neu ist mein Erfolgstagebuch. Das werde ich ab sofort online führen und jeden Abend ein paar Dinge eintragen, die schön waren und das zur Abwechslung mal ganz privat. Vorher hatte ich ein analoges Notizbuch, das ich dafür genutzt habe, aber das ist mir mittlerweile nicht mehr privat genug. Aus Gründen.

Außerdem habe ich auf Trello zahlreiche Boards zu Tanzprojekten, aber auch für Blogs oder Forschungsthemen. Eines meiner liebsten Boards ist mein Komplimente-Board. Dort trage ich alle Komplimente ein, die ich so bekomme, damit ich sie mir an einem schlechten Tag durchlesen kann und wieder glücklich bin. Aber auch zahlreiche Archive habe ich auf Trello angelegt, in denen ich mir erfolgreich abgeschlossene Projekte ansehen kann, wann immer mir der Sinn danach steht.

Ich bringe es irgendwie nicht übers Herz die alten Boards dicht zu machen. Vielleicht wird ihre Zeit noch einmal kommen. Mit Sicherheit werde ich das Projekt Leila Yuliyah zum Beispiel irgendwann noch mal wieder ausgraben und völlig umgestalten. Gerne würde ich auch mal auf Trello mit jemandem zusammen ein Projekt bearbeiten, aber bisherige Pilotprojekte dazu sind leider gescheitert.

Das Schöne an Trello ist ja, dass man alte Projekte, an denen man monatelang nicht gearbeitet hat, sofort wieder aufnehmen kann und zwar an dem Punkt, wo man aufgehört hat. So habe ich zum Beispiel gleich ein paar Videos gefunden, die ich noch hochladen könnte. Ich weiß aber nicht, ob ich das noch möchte, schließlich sollte es mit dem Tanzen ja vorbei sein. Andererseits schadet es wohl nicht, das alte Material aufzubrauchen, bevor man sich etwas Neuem zuwendet. Es soll ja alles fein ordentlich dokumentiert sein, nicht zuletzt für mich.

Nichtsdestotrotz haben die alten Videos natürlich gerade gar keine Priorität. Was man von der Steuererklärung nicht sagen kann.

Von Erfolg träumen | Samstag, 18. Februar 2017

Moin, ihr Seiten. Mein neues Handy hat noch exakt 10 Minuten Zeit geliefert zu werden. Ich warte schon den ganzen Tag darauf. Meine Vermutung: Es wird heute nichts mehr. Aber was weiß ich schon. Sehr enttäuschend, ich freue mich doch darauf das gute Stück endlich in den Händen zu halten.

Die Wartezeit habe ich mir damit versüßt, die Beiträge der Blogparade von HabitGym durchzulesen. Da geht es um kleine Ideen mit großen Auswirkungen und das hat mich doch tatsächlich auf eine kleine Idee gebracht.

Vielleicht sollte ich meine Blogeinträge wieder morgens verfassen. Das Konzept heißt ja eigentlich Morgenseiten und sollte das erste sein, was man morgens tut. Dafür müsste ich zwar eine halbe Stunde früher aufstehen, aber es würde sich bestimmt lohnen. So hätte ich nicht nur eine Routine für mich, sondern auch für meine (imaginären) Leser, die sich auf regelmäßige Beiträge zur festen Zeit freuen könnten.

Auch über Blogvermarktung und Blogvernetzung habe ich mir Gedanken gemacht, in der Hoffnung, dass mein kleines Blog auch einmal groß rauskommt. Andererseits bin ich mir auch gar nicht sicher, ob ich mir überhaupt ein großes Publikum wünsche. Schließlich ist das hier ja eigentlich ziemlich privater Scheiß und die Vorstellung, dass jede Einzelheit meines Lebens von anderen wahrgenommen und kommentiert wird, ist irgendwie nicht ganz so verlockend.

Es kommt also wie immer auf das Maß an. Einerseits wünsche ich mir Erfolg als Bloggerin, andererseits möchte ich kein Ratgeberblog sein und den Leuten erzählen, was sie tun sollen. Ich möchte auch nichts verkaufen. Ich möchte einfach nur meine Gedanken ins Internet schreiben, damit ich sie mir nach einiger Zeit noch einmal durchlesen kann und sehe, wo ich Fortschritte gemacht habe, wo es vorwärts geht, was stagniert und wo Verfall droht.

So Handy, noch eine Minute. Mach es doch nicht so spannend!

Meine Launenhaftigkeit hat sich in der letzten Zeit stark verbessert. Mittlerweile geht es mir größtenteils durchgehend gut. Ich hoffe, das wird noch besser, jetzt wo mein Medikament noch weiter reduziert wurde, sodass ich wieder optimistisch in die Zukunft blicken und von dem großen Erfolg träumen kann.

Meine Perspektive | Donnerstag, 29. September 2016

Moin, ihr Seiten. Der heutige Tag ist dermaßen perspektivlos, dass ich gar nicht weiß, was ich noch sagen soll. Es ist überdies der 30. Beitrag aus der Rubrik Morgenseiten und ist daher ein kleiner Erfolg, denn ich hatte mir vorgenommen, mindestens 30 Beiträge zu verfassen, eh ich das Handtuch schmeiße.

Nun möchte ich aber eigentlich nach wie vor nicht das Handtuch schmeißen. Schließlich geht es hier um mein Leben und das MUSS irgendwie weitergehen, egal wie grau oder schwarz es hier momentan ausschaut.

Und es sieht momentan ziemlich schlecht aus. Ich bin immer noch verschnupft, voller Schleim und Bazillen – wie ich meinen Tanzunterricht gestern geschafft habe, weiß ich wirklich nicht. Ich hoffe, es wird heute besser.

Darüber hinaus habe ich einen GANZEN Tag vor mir, sogar ein ganzes Wochenende, von dem ich beim besten Willen nicht weiß, wie ich es füllen soll. Ich habe absolut keinen Schimmer, was ich tun könnte. Ich habe auch auf nichts Lust. Ich möchte am liebsten den ganzen Tag lang schlafen.

Weil ich krank bin, könnte ich mir das sogar gönnen. Nur werde ich dadurch gesünder oder füttere ich damit das andere Monster, das noch in meiner Wohnung lebt?

Noch 6 Tage bis zu meinem nächsten Vorstellungsgespräch. Noch 11 Tage bis zu meinem Arzttermin. Das ist doch kein Leben! Bewerbungen habe ich geschrieben. Gestern 5 Stück. Reicht das erstmal oder sollte ich noch auf anderen Plattformen weitersuchen?

Vielleicht wird es Zeit mich meiner Zettelwirtschaft zu widmen. Gestern habe ich schon ein bisschen was davon abgearbeitet, heute könnte ich vielleicht den Rest aufräumen. Wenn ich mich nur dafür motivieren könnte.

Momentan will ich nicht einmal Essen oder Duschen und es ist mir auch peinlich hier darüber zu sprechen. Alle Leute haben Probleme. Es könnte mir so viel schlimmer gehen. Stattdessen sitze ich hier und jammere ununterbrochen. Ich sehe bloß nicht, wie ich aus diesem Zirkel rauskomme und ich weiß nicht, wer mir helfen kann.

Ich habe einen guten Abschluss, einen 1,9-er Bachelor, aber ich weiß nichts damit anzufangen. Ich weiß nicht, wofür mich dieser Abschluss qualifiziert. Stattdessen fühle ich mich wie ein Versager, weil ich meinen Master abgebrochen habe, den ich auch mit einem Einser-Schnitt hätte abschließen können. Schuld daran ist nicht zuletzt mein Umfeld, das mich immer wieder fragt: Kannst du es nicht noch machen?

Will ich nicht. Deswegen habe ich es ja abgebrochen. Ist das so schwer zu kapieren? Und selbst wenn… Dann säße ich jetzt hier auch noch mit einem Master und hätte dieselben Probleme. Das ist doch zum Kotzen. Das Problem ist niemals ein fehlender Abschluss…. Das Problem ist ganz woanders…. Vielleicht existiert es auch gar nicht. Wer weiß das schon heutzutage?

Sechs der Münzen

Moin, ihr Seiten. Ich starte noch einmal neu. Es ist viel zu gutes Wetter, um Trübsal zu blasen. Ich möchte das alles nicht mehr und deswegen habe ich entschieden, nichts mehr von meinem lächerlichen Alltag zu schreiben, sondern von meinem imaginären Leben zu berichten. Die Flucht aus der Realität hat vorher gut funktioniert, also könnte mir das helfen, wieder neue Kraft zu tanken.

Ich habe gestern darüber nachgedacht, wann ich eigentlich mal wirklich zufrieden mit meinem Leben gewesen bin und mir ist eigentlich nichts eingefallen. Es gab immer irgendwelche Probleme, es gab immer irgendwelche Umstände, die mich genervt haben und es gab immer etwas, das ich ändern wollte.

Was ich schon immer und am allermeisten ändern wollte, ist mein Wohnort. Ich würde so gern mal für ein halbes Jahr einfach woanders hin. Ich wusste aber nie so recht, wie ich es anpacken soll. Die finanzielle Situation hat einfach nie gepasst, es gab zu viel, das mich hielt und ich habe nie den Mut aufgebracht, den Schritt wirklich zu gehen.

Was ich mir momentan am allermeisten wünsche, ist es einfach mal ein Wochenende in einer anderen Stadt zu verbringen. Ich möchte in das Leben anderer Leute hineinschnuppern. Wie existieren diese ganzen anderen Menschen überhaupt? Was machen sie so den lieben langen Tag? Warum scheinen alle immer so unendlich beschäftigt zu sein und warum gibt es Menschen, die glücklich sind?

Früher war ich auch immer beschäftigt und immer einigermaßen zufrieden. Es hat mir Spaß gemacht, Herausforderungen anzugehen und neue Sachen auszuprobieren. Ich denke, das würde es immer noch. Ich fühle mich momentan bloß von allem überfordert. Ich muss kleine Schritte gehen. Ich weiß bloß nicht welche. Ich wünsche mir Veränderung.

Der Krankenhausaufenthalt war eine ziemlich große Veränderung und ich habe das Gefühl, ich kann irgendwie nicht zurück in mein altes Leben. Ich brauche ein neues. Nur wie sollte das aussehen? Das ist die entscheidende Frage, die mich quält. Zu Hause halte ich es nicht aus. Aber wo soll ich hin? Wo bin ich willkommen? Wo kann ich etwas bewegen? Wo kann ich einen Beitrag leisten?

Zu Hause schlafen | Dienstag, 13. September 2016

Moin, ihr Seiten. Heute darf ich zu Hause schlafen. Testweise. Um zu sehen, wie ich damit klar komme. Bin eigentlich gerade erst zur Tür rein und zack sitze ich schon am Computer und schreibe an meinen Seiten.

Morgenseiten sind es zur Zeit ja eigentlich nicht, weil es gar nicht morgens ist. Es ist schon gleich 19 Uhr. Zur Zeit geht es aber nicht anders, wegen Krankenhaus und allem.

Laut Statistik ist der beliebteste Beitrag auf diesem Blog der Kokos-Himbeer-Smoothie. Wird wohl eine Weile dauern, eh die neuen Beiträge auch irgendwie gut ranken.

Es stimmt schon, dass die negativen Gedanken irgendwie stark mit dem Zuhause verbunden sind. Auf jeden Fall kann ich ihnen hier nicht entkommen. Anderswo fällt es mir leichter mich zu distanzieren. Hier trifft mich immer wieder die Hoffnungslosigkeit. Wenn ich hier bin, will ich nichts anderes außer Schlafen. Das war nicht immer so.

Ich denke, dass das aber auch an der Hitze liegt. Ich sage es ja nur ungern, aber dieser Sommer ist für mich einfach ruiniert und da braucht der sich jetzt auch nicht mehr solche Mühe geben. Wenn ich die Fenster aufmache, ist es unglaublich laut in meiner Wohnung und ich ertrage das zur Zeit ganz schlecht.

Ich habe ein paar Stellenangebote gefunden, die mich interessieren könnten, aber beworben habe ich mich noch nirgendwo. Einen Schritt nach dem Anderen. Zunächst will der Lebenslauf überarbeitet werden und das geht irgendwie nicht so zwischen Tür & Angel bzw. Krankenhaus & Zuhause.

Die Theatergruppe schwänze ich heute. Wollte meinen Abend zu Hause genießen. Aber meinen Tanzunterricht werde ich diese Woche auf jeden Fall geben.

Ich habe mich in der letzten Zeit oft gefragt, ob mir das viele Schreiben überhaupt gut tut oder ob ich nicht davon eine Pause machen sollte. Nun ist es aber doof, dass ich gerade einen neuen Blog gestartet habe und so gesehen schon jetzt die Schnauze voll davon habe.

Vielleicht sollte ich die Morgenseiten auch wirklich nur morgens schreiben. Vielleicht sollte ich auch einfach aufhören zu Jammern und die 30 Posts durchziehen, die ich mir vorgenommen habe. Dann kann ich ja weiter sehen. Dieser Beitrag ist die Nummer 13. Bleiben also noch mindestens 17.

Ich werde mal ein bisschen abwaschen, ein bisschen Spazieren gehen, versuchen Kraft und Motivation zu tanken und melde mich dann morgen (und diesmal wirklich) früh zurück. Heute bin ich doch arg müde!

Königin der Kelche