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Schlagwort: Palästina

Zu Höherem berufen | Donnerstag, 20. April 2017

Moin, ihr Seiten. Ich habe euch ja noch gar nicht erzählt, was bei meinem Anruf beim Arbeitsamt herausgekommen ist. Nachdem ich 3 mal zu anderen Ansprechpartnern weitergeleitet wurde, sieht die Sache nun so aus: Das Arbeitsamt schickt mir per Post einen Termin zu. Wenn ich richtig Pech habe, erst in 8 Wochen.

Was für ein Mist. So hänge ich wohl noch eine ganze Weile in der Schwebe, was meine Zukunftsplanung angeht. Etliche Dinge sind völlig unklar: Nicht nur, ob die Weiterbildung bewilligt wird, auch die Reise nach Palästina steht momentan noch in den Sternen, da die Veranstalter sich gar nicht mehr bei mir gemeldet haben. Nach Plan läuft hier also gar nix und nach meinem sowieso nicht.

Sollte ich also noch zur Uni gehen? Ein bisschen Lust habe ich ja schon. Die Themen interessieren mich doch sehr, das habe ich auch gestern im Pergamonmuseum gemerkt. Ich überlege noch und bin hin und hergerissen. Eigentlich ist so ein freier Tag nicht schlecht, andererseits wäre so ein bisschen Uni vielleicht auch nicht übel und es sind ja nur 4 Stunden, die ich habe. Schwierig. Schwierig.

Nicht, dass ich am Ende noch ein Modul abschließe, dann schaffe ich am Ende doch noch das Studium und das wäre doch zu viel des Guten. Zumal ich mich gegen den Uni-Sprachkurs entschieden habe. Aber wenn ich schon von alleine so gut Arabisch sprechen kann, wird es leicht gute Noten zu schreiben und das würde meinem Ego nur gut tun.

Andererseits ist die Zeitverschwendung dann wieder besonders groß. So oder so: Es bleibt schwierig. Mit dem Studium am Bein müsste ich noch mehrere Jahre hier in Berlin verbringen und eigentlich will ich doch so gerne weg… Naja… Nächste Woche kann ich sowieso nicht gehen, weil ich schon ein paar Termine habe und ob ich die Woche darauf gehe, kann ich mir ja dann noch überlegen. Nach dem freien 1. Mai wäre es vielleicht gar nicht so schlimm.

Außerdem habe ich mir ein neues Projekt auf die Fahnen geschrieben: Python lernen. PHP, Javascript und diesen ganzen Quatsch werde ich in der Weiterbildung schon rauf und runterpauken. Diese beiden Sprachen sind außerdem relativ simpel. Damit werde ich ganz gut klar kommen, denke ich. Python spielt aber noch mal auf einem ganz anderen Level und ich habe mir vorgenommen auf dieses Level aufzusteigen.

Eine konkrete Task, Challenge oder Deadline gibt es hierfür aber noch nicht. Ich habe es bloß erstmal als Projekt ins Auge gefasst. Wäre doch gelacht, wenn aus mir nicht noch eine richtige Programmiererin wird. Wozu habe ich so viele Jahre mit Informatik-Unterricht verbracht, wenn ich am Ende doch nichts daraus mache? Ich bin mittlerweile so geldgeil, dass ich mir vorstellen könnte, diesen Weg zu gehen, auch wenn ich früher gesagt habe, dass ich das nicht machen möchte. Es ist ja auch verdammt anstrengend so viel Zeit mit Programmierung zu verbringen.

Bauchtänzerin sein wäre ja auch viel lustiger gewesen. Professionelle Bloggerin zu sein wäre auch viel lustiger. Aber das Schicksal hat offensichtlich anderes mit mir vor. Vielleicht bin ich doch zu Höherem berufen. Wer weiß das schon.

Ultimativer Masterplan | Dienstag, 28. März 2017

Moin, ihr Seiten. Ich habe einen Plan. Einen ultimativen Plan. Einen ultimativen Masterplan. Es passt einfach perfekt. Ich werde mein Studium nicht weitermachen. Stattdessen melde ich mich arbeitslos. Klingt das nicht nach einem perfekten Plan?

Nun die Idee dahinter ist, dass ich eine Fortbildung machen will, die mit Bildungsgutscheinen gefördert wird und die bekommt man nur, wenn man sich arbeitslos meldet. Wenn ich diese Fortbildung gemacht habe, wird das auch mit der Selbständigkeit viel einfacher gehen und das Beste an dem Plan ist: Wenn ich aus der Arbeitslosigkeit heraus gründe, habe ich Anspruch auf Gründungszuschuss.

Ist das nicht ein perfekter Plan? Ich möchte mir selbst auf die Schulter klopfen!

Das heißt, ich mache bis Oktober weiter wie bisher und setze dann meinen Plan in die Tat um. Vorher werde ich das Ganze natürlich noch mit meiner Familie absprechen und eine Beratung beim Arbeitsamt wahrnehmen.

Das Wetter war heute einfach mal phänomenal geil. 20 Grad, Sommerfeeling und das im März. Die Bäume sind noch nicht einmal grün, da kann man schon mit offenem Fenster zu Hause hocken. Auch toll ist, dass es jetzt abends länger hell ist. Man muss die Zeitumstellung ja nicht mögen, aber das ist definitiv ein Riesenvorteil davon.

Huch, das Internet ist ausgefallen. Das erinnert mich an den netten jungen Mann von der Telekom, der heute hier war und mir einen Vertragswechsel aufschwatzen wollte. Er hat das echt gut gemacht. Ich habe das zuerst gar nicht gecheckt, was Phase ist. Aber ich will keinen neuen Vertrag. Ich bin bei Kabel Deutschland zwar nicht so wahnsinnig glücklich, aber letzten Endes ist es mir auch egal.

Eigentlich will ich sowieso weg von hier und von daher brauch ich mir auch nix neues anquatschen lassen. Hach, Dubai. Da würde ich so gerne hin. Wenn das mit dem Jobwechsel klappt, kann ich mir vielleicht mal einen Trip dahin leisten. Dieses Jahr geht es erstmal nach Palästina und nächstes Jahr sehen wir dann weiter. Außerdem möchte ich meinen Geburtstag an der Ostsee verbringen. Das habe ich mir erstmal so locker vorgenommen.

Es geht mir gut, es geht mir sehr, sehr gut. Nachdem ich bei busuu auf Arabisch geschrieben habe, wie ich heiße, habe ich sofort über Nacht 30 Freundschaftsanfragen erhalten. Die Funktion, dass man von Anderen die Sprachübungen korrigieren kann und selbst korrigiert wird, ist einfach mal genial. Ich habe sooo viele Korrekturen für meine Übungen bekommen. Das ist der Wahnsinn.

Außerdem habe ich ein paar Bewerbungen für VA-Jobs geschrieben, mir Profile bei Jobplattformen angelegt und eine Annonce bei Ebay Kleinanzeigen geschaltet. Es läuft also alles ziemlich gut. Bis auf den Zahnarzttermin, den ich heute immer noch nicht gemacht habe. Dann also nächste Woche, denn heute mache ich nichts mehr.

Wie und Was und Wo? | Montag, 27. März 2017

Moin, ihr Seiten. Ich habe es getan: Ich habe mir die Premium-Mitgliedschaft von busuu geholt. Damit bin ich jetzt wieder aktiv am Arabisch Lernen. Mit der App macht es großen Spaß. Nachdem ich mich für den Trip nach Palestine angemeldet hatte, musste ich diesen Schritt einfach gehen, denn Arabisch zu lernen, ist doch die perfekte Vorbereitung für diesen Urlaub und wird dazu beitragen, das meiste aus der Reise herauszuholen.

Damit habe ich mich auch dagegen entschieden, in der Uni Arabisch zu lernen. Ich weiß genau, dass mir das keinen Spaß machen würde. Uni-Sprachkurse sind zu trocken und zu theoretisch. Ich will lieber auf praktischer Ebene in die Sprache eintauchen. Dafür ist die App perfekt. Wenn ich dann noch einen Tandempartner finde, bin ich perfekt gewappnet.

Wie man sehen kann, ist meine Stimmung heute besser. Das liegt nicht zuletzt an dem guten Wetter. Da wir unser Team-Meeting im Freien abgehalten haben, habe ich sogar ein bisschen Frischluft und Sonne tanken können. Außerdem habe ich nach der Arbeit einen kleinen Spaziergang gemacht.

Solche Sachen sind viel besser für mich, als mir immer und immer wieder den Kopf darüber zu zerbrechen, was ich für berufliche Perspektiven habe. Momentan geht es mir doch gut. Mein Job ist okay und ich müsste mich gar nicht so verrückt machen.

Klar wäre auf lange Sicht ein ortsunabhängiger Job toll, meinetwegen als Virtuelle Assistentin. Aber deswegen muss ich mich doch jetzt nicht so stressen. Klar, wenn ich das durchziehen will, steht mir harte Arbeit bevor und ich sollte die Sache von vornherein ernst nehmen. Da ich im Kopf alles schon ausgiebig beleuchtet habe, muss es jetzt aber an die Umsetzung gehen. Das Was und Warum ist quasi geklärt. Jetzt geht es um das Wie.

Beating myself up | Sonntag, 26. März 2017

Moin, ihr Seiten. Ich bin immer noch im Zweifel-und-Grübel-Modus. Obwohl die Sonne scheint und ich keinen Grund zu schlechter Laune habe, bin ich geknickt. Vor allem bin ich wütend auf mich selbst und fühle mich unzulänglich.

Nachdem ich Wishcraft gelesen habe, möchte ich mir eigentlich einen tollen Masterplan zur Erreichung all meiner Ziele erstellen. Nur scheitere ich dabei an dem ersten Punkt. Der Auswahl der Ziele. Ich verzettel mich. Ich kann mich nicht entscheiden. Ich weiß nicht, was es ist, das mich wirklich glücklich machen würde. Ich will heute dies und morgen das. Ich mag mich nicht festlegen.

So wie es ist, gefällt es mir nicht. Andererseits ist es aber auch irgendwie okay und könnte ja eigentlich auch so viel schlimmer sein. Ich bin mir zum Beispiel sicher, dass ich Arabisch lernen möchte. Gleichzeitig bin ich mir aber sicher, dass ich dafür nicht 4x die Woche um 6 aufstehen will.

Dann denke ich wieder, meine Priorität sollte darauf liegen, einen Job zu finden, der mich erfüllt. Was aber, wenn es diesen Job nicht gibt? Vielleicht sollte ich doch lieber außerhalb der Uni Arabisch lernen. Das würde mir wenigstens Spaß machen. Ich weiß, dass die Sprachkurse in der Uni alles andere als spaßig sind. Ich würde es wahrscheinlich keine 3 Tage aushalten.

Vielleicht sollte ich weniger planen und mehr machen. Aber das Planen macht mir so einen Spaß. Wenn ich doch bloß nicht immer alles selber ausführen müsste. Ich würde gern für jemand Anderen etwas planen. Nur was? Und wofür?

Ich habe heute meine Bewerbung für den Trip nach Palestine abgeschickt. Deswegen denke ich wahrscheinlich die ganze Zeit an Arabisch lernen. Fakt ist aber auch, dass ich mit dem was ich mir außerhalb der Uni beigebracht habe (Memrise, Arabisch singen lernen) mehr gelernt habe, als in der Uni. Klar die Grammatik ist wichtig, aber die könnte ich vielleicht auch mit busuu lernen. Darum denke ich über eine Premium-Mitgliedschaft nach. Die aber wiederum Geld kostet.

Arbeit, Arbeit, Geld, Geld, Selbständigkeit, Job – was tue ich bloß? Erstmal Bloggen und Erdnüsse essen. Hach, wenn ich nur mit meinem Blog Geld verdienen könnte… Aber dazu müsste den erstmal irgendjemand lesen… Wenn man den ganzen selbsternannten Blogexperten Glauben schenken darf, dann will aber niemand Tagebuch-Blogs lesen. Das sehe ich ja auch an meinen Besucherzahlen. Ein Bedürfnis muss man erfüllen.

Ich wünschte, mich würde jemand dafür bezahlen, Online-Kurse zu machen. Stattdessen muss man dafür immer Geld hinblättern. Wenn man nicht gerade kostenlose Kurse macht, von denen es etliche gibt, die aber immer in irgendeiner Form eingeschränkt sind.

Wahrscheinlich sollte ich nicht so streng mit mir sein und vor allem aufhören, mich mit Anderen zu vergleichen. Ich habe ein hartes Jahr hinter mir, ich habe eine längere Krankheitsphase hinter mir und ich muss meine Wünsche nicht innerhalb von 2 Wochen in die Tat umsetzen. Die Reise nach Palästina ist schon ein großer Schritt. Über einen Jobwechsel nachzudenken ist ein großer Schritt. Mich selbständig machen zu wollen ist ein riesengroßer Schritt, der mich wieder in den Ruin treiben könnte.

Also kein Wunder, dass ich Panik habe, führt mich doch all dies raus aus meiner Komfortzone. Ich weiß allerdings auch nicht, wie meine Komfortzone aussieht. Ich würde mir so gerne meinen idealen Tag ausmalen, nur komme ich damit kein Stück voran. Wer weiß schon, was ideal ist, was perfekt wäre? Ich jedenfalls nicht, offensichtlich.

Leider gibt es im Deutschen keine Redewendung mit der man es so schön sagen könnte, wie im Englischen: Beating myself up! Das tue ich pausenlos und damit muss ich aufhören. Es muss in dieser Welt Raum geben für meine Selbstverwirklichung, auch wenn ich nicht weiß, wie diese aussehen soll. Ganz oben auf meiner Liste steht jedenfalls Gesangsunterricht und Arabisch lernen. Wenn man mal von den beruflichen Quereleien absieht.