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Schlagwort: Reise

Will nicht drüber reden | Samstag, 15. April 2017

Moin, ihr Seiten. Ich werde euch nicht erzählen, dass sich bei mir wieder einmal hardcore Liebeskummer eingestellt hat. Dies ist schließlich ein öffentliches Blog und da möchte ich nicht von schlaflosen Nächten und verheulten Nachmittagen berichten.

Stattdessen erzähle ich euch lieber von dem Ausflugsziel, das ich mir ausgesucht habe: Das Pergamonmuseum will ich besichtigen. Das letzte Mal, dass ich da war, war ich noch in der Grundschule und erinnere mich entsprechend an nichts. Spätestens am Dienstag werde ich dort hingehen.

Mir ist aufgefallen, dass ich seit der Krankheit Angst habe, Dinge allein zu unternehmen. Deswegen fällt es mir auch so schwer den Trip an die Ostsee in Angriff zu nehmen. Ich fürchte mich davor, ganz auf mich gestellt zu sein. Zuvor habe ich es geliebt allein rauszugehen und die Welt zu erkunden, mittlerweile kriegen mich keine zehn Pferde mehr von meiner Couch.

Ich muss es also langsam angehen und da ist das Pergamonmuseum, in Anbetracht des schlechten Wetters, eine gute Wahl. Langweilen werde ich mich da sicher nicht, denn es gibt viel zu sehen. Wenn das Wetter wieder besser ist, möchte ich den Gutspark Neukladow erkunden. Da wollte ich schon lange mal hin.

Immer schön langsam, einen Schritt nach dem Anderen. Die große Reise steht ja wahrscheinlich auch noch im August an und bis dahin muss ich mein Selbstbewusstsein wieder auf Vordermann gebracht haben, sonst wird das ein Alptraum. Bis dahin quälen mich noch ganz andere Geister, aber ich hatte ja gesagt, ich will nicht darüber reden.

Beating myself up | Sonntag, 26. März 2017

Moin, ihr Seiten. Ich bin immer noch im Zweifel-und-Grübel-Modus. Obwohl die Sonne scheint und ich keinen Grund zu schlechter Laune habe, bin ich geknickt. Vor allem bin ich wütend auf mich selbst und fühle mich unzulänglich.

Nachdem ich Wishcraft gelesen habe, möchte ich mir eigentlich einen tollen Masterplan zur Erreichung all meiner Ziele erstellen. Nur scheitere ich dabei an dem ersten Punkt. Der Auswahl der Ziele. Ich verzettel mich. Ich kann mich nicht entscheiden. Ich weiß nicht, was es ist, das mich wirklich glücklich machen würde. Ich will heute dies und morgen das. Ich mag mich nicht festlegen.

So wie es ist, gefällt es mir nicht. Andererseits ist es aber auch irgendwie okay und könnte ja eigentlich auch so viel schlimmer sein. Ich bin mir zum Beispiel sicher, dass ich Arabisch lernen möchte. Gleichzeitig bin ich mir aber sicher, dass ich dafür nicht 4x die Woche um 6 aufstehen will.

Dann denke ich wieder, meine Priorität sollte darauf liegen, einen Job zu finden, der mich erfüllt. Was aber, wenn es diesen Job nicht gibt? Vielleicht sollte ich doch lieber außerhalb der Uni Arabisch lernen. Das würde mir wenigstens Spaß machen. Ich weiß, dass die Sprachkurse in der Uni alles andere als spaßig sind. Ich würde es wahrscheinlich keine 3 Tage aushalten.

Vielleicht sollte ich weniger planen und mehr machen. Aber das Planen macht mir so einen Spaß. Wenn ich doch bloß nicht immer alles selber ausführen müsste. Ich würde gern für jemand Anderen etwas planen. Nur was? Und wofür?

Ich habe heute meine Bewerbung für den Trip nach Palestine abgeschickt. Deswegen denke ich wahrscheinlich die ganze Zeit an Arabisch lernen. Fakt ist aber auch, dass ich mit dem was ich mir außerhalb der Uni beigebracht habe (Memrise, Arabisch singen lernen) mehr gelernt habe, als in der Uni. Klar die Grammatik ist wichtig, aber die könnte ich vielleicht auch mit busuu lernen. Darum denke ich über eine Premium-Mitgliedschaft nach. Die aber wiederum Geld kostet.

Arbeit, Arbeit, Geld, Geld, Selbständigkeit, Job – was tue ich bloß? Erstmal Bloggen und Erdnüsse essen. Hach, wenn ich nur mit meinem Blog Geld verdienen könnte… Aber dazu müsste den erstmal irgendjemand lesen… Wenn man den ganzen selbsternannten Blogexperten Glauben schenken darf, dann will aber niemand Tagebuch-Blogs lesen. Das sehe ich ja auch an meinen Besucherzahlen. Ein Bedürfnis muss man erfüllen.

Ich wünschte, mich würde jemand dafür bezahlen, Online-Kurse zu machen. Stattdessen muss man dafür immer Geld hinblättern. Wenn man nicht gerade kostenlose Kurse macht, von denen es etliche gibt, die aber immer in irgendeiner Form eingeschränkt sind.

Wahrscheinlich sollte ich nicht so streng mit mir sein und vor allem aufhören, mich mit Anderen zu vergleichen. Ich habe ein hartes Jahr hinter mir, ich habe eine längere Krankheitsphase hinter mir und ich muss meine Wünsche nicht innerhalb von 2 Wochen in die Tat umsetzen. Die Reise nach Palästina ist schon ein großer Schritt. Über einen Jobwechsel nachzudenken ist ein großer Schritt. Mich selbständig machen zu wollen ist ein riesengroßer Schritt, der mich wieder in den Ruin treiben könnte.

Also kein Wunder, dass ich Panik habe, führt mich doch all dies raus aus meiner Komfortzone. Ich weiß allerdings auch nicht, wie meine Komfortzone aussieht. Ich würde mir so gerne meinen idealen Tag ausmalen, nur komme ich damit kein Stück voran. Wer weiß schon, was ideal ist, was perfekt wäre? Ich jedenfalls nicht, offensichtlich.

Leider gibt es im Deutschen keine Redewendung mit der man es so schön sagen könnte, wie im Englischen: Beating myself up! Das tue ich pausenlos und damit muss ich aufhören. Es muss in dieser Welt Raum geben für meine Selbstverwirklichung, auch wenn ich nicht weiß, wie diese aussehen soll. Ganz oben auf meiner Liste steht jedenfalls Gesangsunterricht und Arabisch lernen. Wenn man mal von den beruflichen Quereleien absieht.

Stachelerdbeerfleisch in St. Petersburg

Die Stachelbeere jagt die Orange durch St. Petersburg

Die Stachelbeere jagt die Orange durch Sankt Petersburg.

Das ist spaßig, aber anstrengend. Macht nix. Sankt Petersburg ist toll!

Orange rennt

Die ersten Reiseberichte gibt es auf iblue’s Blog. Für ihn ist es das erste Mal in St. Petersburg und in Russland überhaupt. Meine Posts folgen, wenn wir wieder zu Hause sind. Hier gibt es momentan zu viel zu gucken.