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Schlagwort: Schreiben

Zu Hause schlafen | Dienstag, 13. September 2016

Moin, ihr Seiten. Heute darf ich zu Hause schlafen. Testweise. Um zu sehen, wie ich damit klar komme. Bin eigentlich gerade erst zur Tür rein und zack sitze ich schon am Computer und schreibe an meinen Seiten.

Morgenseiten sind es zur Zeit ja eigentlich nicht, weil es gar nicht morgens ist. Es ist schon gleich 19 Uhr. Zur Zeit geht es aber nicht anders, wegen Krankenhaus und allem.

Laut Statistik ist der beliebteste Beitrag auf diesem Blog der Kokos-Himbeer-Smoothie. Wird wohl eine Weile dauern, eh die neuen Beiträge auch irgendwie gut ranken.

Es stimmt schon, dass die negativen Gedanken irgendwie stark mit dem Zuhause verbunden sind. Auf jeden Fall kann ich ihnen hier nicht entkommen. Anderswo fällt es mir leichter mich zu distanzieren. Hier trifft mich immer wieder die Hoffnungslosigkeit. Wenn ich hier bin, will ich nichts anderes außer Schlafen. Das war nicht immer so.

Ich denke, dass das aber auch an der Hitze liegt. Ich sage es ja nur ungern, aber dieser Sommer ist für mich einfach ruiniert und da braucht der sich jetzt auch nicht mehr solche Mühe geben. Wenn ich die Fenster aufmache, ist es unglaublich laut in meiner Wohnung und ich ertrage das zur Zeit ganz schlecht.

Ich habe ein paar Stellenangebote gefunden, die mich interessieren könnten, aber beworben habe ich mich noch nirgendwo. Einen Schritt nach dem Anderen. Zunächst will der Lebenslauf überarbeitet werden und das geht irgendwie nicht so zwischen Tür & Angel bzw. Krankenhaus & Zuhause.

Die Theatergruppe schwänze ich heute. Wollte meinen Abend zu Hause genießen. Aber meinen Tanzunterricht werde ich diese Woche auf jeden Fall geben.

Ich habe mich in der letzten Zeit oft gefragt, ob mir das viele Schreiben überhaupt gut tut oder ob ich nicht davon eine Pause machen sollte. Nun ist es aber doof, dass ich gerade einen neuen Blog gestartet habe und so gesehen schon jetzt die Schnauze voll davon habe.

Vielleicht sollte ich die Morgenseiten auch wirklich nur morgens schreiben. Vielleicht sollte ich auch einfach aufhören zu Jammern und die 30 Posts durchziehen, die ich mir vorgenommen habe. Dann kann ich ja weiter sehen. Dieser Beitrag ist die Nummer 13. Bleiben also noch mindestens 17.

Ich werde mal ein bisschen abwaschen, ein bisschen Spazieren gehen, versuchen Kraft und Motivation zu tanken und melde mich dann morgen (und diesmal wirklich) früh zurück. Heute bin ich doch arg müde!

Königin der Kelche

Im Hamsterrad

Ich denke sehr oft, dass ich Müll rede. Das alles, was ich tue und sage falsch ist. Und dumm – vor allem dumm! Ich denke dann, dass ich besser still sein sollte, weil ich nichts beizutragen habe, schon gar nichts wertvolles. Dann versuche ich das umzusetzen und mich zu verstecken, davonzulaufen und vor allem zu schweigen.

Es ist halt manchmal nicht einfach Größenwahn und Minderwertigkeitskomplexe unter einen Hut zu kriegen. Eigentlich ist das sogar eher selten der Fall.

Ich fürchte mich vor Erwartungen, habe Angst davor perfekt sein zu müssen. Das, was Andere in mir sehen, könnte ein Irrtum sein, eine Täuschung – nicht Ich. Wie könnte ich jemals so sein, wie Andere mich sehen? Unmöglich! Ich kann und will nicht sein, wie ich gesehen werde. Ich will anders sein. Und muss mich daher immer neu erfinden, während ich vor meinem Schatten davon laufe.

Ich möchte nicht jammern. Tatsächlich hasse ich Leute, die jammern. Ich möchte auch eigentlich nichts von mir zeigen: Es könnte Erwartungen wecken und gegen mich verwendet werden. Nur kann man nicht großartig sein, wenn man alles von sich versteckt. Wer könnte es dann wertschätzen? Was nützen einem all die Pseudonyme und die Geheimniskrämerei, wenn am Ende doch immer wieder dasselbe mehr oder weniger weinende/lachende Ich steht?

Die Einleitung – Methodische Überlegungen

Die Einleitung ist der wichtigste Teil eines jeden Textes. In ihr muss nicht nur das Interesse des Lesers geweckt werden, es muss auch gelingen, seine Hand zu ergreifen, um ihn durch den weiteren Verlauf des Textes zu führen. Schafft man es nicht, die potentiell interessierte Person einzugarnen oder packt man sie gar zu grob an, verbaut man seinem Text damit jede Chance.

Fehler in der Einleitung sind daher zutiefst verhängnisvoll und folgenreich. Hauptanliegen eines jeden ernsthaft Schreibenden ist es, diese zu vermeiden. Doch wie stellt man das am Besten an?