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Schlagwort: Schreiben

Im Hamsterrad

Ich denke sehr oft, dass ich Müll rede. Das alles, was ich tue und sage falsch ist. Und dumm – vor allem dumm! Ich denke dann, dass ich besser still sein sollte, weil ich nichts beizutragen habe, schon gar nichts wertvolles. Dann versuche ich das umzusetzen und mich zu verstecken, davonzulaufen und vor allem zu schweigen.

Es ist halt manchmal nicht einfach Größenwahn und Minderwertigkeitskomplexe unter einen Hut zu kriegen. Eigentlich ist das sogar eher selten der Fall.

Ich fürchte mich vor Erwartungen, habe Angst davor perfekt sein zu müssen. Das, was Andere in mir sehen, könnte ein Irrtum sein, eine Täuschung – nicht Ich. Wie könnte ich jemals so sein, wie Andere mich sehen? Unmöglich! Ich kann und will nicht sein, wie ich gesehen werde. Ich will anders sein. Und muss mich daher immer neu erfinden, während ich vor meinem Schatten davon laufe.

Ich möchte nicht jammern. Tatsächlich hasse ich Leute, die jammern. Ich möchte auch eigentlich nichts von mir zeigen: Es könnte Erwartungen wecken und gegen mich verwendet werden. Nur kann man nicht großartig sein, wenn man alles von sich versteckt. Wer könnte es dann wertschätzen? Was nützen einem all die Pseudonyme und die Geheimniskrämerei, wenn am Ende doch immer wieder dasselbe mehr oder weniger weinende/lachende Ich steht?

Die Einleitung – Methodische Überlegungen

Die Einleitung ist der wichtigste Teil eines jeden Textes. In ihr muss nicht nur das Interesse des Lesers geweckt werden, es muss auch gelingen, seine Hand zu ergreifen, um ihn durch den weiteren Verlauf des Textes zu führen. Schafft man es nicht, die potentiell interessierte Person einzugarnen oder packt man sie gar zu grob an, verbaut man seinem Text damit jede Chance.

Fehler in der Einleitung sind daher zutiefst verhängnisvoll und folgenreich. Hauptanliegen eines jeden ernsthaft Schreibenden ist es, diese zu vermeiden. Doch wie stellt man das am Besten an?