Zum Inhalt

Schlagwort: Sechs der Münzen

Ins Leben stürzen | Mittwoch, 30. August 2017

Moin, ihr Seiten. Der August ist fast zu Ende. Sommerlich ist es zum Glück noch einigermaßen. Auf den Herbst freue ich mich so gar nicht. Ich könnte mich an dauerhaft sommerliches Wetter echt gewöhnen und hoffe, dass ich irgendwann mal die Gelegenheit bekomme, dem deutschen Klima dauerhaft zu entkommen. Noch ist es aber nicht so weit.

Meine Kündigung habe ich gestern abgegeben. Heute unterschreibe ich den neuen Arbeitsvertrag. So bin ich dann für weitere 2 Jahre erstmal in Sack und Tüten und habe genug Zeit, mich meiner Bildung zu widmen. Ich will so viel lernen, ich weiß gar nicht, wo mir der Kopf steht. Auch künstlerisch möchte ich mich weiterbilden. Jetzt, wo ich frei vom Unterrichten bin, habe ich die Möglichkeit neue Sachen zu beginnen.

Ich werde es, denke ich, mit Artistik versuchen. Etwas mit Tüchern oder so. Luftakrobatik. Unbedingt will ich auch Kontorsion machen. Und dann hatte ich mir ja diesen Clowns-Workshop rausgesucht. Der ist im September und ich muss mich noch dazu anmelden. Sobald ich wieder zu Hause bin.

Auch Auftritte will ich wieder machen. Tanz-Auftritte. Ich werde mir also mal meine Webseite vorknöpfen. Alles, was mit Unterricht zu tun hat, rausschmeißen und Adwords reaktivieren. Ich denke, wir könnten auch wieder mit unserer Tanzgruppe proben. Was ich auch unbedingt lernen will, ist Dabke. Obwohl ich nicht sicher bin, dass das etwas für mich ist, weil da viel gehüpft wird und ich bin nicht so ein Fan von Hüpfen.

Aber immer eins nach dem Anderen. Mein Stundenplan für das neue Semester wird wohl ziemlich voll werden. Ich denke aber, ich kann es mittlerweile schaffen, das zu stemmen, da ich gesundheitlich wieder voll auf der Höhe bin. Früher war ich auch viel aktiver als jetzt. Das wird mir gut tun, vor allem, wenn es Sachen sind, die mir gefallen.

Es ist wichtig, mich beschäftigt zu halten, damit ich nicht auf dumme Gedanken komme. Das Leben ist so schön und es gibt viel zu erleben. Zu lange habe ich mich zu Hause eingesperrt. Das wird sich jetzt ändern. Web-Development will ich immer noch lernen und das werde ich. Aber ich werde mir viel mehr Zeit dafür geben, als ursprünglich geplant, bevor ich wirklich anfange, mich der Selbständigkeit zu widmen.

Vorbildlicher Staatsbürger | Mittwoch, 5. April 2017

Moin, ihr Seiten. Heute war ein wahrlich anstrengender Tag. Ich bin völlig knülle und mag gar nichts mehr machen. Vor allem nicht eisgekühlter Bommerlunder hören. Das erträgt ja kein Mensch. Auch meine Emails möchte ich mir eigentlich heut gar nicht mehr angucken. Es sind so viele und größtenteils nur Murks.

Aber es gab heute eine überraschende positive Nachricht. Eine Freundin aus Kolumbien ist Ende des Monats in Berlin. Das ist so toll. Ich freue mich sehr darauf, sie nach mehr als zehn Jahren wieder zu sehen. Wahnsinn wie lange die Schulzeit und das alles schon her ist. In diesem Jahr haben wir zehnjähriges Abi-Treffen. Und ich habe mein Leben immer noch nicht im Griff. Ich hoffe sehr, dass ich damit nicht die Einzige sein werde.

So langsam bin ich ja wieder auf dem richtigen Dampfer. Nächste Woche habe ich einen Beratungs-Termin bei dem Weiterbildungsinstitut meiner Wahl und da werden wir ja sehen, was die mir empfehlen. Nächste Woche habe ich außerdem einen Termin beim Zahnarzt und die Selbsthilfegruppe trifft sich.

Ich habe mir vorgenommen, da mindestens noch einmal hinzugehen, obwohl ich beim letzten Mal nicht wirklich überzeugt war. Ich bin auch nicht sicher, ob ich überhaupt eine Selbsthilfegruppe brauche. Mein Zusammenbruch ist schon ziemlich lange her und ich werde alles, was in meiner Kraft steht, tun, damit so etwas nicht wieder vorkommt.

Ich gehe brav zur Arbeit, kümmere mich um meine Angelegenheiten und verhalte mich auch sonst wie ein vorbildlicher Staatsbürger. Ich freue mich darauf die Weiterbildung in Angriff zu nehmen, auch wenn mich das in meinem täglichen Traumleben ein ganzes Stück ausbremsen wird.

Jeden Tag um 8.30 Uhr in die Schule zu gehen, das hatte ich schon lange nicht mehr und das entspricht nicht meinen Vorstellungen von einem entspannten Tag. Wie gesagt gefällt es mir persönlich am besten, wenn ich erst nachmittags das Haus verlassen muss. Aber für eine begrenzte Zeit werde ich das wohl aushalten können und es ist ja auch eine große Investition in eine bessere Zukunft.

Ja, ich jammere auf hohem Niveau. Aber ich möchte einfach ein Leben führen, mit dem ich jeden Tag zufrieden bin. Da gehört früh aufstehen definitiv nicht dazu. Beziehungsweise ist frühes Aufstehen schon okay, aber das frühe Unter-Menschen-Gehen, das sagt mir so gar nicht zu. Ich bin sehr froh, dass es in der heutigen Welt oftmals möglich ist, seinen Tag flexibler zu gestalten. Einen 9-5 Job werde ich wohl niemals machen.

Ein langsames Comeback | 13. bis 19. Februar » KW 7

Was habe ich getan?

Ich habe eine supereinfache Klausur geschrieben und ein neues Handy bestellt: Samsung Galaxy A3. Es wurde aber noch nicht geliefert. Die erste Wochenhälfte hatte ich noch relativ starken Husten, zum Ende der Woche wurde das aber besser.

Was war besonders gut?

  • Ich habe meine Klausur mit 2,0 bestanden.
  • Es wird wärmer draußen. Jeden Tag über 0 Grad. Todesmutig habe ich mich ohne lange Unterhose rausgetraut.
  • Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, wie ich mich wieder professionalisieren kann. Sollte ich ein neues Blogprojekt starten?
  • Mein Medikament wurde weiter reduziert.
  • Insgesamt geht es mir größtenteils durchgängig gut. Die Launenhaftigkeit ist stark zurück gegangen. Einige meiner Lebensgeister sind wieder da.

Was will ich?

Ich habe Lust mich mit jemandem auf eine Flasche Wein im Park zu verabreden, wenn es noch ein bisschen wärmer ist.

Was habe ich mir vorgenommen?

Ich habe darüber nachgedacht, meine Morgenseiten wieder morgens zu verfassen. Ein fester Entschluss ist das aber noch nicht.

Was macht die Kunst?

Ich habe mir Gedanken zur Zukunftsplanung gemacht, aber noch nichts fest entschieden. Langsam kommt meine Motivation wieder etwas in die Hand zu nehmen zurück. Ich steuere darauf zu, etwas Neues in Angriff zu nehmen oder auch an etwas älterem weiterzuarbeiten.

Auf jeden Fall habe ich Lust schöpferisch tätig zu werden und auch der Gedanke an eine mögliche Selbständigkeit scheint jetzt nicht mehr ganz so aussichtslos. Ich habe neue Möglichkeiten gesehen, mich selbständig zu machen und vielleicht klappt ja früher oder später etwas davon. Ich habe alle Zeit der Welt.

Wofür bin ich dankbar?

  • Ich bin dankbar, dass es mir wieder besser geht.
  • Ich bin dankbar, dass es wärmer geworden ist.
  • Ich bin dankbar für meine schöne Wohnung und für meinen Job, der mir dieses Leben ermöglicht.
  • Ich bin dankbar, dass ich meine Klausur bestanden habe.
  • Ich bin dankbar für die momentane Sorglosigkeit und Zuversicht.

Sonntag, 23. Oktober 2016

Moin, ihr Seiten. Heute ist mein Geburtstag. Körperchen scheint das nicht so gut zu gefallen, er streikt ein wenig. Ziemlich schwindelig ist mir unter der Dusche geworden und ich wäre wohl fast umgekippt. Kein guter Start in den Tag. Ganz zu schweigen von Geburtstag.

Sechs der MünzenNun gut. Der Tag kann so nur besser werden. Ich ziehe heute für eine Woche bei meiner Katze ein. Ab morgen arbeite ich regulär. Ich freue mich auf die Uni. Ich habe gestern den Text zum Seminar gelesen und das klang eigentlich recht vielversprechend.

Jetzt muss ich meine Sachen packen und dann gehts auf in die Provinz. Ich hoffe, der heutige Tag wird gut. Ich hoffe, die nächste Woche wird gut. Und mehr habe ich dann eigentlich an der Stelle nicht zu sagen.

Meine Perspektive | Donnerstag, 29. September 2016

Moin, ihr Seiten. Der heutige Tag ist dermaßen perspektivlos, dass ich gar nicht weiß, was ich noch sagen soll. Es ist überdies der 30. Beitrag aus der Rubrik Morgenseiten und ist daher ein kleiner Erfolg, denn ich hatte mir vorgenommen, mindestens 30 Beiträge zu verfassen, eh ich das Handtuch schmeiße.

Nun möchte ich aber eigentlich nach wie vor nicht das Handtuch schmeißen. Schließlich geht es hier um mein Leben und das MUSS irgendwie weitergehen, egal wie grau oder schwarz es hier momentan ausschaut.

Und es sieht momentan ziemlich schlecht aus. Ich bin immer noch verschnupft, voller Schleim und Bazillen – wie ich meinen Tanzunterricht gestern geschafft habe, weiß ich wirklich nicht. Ich hoffe, es wird heute besser.

Darüber hinaus habe ich einen GANZEN Tag vor mir, sogar ein ganzes Wochenende, von dem ich beim besten Willen nicht weiß, wie ich es füllen soll. Ich habe absolut keinen Schimmer, was ich tun könnte. Ich habe auch auf nichts Lust. Ich möchte am liebsten den ganzen Tag lang schlafen.

Weil ich krank bin, könnte ich mir das sogar gönnen. Nur werde ich dadurch gesünder oder füttere ich damit das andere Monster, das noch in meiner Wohnung lebt?

Noch 6 Tage bis zu meinem nächsten Vorstellungsgespräch. Noch 11 Tage bis zu meinem Arzttermin. Das ist doch kein Leben! Bewerbungen habe ich geschrieben. Gestern 5 Stück. Reicht das erstmal oder sollte ich noch auf anderen Plattformen weitersuchen?

Vielleicht wird es Zeit mich meiner Zettelwirtschaft zu widmen. Gestern habe ich schon ein bisschen was davon abgearbeitet, heute könnte ich vielleicht den Rest aufräumen. Wenn ich mich nur dafür motivieren könnte.

Momentan will ich nicht einmal Essen oder Duschen und es ist mir auch peinlich hier darüber zu sprechen. Alle Leute haben Probleme. Es könnte mir so viel schlimmer gehen. Stattdessen sitze ich hier und jammere ununterbrochen. Ich sehe bloß nicht, wie ich aus diesem Zirkel rauskomme und ich weiß nicht, wer mir helfen kann.

Ich habe einen guten Abschluss, einen 1,9-er Bachelor, aber ich weiß nichts damit anzufangen. Ich weiß nicht, wofür mich dieser Abschluss qualifiziert. Stattdessen fühle ich mich wie ein Versager, weil ich meinen Master abgebrochen habe, den ich auch mit einem Einser-Schnitt hätte abschließen können. Schuld daran ist nicht zuletzt mein Umfeld, das mich immer wieder fragt: Kannst du es nicht noch machen?

Will ich nicht. Deswegen habe ich es ja abgebrochen. Ist das so schwer zu kapieren? Und selbst wenn… Dann säße ich jetzt hier auch noch mit einem Master und hätte dieselben Probleme. Das ist doch zum Kotzen. Das Problem ist niemals ein fehlender Abschluss…. Das Problem ist ganz woanders…. Vielleicht existiert es auch gar nicht. Wer weiß das schon heutzutage?

Sechs der Münzen

Moin, ihr Seiten. Ich starte noch einmal neu. Es ist viel zu gutes Wetter, um Trübsal zu blasen. Ich möchte das alles nicht mehr und deswegen habe ich entschieden, nichts mehr von meinem lächerlichen Alltag zu schreiben, sondern von meinem imaginären Leben zu berichten. Die Flucht aus der Realität hat vorher gut funktioniert, also könnte mir das helfen, wieder neue Kraft zu tanken.

Ich habe gestern darüber nachgedacht, wann ich eigentlich mal wirklich zufrieden mit meinem Leben gewesen bin und mir ist eigentlich nichts eingefallen. Es gab immer irgendwelche Probleme, es gab immer irgendwelche Umstände, die mich genervt haben und es gab immer etwas, das ich ändern wollte.

Was ich schon immer und am allermeisten ändern wollte, ist mein Wohnort. Ich würde so gern mal für ein halbes Jahr einfach woanders hin. Ich wusste aber nie so recht, wie ich es anpacken soll. Die finanzielle Situation hat einfach nie gepasst, es gab zu viel, das mich hielt und ich habe nie den Mut aufgebracht, den Schritt wirklich zu gehen.

Was ich mir momentan am allermeisten wünsche, ist es einfach mal ein Wochenende in einer anderen Stadt zu verbringen. Ich möchte in das Leben anderer Leute hineinschnuppern. Wie existieren diese ganzen anderen Menschen überhaupt? Was machen sie so den lieben langen Tag? Warum scheinen alle immer so unendlich beschäftigt zu sein und warum gibt es Menschen, die glücklich sind?

Früher war ich auch immer beschäftigt und immer einigermaßen zufrieden. Es hat mir Spaß gemacht, Herausforderungen anzugehen und neue Sachen auszuprobieren. Ich denke, das würde es immer noch. Ich fühle mich momentan bloß von allem überfordert. Ich muss kleine Schritte gehen. Ich weiß bloß nicht welche. Ich wünsche mir Veränderung.

Der Krankenhausaufenthalt war eine ziemlich große Veränderung und ich habe das Gefühl, ich kann irgendwie nicht zurück in mein altes Leben. Ich brauche ein neues. Nur wie sollte das aussehen? Das ist die entscheidende Frage, die mich quält. Zu Hause halte ich es nicht aus. Aber wo soll ich hin? Wo bin ich willkommen? Wo kann ich etwas bewegen? Wo kann ich einen Beitrag leisten?