Zum Inhalt

Schlagwort: Sechs der Stäbe

Zum Positiven verändern | Mittwoch, 19. Juli 2017

Moin, ihr Seiten. Ich habe mich wieder einigermaßen beruhigt. Aber der Weg dahin war alles andere als leicht. Ich habe gestern zu mir gesagt, ich will nicht mehr krampfhaft versuchen die Situation unter Kontrolle zu bekommen, sondern mich zurücklehnen und beobachten, wie sich mein Leben von alleine wieder sortiert. Und siehe da, es funktioniert! Der erste Knoten ist bereits geplatzt. Hoffen wir nun, dass der Rest sich auch verbessern wird.

Schließlich möchte ich mich wieder stark und sicher fühlen, um meine wichtigste Herausforderung (die Selbständigkeit) wieder angehen zu können. Momentan gönne ich mir noch Urlaub in meiner Komfortzone, auch wenn es dort zur Zeit alles andere als komfortabel aussieht. Langsam und Schritt für Schritt richte ich es mir dort wieder gemütlicher ein.

Heute findet mein letzter Tanzunterricht statt. Ich freue mich schon sehr darauf. Endlich kann ich mit dieser Sache abschließen und meinen Blick nach vorne richten. Die Bewerbung für den neuen alten Job ist auch raus. Hoffen wir, dass sie von Erfolg gekrönt sein wird und ich bald wieder meine Zeit in der Bibliothek verbringen kann.

Es ist jetzt auch nur noch eine Woche ehe ich wieder auf meinem Landsitz einziehe. Ich bin sicher, dass mir das gut tun wird. Mal ein bisschen andere Luft schnuppern und raus aus dem Mief der Großstadt. Zeit mit meiner Katze verbringen.

Ja, momentan ist immer noch alles schwer. Tiefe Umwälzungen gehen in meiner Seele vor sich und ich hoffe, dass ich gestärkt daraus hervorgehe und mich zum Positiven verändere. Das ist so überfällig!

Vertrauen in das Leben | Montag, 17. Juli 2017

Moin, ihr Seiten. Neue Woche, neues Glück oder wie heißt es? Glück brauche ich ja am allermeisten. Ich habe mich jetzt bei meinem alten Job beworben und ich hoffe sehr, dass es klappt und ich dort wieder einsteigen kann. Damit habe ich meinen Ziel- und Zeitplan noch einmal deutlich lockerer gestrickt. Ich nehme mir mindestens die nächsten 2 Jahre Zeit, um wieder mit meinem Leben klarzukommen. Ich denke, ich werde auch zum Wintersemester wieder in die Uni gehen und mein Studium fortsetzen.

Alles ist gut. Ich muss mich nicht unter Druck setzen und ich muss die Selbständigkeit nicht noch in diesem Jahr durchpeitschen. Das wäre nur mit übermäßigem Stress verbunden und ich weiß ja jetzt, wo mich übermäßiger Stress hinführt. Stattdessen nehme ich mir Zeit. Für was? Für nichts spezielles. Ich habe entschieden, dass es vielleicht mal besser für mich ist, ganz ohne Ziele und nur in den Tag hineinzuleben. Das Leben wird mich schon irgendwo hinführen und wie sagte John Lennon so schön?

Life is what happens to you while you are busy making other plans.

Von jetzt an also kein Stress mehr, kein Druck, keine Ambitionen. Ich habe noch circa 50 Jahre auf diesem Planeten und ich muss mich nicht hetzen. Ich konzentriere mich ganz darauf diese Depression zu überwinden und wieder zufrieden mit mir und meinem Leben zu sein. Wenn es mir gut geht, wird auch alles andere viel leichter sein und wer weiß, vielleicht ergeben sich ja auch einfach so Dinge, von denen ich nie zu träumen wagte.

Es ist an der Zeit etwas Neues auszuprobieren. Es ist die perfekte Zeit mir ein neues Hobby zu suchen. Nur weiß ich noch nicht, was das sein könnte. Ich lasse es einfach auf mich zukommen. Irgendwas werde ich schon finden, das mir die Freude am Leben zurück bringt. Bis dahin mache ich weiterhin viele Spaziergänge, fahre ziellos mit dem Bus durch die Gegend und lerne langsam meine Gesellschaft wieder zu genießen.

Ich weiß ja noch, wie schwer es mir fiel meinen ersten Ausflug allein zu machen: ins Pergamonmuseum. Es fiel mir wirklich schwer, das Alleinsein zu genießen, da nur negative Gedanken und Leere in mir hochkamen. Mittlerweile ist es besser geworden. Ich habe mich wieder an mich gewöhnt und ich nehme ja auch keine Medikamente mehr, die diese schlechten Gefühle zu großen Teilen ausgelöst haben.

Ich möchte aufhören, mich im Kreis zu drehen. Ich möchte Schritt für Schritt mein Leben verbessern und ich möchte wieder ganz neu anfangen. Dazu muss ich meine Lebensumstände nicht komplett über den Haufen werfen, sondern viel mehr lernen, mich damit in einer positiven Weise zu arrangieren. Ausziehen werde ich nicht. So viel weiß ich mittlerweile. Was aber sonst noch so ansteht, steht in den Sternen und wird sich mir sicher zur richtigen Zeit offenbaren. Ich versuche wieder Vertrauen in das Leben zu haben und mich darauf zu verlassen, dass alles gut werden wird.

Ende der Schonfrist | Samstag, 08. Juli 2017

Moin, ihr Seiten. Heute ist also der 8. Juli. Ein Tag, der schon lange in meinem Kalender stand. Heute ist die Studioshow. Es wird vermutlich meine letzte sein. Vielleicht aber auch nicht, wer weiß das schon. Große Änderungen stehen mir bevor und ich freue mich darauf. Erst einmal muss ich aber den heutigen Tag rumkriegen.

Ich habe immer noch keine Laune, bin aber mittlerweile so genervt davon, dass ich das nicht einmal mehr thematisieren will. Immerhin ist Wochenende, sodass ich zumindest endlich einmal ausschlafen konnte. Leider wird das Wochenende viel zu kurz sein, das weiß ich jetzt schon.

Anstatt mich den trüben Gedanken hinzugeben, sollte ich fix unter die Dusche hüpfen und mich dann auf meinen Auftritt vorbereiten. In knapp 3 Stunden muss ich schon los. Wieder einmal weiß ich nicht, was ich schreiben soll. Gern würde ich mich mit meinen Wünschen und Zielen beschäftigen und mir etwas tolles vornehmen, aber zur Zeit gibt es nur negatives zu berichten.

Von meinen Juni-Zielen habe ich so gut wie nichts geschafft. Ein paar Sachen habe ich immerhin erledigt, darunter der Reisepass, den ich endlich bekommen habe, der Trello Clone, das Spiel des Lebens, die Shoutbox und die ersten 14 von 30Days30Sites. Reicht das schon, um mich als Web-Developer selbständig zu machen?

Die nächste Frage, der ich mich in dieser Hinsicht widmen muss, ist: Wie komme ich an Jobs? Dann muss ich mich auch noch darum kümmern, mich weiter weiterzubilden. Zu viele Udemy-Kurse sind bei mir noch offen. Nicht nur, dass ich meine PHP-Projekte, den Web-Developer Kurs und Co noch nicht abgeschlossen habe, es warten auch noch WordPress Plugins und Templates auf mich. Darauf freue ich mich ja ganz besonders.

Ich sehe schon, es wird Zeit die Sachen wieder in die Hand zu nehmen. Heute werde ich ganz sicher nicht dazu kommen, aber morgen! Morgen will ich auf jeden Fall anfangen wieder zu arbeiten. Komme, was wolle. Es ist wohl an der Zeit mich von meiner schlechten Laune nicht mehr herunterziehen zu lassen und mich an die Arbeit zu machen.

Einen neuen Laptop sollte ich mir auch bestellen, damit ich wieder gut arbeiten kann. Ich habe zwar keine Lust, das Betriebssystem neu zu installieren und meine Daten umzuziehen, aber machen muss ich es früher oder später sowieso. Deswegen nützt es auch nichts, es herauszuzögern. Ich werde gleich mal meine Finanzen checken. In dieser Hinsicht sieht es in der letzten Zeit durchaus rosig aus. Endlich einmal! Das wurde aber auch Zeit.

Die Freiheit der Anderen | Dienstag, 6. September 2016

Moin, ihr Seiten. Heute Nacht habe ich von ziemlich viel Scheiße geträumt und das meine ich ausnahmsweise mal wörtlich. Es wurde einfach immer mehr und ich habe mich schließlich so geekelt, dass ich davon aufgewacht bin, von einem Würgereiz. Scheinbar ist mein Unterbewusstsein also auch so langsam wieder auf der Höhe und lässt mich wissen, was es von der Gesamtsituation hält. Da wundert es mich dann auch wieder nicht, dass ich unter Appetitlosigkeit leide.

Ich hangele mich von Tag zu Tag und versuche herauszufinden, was ich mit meiner Freiheit anfangen soll. Das Problem ist, dass ich momentan gar nicht richtig weiß, wozu ich überhaupt noch in der Lage bin. Ich dachte immer, ich könnte alles schaffen und ich war stolz darauf, für jedes Problem schnell eine Lösung finden zu können.

Mittlerweile nervt mich alles nur noch. Der kleinste Widerstand scheint unüberwindbar. Dabei frage ich mich, ob das vielleicht nicht nur eine Trotzreaktion ist. Bin ich eine beleidigte Leberwurst, die sich enttäuscht von allen Möglichkeiten abwendet?

Für dieses Jahr hatte ich mir vorgenommen, meinem inneren Giftzwerg öfter mal Ausgang zu gewähren und DAS ist mir nun ausgerechnet gelungen. Insofern könnte ich sagen, Ziel erreicht. Dass ich damit etliche Leute vor den Kopf stoßen würde, hätte ich ja ahnen können. Nur mit dem Ausmaß der Katastrophe habe ich nicht gerechnet.

Einfach mal alles raus lassen und ganz du selbst sein, das habe ich geübt. Drama Queen, oberste Bitch Liga, eine große Künstlerin wollte ich sein und meinen eigenen Maßstäben bin ich tatsächlich sogar gerecht geworden. Dumm nur, dass dann auf einmal jemand einen Krankenwagen rief und ich nun eine schwerwiegende psychische Erkrankung habe, die ich auch beim besten Willen nicht leugnen kann.

Dass ich anders bin, als andere Menschen, war mir ja schon immer klar und ich glaube, das merken andere Leute auch schnell, wenn sie mit mir zu tun haben. Die Frage ist jetzt: Ist das noch Kunst oder kann das weg? Ist das noch Drama? Ist das noch Talent? Oder ist das schon Abschaum? Das ist die Klippe, an der ich stehe.

Ich persönlich denke ja, es ist Talent. Ich persönlich denke ja, ich sollte gefördert werden. Nur wie und von wem und mit was, das habe ich noch nicht verstanden. Es heißt also probieren. Improvisationstheater ist meine erste Station. Das ist besser als den Leuten auf der Straße Verträge aufzuschwatzen.

Ich könnte mir so vieles vorstellen. Ich würde auch gern Vorträge halten oder Texte vorlesen. Das ist eigentlich ein echt großer Schritt in meiner Entwicklung, denn Sprechrollen waren bisher etwas, wovor ich am meisten Angst hatte.

Da ich mich aber durch das Musizieren und das Sprachen-Lernen (vor allem Aussprache üben macht mir Spaß) so langsam auch mit meiner Stimme angefreundet habe, würde ich auch in dieser Richtung gern mehr wagen. Ich habe zu allen Musikern, mit denen ich gearbeitet habe, gesagt, mein Körper ist mein Instrument und das glaube ich nach wie vor.

Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand helfen würde, meine finanzielle Situation wieder in den Griff zu kriegen. Es muss doch irgendwelche Förderungen für Verrückte wie mich geben? Ich habe der Welt viel zu geben und ich denke, es ist für alle Beteiligten sicherer, wenn ich auf der Bühne ausraste anstatt in meinem Privatleben 😉 Dazu müsste ich es nur erst einmal auf die Bühne schaffen.

Von Kommentaren à la Genie und Wahnsinn bitte ich jedoch abzusehen. Dann bilde ich mir bloß wieder was drauf ein und die nächste Person mit der ich spreche, unterstellt mir Größenwahn. Kein Arzt hat so etwas zu mir gesagt. Nur wohlmeinende, besorgte Mitbürger. Wie wenig ich mich darüber freuen kann…

Sechs der Stäbe