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Schlagwort: Sieben der Kelche

Alles Pokemon hier | Sonntag, 19. Februar 2017

Moin, ihr Seiten. Wir haben Sonntag. Das ist laut indianischem Kalender der Tag des Abwasches und eben jener steht mir auch noch bevor. Wie immer sträube ich mich dagegen. Wie immer werde ich es letzten Endes durchziehen. So schlimm ist es ja auch eigentlich nicht. Aber trotzdem lästig.

Außerdem steht ein Besuch bei meiner Schwester an und die Zubereitung eines Nudelgerichts, das ich mir für heute vorgenommen habe. Eigentlich war ich für heute zum Essen eingeladen, aber das wurde leider abgesagt.

Von meiner Schwester bekomme ich den zweiten Gameboy und dann kann ich endlich Pokemon tauschen. Mir fehlen nämlich noch so ein paar Pokemon und die kann ich innerhalb eines Spiels leider nicht kriegen. Pokemon Go kann ich immer noch nicht spielen, weil das Handy nicht da ist. Muss aber nächste Woche kommen.

Zusätzlich habe ich mir die Gold-Edition bestellt, die sollte auch nächste Woche kommen und dann kann ich richtig loslegen mit Tauschen, Pokemon groß ziehen etc. und die Handlung kann ich dann auch noch einmal durchspielen, was wirklich schön ist. Mal sehen, wie der Spielstand von rot und blau ist, ich hoffe, dass ich mir von dort noch ein paar seltene Pokemon ziehen kann.

Ihr seht also, hier ist alles Pokemon zurzeit. Das ist aber nicht ausschließlich so. Zusätzlich habe ich mir auch Gedanken über meine Zukunftsplanung gemacht, aber noch nichts konkretes aufgeschrieben. Ich lasse mir damit Zeit und lasse es ganz langsam angehen. Will nicht wieder etwas überstürzen und am Ende enttäuscht sein.

Außerdem habe ich eine Selbsthilfegruppe gefunden, die sogar in meiner Nähe tagt. Das ist superspannend. Ich werde da auf jeden Fall hingehen und mal schauen, was da so los ist. Bin gespannt auf Menschen zu treffen, die vielleicht ähnliches durchgemacht haben, wie ich. Ich fühle mich ja mittlerweile einigermaßen stabilisiert und ich hoffe, das bleibt jetzt auch für längere Zeit so.

Dass es mir definitiv besser geht, sieht man auch daran, dass die Einträge hier länger werden. Es geht mir leichter von der Hand und ich kann wieder mühelos vor mich hinplappern. Die Hirnmaschine läuft also. Die Schwere des Lebens spüre ich mittlerweile auch nicht mehr so stark auf mir lasten.

Die Qual der Wahl | Mittwoch, 25. Januar 2017

Moin, ihr Seiten. Die halbe Woche ist schon wieder rum. Gestern habe ich mir eine App installiert, mit der man die Stimmung tracken kann. Ich bin nämlich traurig, dass diese Studie vorbei ist, an der ich teilgenommen habe, bei der jeden Tag nach Stimmung etc. gefragt wurde. Deshalb dachte ich, ich könnte ja mein Schicksal an die Hand nehmen und meine Stimmung selbst tracken.

Ich bin schon sehr gespannt, was da raus kommt. So eine Statistik zu sehen, mit Informationen zu Laune und Aktivitäten ist schon spannend. Mir macht es jedenfalls großen Spaß mir solche Sachen anzuschauen.

Heute ist meine Stimmung zwar besser, aber insgesamt bin ich noch nicht wieder auf der Höhe. Ich frage mich, ob ich das jemals sein werde bzw. was passieren müsste, damit ich mich mal eine längere Zeit am Stück kontinuierlich gut fühlen würde. Mich kotzt einfach alles so an und das wiederum nervt mich.

Es ist schon nicht einfach und es hilft auch nicht wirklich, der guten alten Zeit nachzutrauern und daran zu denken, wie gut es mir früher ging. Das mache ich nämlich permanent. Ich vergleiche mich mit einem Phantom, das in meiner Erinnerung wahrscheinlich so verzerrt ist, wie es in Wirklichkeit niemals war.

Trotzdem fühle ich mich so, als wäre im Vergleich zu früher etwas verloren gegangen, ich weiß aber nicht, was es ist und wie ich es zurück bekommen kann. Ist es die Sorglosigkeit? Der Glaube daran, dass alles gut wird und ich alles schaffen kann? Der Glaube an das Gute in der Welt?

Ich habe definitiv das große Ganze aus dem Blick verloren. Ich habe kein Ziel mehr. Vielleicht fehlt mir dadurch der Antrieb. Meine Wünsche sind nicht stark genug, um meinen Hintern in Bewegung zu bringen. Eigentlich ist mir alles relativ gleichgültig und ich krieche von Tag zu Tag. Zwischenzeitlich ist ja immer wieder alles okay.

Es sind nur diese immer wiederkehrenden Momente. Dieses „Soll das alles sein?“, „Wird es jetzt immer so bleiben?“ und „Warum ich?“.

Früher dachte ich immer, man könnte mit dem, was man liebt, Geld verdienen. Ich dachte, ich gehöre zu den Menschen, die etwas finden, was ihnen Erfüllung verschafft. Mittlerweile habe ich resigniert. Es gibt nichts mehr, was ich genug lieben würde, um mit dieser Beschäftigung glücklich zu werden. Ich weiß nicht, was das sein soll.

Eigentlich möchte ich vielerlei Dinge auszuprobieren, aber ich bin jetzt in einem Alter, in dem man sich festlegen muss. Schließlich möchte ich auch ein vernünftiges Einkommen haben und eigentlich auch nicht länger 10€/h Jobs machen.

Ich sehe keine offenen Türen mehr, um mal ein Fazit zu ziehen. Sie sind alle verschlossen. Ich weiß nicht, was dahinter steckt, aber ich muss eine Wahl treffen. Eine folgenschwere Entscheidung.